Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomeGesundheit

Keuchhusten betrifft immer mehr Erwachsene


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild für einen TextEx-Skirennfahrerin ist totSymbolbild für einen TextScholz stellt sich vor falsche FahneSymbolbild für einen TextErdbeben: Opferzahl steigt dramatisch an
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

100-Tage-Husten trifft auch Erwachsene

t-online, dpa, stw

Aktualisiert am 26.10.2015Lesedauer: 2 Min.
Keuchhusten wird von den wenigsten Erwachsenen sofort erkannt.
Keuchhusten wird von den wenigsten Erwachsenen sofort erkannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Starke und krampfartige Hustenanfälle, manchmal sogar bis zum Erbrechen sind typische Warnsignale für Keuchhusten. Jahrelang galt dieser als reine Kinderkrankheit. In Deutschland leiden jedoch immer mehr Erwachsene am sogenannten 100-Tage-Husten. Trotzdem bleibt die Krankheit oft unentdeckt.

Keuchhusten, auch Pertussis genannt, äußert sich bei Erwachsenen oft anders als bei Kindern und Säuglingen. Älteren macht der Husten ähnlich stark zu schaffen.

Fälle von Keuchhusten nehmen zu

Erst 2013 wurde bundesweit eine Meldepflicht für Keuchhusten-Patienten eingeführt. Da es dauert, bis alle Patienten erfasst sind, dürften aktuell vorliegende Zahlen schätzungsweise niedriger sein, als die tatsächlichen Krankheitsfälle. 2013 wurden dem Robert-Koch-Institut rund 10.450 Fälle gemeldet, im darauffolgenden Jahr 2014 waren es schon 12.300. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Krankheitsfälle zunehmen. Zudem hat sich die Erkrankung deutlich in das Jugend- und Erwachsenenalter verschoben, berichtet das RKI.

Erwachsene zeigen andere Symptome

In den meisten Fällen beginnt die Krankheit mit einem harmlosen Schnupfen und leichtem Fieber. Anders als bei Säuglingen und Kindern geht Keuchhusten bei Erwachsenen aber viel seltener mit Fieber und Kribbeln im Hals einher. Besonders tückisch: Die schweren Hustenanfälle äußern sich nicht in einzelnen Anfällen, sondern der Husten tritt gleichmäßig und über einen längeren Zeitraum auf. Vor allem Raucher und Allergiker denken dann oft nicht an eine Infektionskrankheit, wegen der sie zum Arzt gehen sollten.

Aber auch wer sich untersuchen lässt, bekommt nicht immer die richtige Diagnose: Oft werden die Symptome eines Keuchhustens fälschlicherweise einer starken Bronchitis oder Asthma zugeordnet. So kann es vorkommen, dass der 100-Tage-Husten unentdeckt bleibt.

Keuchhusten bleibt 100 Tage lang

Erst nach einigen Wochen bricht die Krankheit richtig aus und die Hustenanfälle steigern sich Tag für Tag. Zusätzlich würgen Betroffene zähen Schleim hervor, teilweise bis zum Erbrechen. Das typische Keuchen ist aber nicht immer zu hören. Erst nach vier bis sechs Wochen lässt die akute Phase nach. Bis Betroffene keine Beschwerden mehr haben, vergeht noch einmal genauso viel Zeit, berichtet das RKI. Daher wird Keuchhusten auch als 100-Tage-Husten bezeichnet.

Gehirnblutung kann die Folge sein

Im Gegensatz zu Säuglingen ist Keuchhusten an sich für Erwachsene zwar nicht lebensbedrohlich. Er kann aber gefährliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen, zum Beispiel eine Lungenentzündung, Krampfanfälle oder Gehirnblutungen. Durch die starken Hustenanfälle kann es zudem zu einem Rippen- und Leistenbruch oder einem Bandscheibenvorfall kommen. Auch ein Hörverlust oder Schäden an den Blutgefäßen sind mögliche Folgen.

Keuchhusten ist ansteckend

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst. Durch Husten oder Niesen wird der Erreger übertragen. Die Ansteckungsgefahr mit Keuchhusten ist hoch: Die Infektionsrate bei engem Kontakt zu Erkrankten liegt laut RKI bei 80 Prozent. Eine Impfung schützt vor Keuchhusten, allerdings muss sie alle zehn Jahre wiederholt werden, sonst verliert sie ihre Wirkung.

Gerade Menschen, die häufigen Kontakt mit Babys haben, sollten sich laut dem RKI dringend impfen lassen, um nicht nur sich selbst, sondern auch die Kinder vor einer Ansteckung mit Keuchhusten zu schützen. Viele Ärzte empfehlen auch Schwangeren die Impfung. Damit wird das ungeborene Kind indirekt mitgeimpft.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Poststreik: Apotheker warnen vor unbrauchbaren Medikamenten
Von Ann-Kathrin Landzettel
Von Wiebke Posmyk
DeutschlandFieberHustenRKI
Ernährung







t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website