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Haarausfall könnte zukünftig heilbar sein


Haarausfall könnte zukünftig heilbar sein

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 11.12.2022Lesedauer: 2 Min.
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Haarausfall ist meist erblich bedingt. Bei Männern fängt es oft mit Geheimratsecken an.
Haarausfall ist meist erblich bedingt. Bei Männern fängt es oft mit Geheimratsecken an. (Quelle: becon / Getty Images)
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Forscher glauben, die Ursache für kahle Stellen und Glatzen gefunden zu haben. Ein Eiweiß soll schuld am Haarausfall sein. Womöglich ist der Effekt umkehrbar.

Etwa jeder zweite 50-jährige Mann ist von Haarausfall betroffen. Mit 80 Jahren hat nur noch ein Fünftel der Männer volles Haar. Bei Frauen ist der altersbedingte Haarausfall deutlich seltener. Von zehn 70-Jährigen verlieren rund drei bis vier Personen Haare, die nicht mehr nachwachsen.

Studie macht Hoffnung auf Heilung

Eine Studie der University of California weckt Hoffnungen, dass Haarausfall zukünftig geheilt werden könnte. Die Schlüsselrolle dabei spielt das Protein TGF-beta. Im Laborversuch konnte nachgewiesen werden, dass eine Blockierung des Eiweißes das Haarwachstum ankurbeln kann.

Was bewirkt das Protein TGF-beta?

Wie die Forscher im Fachmagazin "Biophysical Journal" berichten, steuert das Protein TGF-beta das Wachstum der Haarfollikel, die die Haarwurzeln umgeben und in der Kopfhaut verankert sind. Das Protein ist sowohl für das Wachstum verantwortlich als auch für das Absterben der Haarfollikel.

"TGF-beta hat zwei entgegengesetzte Funktionen. Es hilft Haarfollikelzellen bei der Haarproduktion und später hilft es, die Apoptose, den Prozess des Zelltods, zu steuern", sagt Qixuan Wang, eine Mitautorin der Studie, in einer Pressemeldung der Universität. Allein die Menge mache den Unterschied: Wenn die Konzentration genau richtig sei, lasse sie neue Haare wachsen. Ein Zuviel des Proteins dagegen führe zu Haarausfall.

Wiederbelebung abgestorbener Haarfollikel

Für Menschen, die unter Haarausfall leiden, ist diese Erkenntnis wichtig. Denn Haarfollikel enthalten Stammzellen, aus denen sich neue, gesunde Zellen entwickeln können. "Selbst wenn ein Haarfollikel sich selbst abtötet, bleibt ein Bestand an Stammzellen erhalten", sagt Wang. Erhielten die überlebenden Stammzellen das Signal, sich zu erneuern, würden sie aktiviert und könnten neue Haarfollikel bilden.

Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es gelingt, den TGF-beta-Spiegel genau zu bestimmen, um abgestorbene Haarfollikel wiederbeleben zu können. Das könnte dann eines Tages zur Heilung von Haarverlust führen. Auf dieser Grundlage wäre in Zukunft eine Behandlung möglich, die Millionen von Menschen mit Glatze und kahlen Stellen auf dem Kopf wieder zu einer vollen Haarpracht verhelfen würde.

Kommt bald die Pille gegen Haarausfall?

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Wissenschaftler betonen, dass die Forschung noch am Anfang stehe. Dennoch glauben sie, dass die gewonnenen Erkenntnisse ein erfolgversprechender Ansatz für die Entwicklung eines Medikaments gegen Haarausfall sind.

Wann ein entsprechendes Präparat auf den Markt kommt, ist jedoch ungewiss. Bis es zur Zulassung eines Wirkstoffs kommt, müssen zunächst einmal weitere Untersuchungen und klinische Studien an größeren Patientengruppen folgen.


Vier Arten von Haarausfall

Anlagebedingter Haarausfall:
Diffuser Haarausfall:
+2

Haarausfall: Häufigste Form ist erblich bedingt

Jeder Mensch verliert am Tag zwischen 80 und 100 Haare – das ist vollkommen normal. Von Haarausfall spricht man hingegen im Allgemeinen, wenn jemandem täglich deutlich mehr als 100 Haare ausfallen. Der Leidensdruck bei Haarverlust ist meist groß. Die Ursachen können unterschiedlich sein.

Schuld sind meistens geschädigte oder schlecht durchblutete Haarwurzeln und Haarfollikel. Dies kann infolge von hormonellen Schwankungen, Stress oder einer Mangelernährung entstehen.

Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall: die sogenannte androgenetische Alopezie. Sie wird meist durch hormonelle Umstellungen ausgelöst. Bei Männern zeigt sich der erblich bedingte Haarausfall meist in Form von Geheimratsecken oder als Glatze. Hiervon können auch jüngere Männer betroffen sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • pubmed.ncbi.nlm.nih.gov: "A probabilistic Boolean model on hair follicle cell fate regulation by TGF-β", in: Biophysical Journal, Vol. 121, Issue 13 (5.7.2022)
  • news.ucr.edu: "The chemical controlling life and death in hair follicles", in: UC Riverside News, 25.7.2022
  • www.medizin-transparent.de: "Was hilft gegen Haarausfall?", Online-Informationen der Donau-Universität Krems, Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation (Stand: 30.7.2014)
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