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Wegen Corona: Deutsche Süßwarenhersteller verkaufen weniger im Ausland

Wegen Corona  

Deutsche Süßwarenhersteller verkaufen weniger im Ausland

22.02.2021, 12:39 Uhr | dpa-AFX

Wegen Corona: Deutsche Süßwarenhersteller verkaufen weniger im Ausland. Deutsche Gummibärchen in einem italienischen Supermarkt: Die Süßigkeiten-Exporte sind zurückgegangen. (Quelle: imago images)

Deutsche Gummibärchen in einem italienischen Supermarkt: Die Süßigkeiten-Exporte sind zurückgegangen. (Quelle: imago images)

Weniger Nachfrage nach Schokolade, Bonbons und Gummibärchen made in Germany: Die Süßwarenindustrie hat in der Corona-Krise weniger im Ausland abgesetzt. Auslöser dafür waren unter anderem Lockdowns.

Die Exporte der deutschen Süßwarenindustrie sind 2020 wegen der Corona-Krise erstmals seit 20 Jahren gesunken. Insgesamt seien 2,2 Millionen Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert worden, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr, berichtete der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Montag in Bonn.

Der Exportumsatz sank sogar um 2,5 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Mengenmäßig geht rund die Hälfte der deutschen Süßwarenproduktion in den Export.

"Im Gegensatz zu anderen Krisen hat die Pandemie die Branche trotz ihrer großen Diversifizierung bei den Exportzielmärkten insgesamt getroffen und nicht nur in einzelnen Regionen", betonte der BDSI-Vorsitzende Bastian Fassin.

Geschlossene Grenzen erschwerten den Verkauf

Eine Hauptursache für die Einbußen im Export seien die verschiedenen Einschränkungen des Wirtschaftslebens in den wichtigsten Zielmärkten, betonte der Süßwaren-Verband. Während in Deutschland zumindest der Lebensmitteleinzelhandel durchgehend geöffnet blieb und die Menschen einkaufen konnten, wo sie wollten, war dies in anderen Ländern durch Einschränkung der Bewegungsfreiheit nicht der Fall.

Als weiterer Faktor kamen logistische Hürden hinzu. Vor allem zeitweise geschlossene Grenzen führten zu Schwierigkeiten und Verzögerungen in den Lieferketten sowie deutlich höheren Kosten.

Auch pandemiebedingt gestiegene Arbeitslosigkeit und dadurch sinkende Haushaltseinkommen in wichtigen Exportmärkten machten sich laut BDSI bemerkbar. Hierdurch sei die Nachfrage nach Süßwaren aus Deutschland gesunken, die gerade in Drittländern eher hochpreisiger seien.

Absatz im deutschen Einzelhandel stieg

Doch nicht nur das Exportgeschäft, auch die Geschäftslage der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie insgesamt hat sich laut BDSI wegen der Corona-Krise verschlechtert. Bei einer im Januar durchgeführten Konjunkturumfrage des BDSI unter seinen Mitgliedern beurteilten 65 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage zu Jahresbeginn 2021 schlechter als vor einem Jahr.

Zwar stieg der Süßwarenabsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, doch konnten die Zuwächse die Einbrüche im Export und in wichtigen Vertriebskanälen wie dem Süßwarenfachhandel, der Gastronomie, an Flughäfen oder auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten oft nicht ausgleichen. Zudem fehlten durch die langen Kontaktbeschränkungen für die Süßwarenbranche wichtige Geschenkanlässe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

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