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West-Nil-Virus: Griechenland warnt vor gefährlichem Virus

West-Nil-Fieber  

Griechenland warnt vor gefährlichem Virus

Von Alexandra Grossmann

18.06.2019, 14:24 Uhr
West-Nil-Virus: Griechenland warnt vor gefährlichem Virus. Eine Mücke auf der Haut: Die Tiere übertragen das West-Nil-Fieber auf den Menschen. (Quelle: Getty Images/doug4537)

Eine Mücke auf der Haut: Die Tiere übertragen das West-Nil-Fieber auf den Menschen. (Quelle: doug4537/Getty Images)

Das Virus hat sich in Griechenland ausgebreitet. Es wird von Mücken auf den Menschen übertragen und kann tödlich sein. Welche Länder betroffen sind und wie Sie sich schützen können.

Griechenlands Gesundheitsbehörden warnen Urlauber vor dem gefährlichen West-Nil-Erreger: "Das Virus hat sich in Griechenland etabliert", sagt Danai Pervanidou, Leiter des Zentrums für Kontrolle und Prävention von Krankheiten (KEELPNO): "Der Erreger hat sich in Griechenland durch Zugvögel etabliert. Wir empfehlen, dass jeder persönliche Schutzmaßnahmen ergreift."

Nach Angaben des "Guardian" infizierten sich im vergangenen Jahr 316 Griechen mit dem Virus, 50 unter ihnen starben. In diesem Jahr wurden laut KEELPNO sowohl in Städten als auch auf dem Land neue Fälle gemeldet. Es sei unmöglich, die Bewegungen des Virus vorherzusagen, so Pervanidou. "Aber wir wissen, dass es von Dörfern und Feuchtgebieten in ländlichen Gebieten in große städtische Zentren, einschließlich der Region um Athen und Thessaloniki, gezogen ist."

Symptome wie bei einer Grippe

Soweit bisher bekannt, vermehrt sich das Virus vor allem unter Vögeln. Bei ihnen infizieren sich Stechmücken und übertragen den Erreger dann auf Hunde, Pferde, Katzen – und Menschen. Die meisten merken davon nichts. Doch etwa 20 Prozent der Infizierten bekommen nach 2 bis 14 Tagen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Erbrechen und Durchfall.

Etwa ein Prozent entwickelt schwere neurologische Symptome wie Gehirn- und Hirnhautentzündung. Es kann dann zu Verwirrtheit, Sehverlust und Koma kommen. Auch Entzündungen anderer Organe wie Herzmuskel, Augen und Hoden sind möglich. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Dies teilt das Auswärtige Amt (AA) mit, das ebenfalls vor dem Virus bei Reisen nach Griechenland warnt.

Fast 50 Tote auch in Italien

Laut AA sind auch Italien-Urlauber gefährdet: Aus Italien seien im Jahr 2018 insgesamt 576 Fälle mit 46 Todesfällen gemeldet worden. Betroffen seien der Norden des Landes und Teile Sardiniens, so die Behörde.

Weitere Länder, in denen das Virus bisher aufgetreten ist:

  • Portugal
  • Frankreich
  • Rumänien
  • Ungarn
  • Serbien
  • Kosovo

Die Erkrankung, die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen (Südeuropa, mittlerer Osten, Afrika, Russland, Indien, Indonesien) vorkommt, trat seit einigen Jahren auch in den USA und Kanada gehäuft auf, so das Centrum für Reisemedizin (CRM). Auch aus Mexiko seien Fälle gemeldet worden.



Eine Impfung gegen das Fieber gibt es bisher nicht, nur der Schutz vor Mückenstichen hilft. Das AA empfiehlt, körperbedeckende helle Kleidung zu tragen, also lange Hosen und lange Hemden. Zudem sollten Reisende regelmäßig Insektenschutzmittel benutzen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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