Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen >

Heizölpreise nehmen Kurs auf Allzeithoch

Heizölpreise  

Heizöl so teuer wie zuletzt 2008

16.08.2012, 12:14 Uhr | dpa, t-online.de

Heizölpreise nehmen Kurs auf Allzeithoch. Heizöl-Lieferung: Die Preise klettern Richtung Allzeithoch  (Quelle: imago images)

Heizöl-Lieferung: Die Preise klettern wieder (Quelle: imago images)

Schlechte Nachricht für Immobilienbesitzer, die Heizöl kaufen müssen: Die Heizölpreise sind auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. Der bundesweite Durchschnittspreis stieg am Donnerstag nach Einschätzung einschlägiger Internet-Portale auf knapp 95 Euro für 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern). Einzig im Sommer 2008 war Heizöl noch teurer; damals erreichte der Preis rund 98 Euro für 100 Liter. Leser von t-online.de wurden Ende Juni rechtzeitig gewarnt. Damals rieten wir bei einem Durchschnitts-Preis von 85 Euro zum Kauf.

Rohölpreise steigen

Gegenüber dem Preistief im Juni habe sich Heizöl damit bereits um etwa 13 Euro verteuert, meldet der Marktbeobachter Tecson, ein Hersteller von Tankmesstechnik. Ursache seien die steigenden Rohöl-Preise. Ein Barrel (159 Liter) der für Deutschland maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent kostete am Terminmarkt mittlerweile wieder 116 Dollar. Das sind fast 30 Dollar mehr als zum Jahrestief im Juni. Der WTI-Future zog auf knapp 95 Dollar an.

Gleichzeitig schwächelt der Euro wegen der Schuldenkrise. Die Gemeinschaftswährung steht mit knapp 1,23 Dollar über 20 Cent niedriger als vor einem Jahr. Sinkt der Euro, steigen die Ölpreise in Euro gerechnet, da Öl in Dollar abgerechnet wird und Deutsche Einkäufer damit pro Euro weniger Dollar zum Einkauf zur Verfügung haben

Ölembargo und Lagerbestände belasten

Unter anderem das Ölembargo gegen den Iran gibt den Ölpreisen Auftrieb. Am Mittwoch wurden zudem stärker als erwartet gefallene US-Rohöllagerbestände gemeldet, was die Rohölpreise ebenfalls steigen ließ, sagten Händler. Die Öl-Reserven sind laut Angaben des US-Energieministeriums um 3,7 Millionen Barrel auf 366,2 Millionen Barrel gesunken. Die Benzinbestände verringerten sich um 2,37 Millionen auf 203,7 Millionen Barrel. Die Destillate-Vorräte (Heizöl, Diesel) stiegen hingegen um 0,68 Millionen auf 124,2 Millionen Barrel.

Schwieriger Ausblick

Ein Ende der Misere ist aktuell nicht absehbar, heißt es bei Heizöl24. Nächster Bezugspunkt im Preis-Chart sei das Allzeithoch der Heizölpreise aus dem Juli 2008. Wird auch dieses Niveau bei 98 Dollar überschritten, müsse mit neuen Rekordpreisen gerechnet werden.

Fünf-Jahres-Chart zeigt steigende Heizölpreise  (Quelle: FastEnergy)Chart zeigt steigende Heizölpreise (Quelle: FastEnergy) Höhere Rohölpreise belasten allerdings die Konjunktur. Und eine schwächere Konjunktur wirkt sich wiederum dämpfend auf die Ölpreise aus. Ein Teufelskreis könnte losgetreten werden wie zuletzt 2008/09, als die Ölpreise innerhalb weniger Monate bis auf unter 50 Dollar massiv einbrachen (siehe Chart). Immerhin wäre das dann wieder vorteilhaft für private Heizölkäufer. Noch ist der Aufwärtstrend jedoch intakt.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Immobilien & Wohnen > Energie

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: