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Hitzschlag und Sonnenstich schnell erkennen – Warnsignale beachten

Im schlimmsten Fall tödlich  

Warnsignale beachten: So erkennen Sie einen Hitzschlag

15.06.2021, 13:47 Uhr | sah, t-online

Hitzschlag und Sonnenstich schnell erkennen – Warnsignale beachten. Mann schwitzt in der Sonne: Bei heißem Wetter ist die Gefahr groß, einen Hitzschlag zu erleiden. (Quelle: Getty Images/PraewBlackWhile)

Mann schwitzt in der Sonne: Bei heißem Wetter ist die Gefahr groß, einen Hitzschlag zu erleiden. (Quelle: PraewBlackWhile/Getty Images)

Bei Temperaturen von über 30 Grad kann Hitze zur Belastung werden: Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen – oder einem Hitzschlag. Wie Sie sich schützen und erste Anzeichen erkennen können.

Wenn es heiß ist, kann es schnell Probleme mit dem Kreislauf geben – mit manchmal ernsten Folgen. Darum sollten Sie bei ersten Anzeichen von einem Sonnenstich oder Hitzschlag schnell gegensteuern.

Denn anfangs kann der Körper hohe Temperaturen zwar noch durch Schwitzen ausgleichen. Wird er jedoch zu lange starker Hitze ausgesetzt, gerät das natürliche Kühlsystem aus dem Takt.

Sonnenstich: Diese Menschen sind besonders gefährdet

Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und Sonne machen dem Körper zu schaffen. Deshalb sollten Sie zum Schutz vor einem Sonnenstich eine Kopfbedeckung tragen. Das gilt insbesondere für Menschen mit wenig Haaren wie Säuglingen, Kindern und Menschen mit lichtem Haar oder Glatze.

Doch das bedeutet nicht, dass dichtes Haar vor Sonnenstich und Hitzschlag schützt: Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Die Strahlung reizt die Gehirnhäute unter der Schädeldecke. Eine Überhitzung kann jeden ereilen, ganz besonders Menschen mit geschwächtem Kreislauf.

Sonnenstich: Symptome auf einen Blick

Typische Symptome bei einem Sonnenstich sind:

  • Nacken- und Kopfschmerzen
  • Kopf und Nacken sind gerötet
  • Schwindel
  • Kreislaufprobleme
  • Erschöpfung
  • Unruhe
  • Übelkeit bis hin zu Erbrechen

Bei dem Verdacht auf einen Sonnenstich ist ein Fieberthermometer leider nutzlos: Häufig bleibt die Körpertemperatur unverändert. Hohes Fieber kann jedoch nach längerer Zeit auftreten. Das gilt übrigens für alle Symptome des Sonnenstichs: Fühlen Sie sich während des Sonnenbads wohl, ist das kein Indiz dafür, dass der Körper die hohen Temperaturen auch wirklich gut verträgt.

Die Dauer eines Sonnenstichs variiert von Mensch zu Mensch. Bei den einen klingen die Symptome innerhalb weniger Stunden ab, andere hingegen leiden bis zu zwei Tage lang unter den Beschwerden. Erwachsene erholen sich meist schneller als Kinder und Senioren.

Erste Hilfe bei einem Sonnenstich

Hitze: An heißen Tagen benötigt der Körper umso mehr Flüssigkeit. (Quelle: Getty Images/YuriyS)Hitze: An heißen Tagen benötigt der Körper umso mehr Flüssigkeit. (Quelle: YuriyS/Getty Images)

Folgende Maßnahmen können bei einem Sonnenstich helfen:

  • Gehen Sie sofort aus der Sonne und an einen kühlen Ort.
  • Kühlen Sie den roten und heißen Kopf vorsichtig mit nassen Tüchern.
  • Lagern Sie Ihren Oberkörper erhöht.
  • Trinken Sie ausreichend.
  • Wählen Sie im akuten Fall den Notruf 112.

Hitzschlag: Anzeichen sofort erkennen

Vom Sonnenstich zu unterscheiden ist der Hitzschlag. Er entsteht bei Schwüle sowie extremer Hitze und tritt auf, wenn der Körper aufgrund hoher Temperaturen mehr Wärme aufnimmt, als er abgeben kann. Die Folge können folgende Symptome sein:

  • Die Körpertemperatur steigt schlagartig an, teils in nur 15 Minuten auf bis zu 41 Grad.
  • Die Haut ist heiß, rot und sehr trocken.
  • Der Pulsschlag ist beschleunigt.
  • Betroffene sind unruhig, schläfrig, müde, erschöpft oder verwirrt.
  • Ein starkes Durstgefühl und Kopfschmerzen können auftreten.
  • Es kann zu Krämpfen und Erbrechen oder zu einem Schwindelgefühl kommen.
  • Verwirrtheit oder auch Halluzinationen können auftreten.
  • Es kann sogar zur Bewusstlosigkeit kommen.

Erste Hilfe bei einem Hitzschlag

Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich – und deshalb immer ein Fall für den Notarzt unter der Nummer 112. Bis Hilfe kommt, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen:

  • Holen Sie den Betroffenen sofort aus der Sonne und bringen Sie ihn in den Schatten.
  • Lagern Sie seinen Oberkörper hoch.
  • Bieten Sie etwas zu trinken an.
  • Kühlen Sie den Körper vorsichtig mit nassen Tüchern – besonders im Kopf- und Nackenbereich.
  • Ist die betroffene Person benommen, lagern Sie die Beine hoch; hat sie das Bewusstsein verloren, legen Sie sie in die stabile Seitenlage.

Achtung: Für Laien sind Sonnenstich und Hitzschlag oft schwer zu unterscheiden. Im Zweifelsfall daher lieber schnell die 112 wählen.

Sonnenstich und Hitzschlag vermeiden

Mittags, wenn die Sonne am höchsten steht, trifft die Hitze besonders direkt auf den Kopf. Daher sollten Sie die Mittagssonne meiden, um keinen Sonnenstich oder Hitzschlag zu bekommen. Schützen Sie Ihren Kopf und Nacken zudem am besten mit hellen Sonnenhüten – das gilt besonders für Kinder und Babys. Auch ein Sonnenschirm spendet Schatten.

Meiden Sie zudem körperliche Anstrengungen. Denn Menschen, die trotz Hitze Sport treiben, sind stark gefährdet. Alle, die auf ihre tägliche Bewegung nicht verzichten möchten, verlegen den Sport besser in die etwas kühleren Morgen- oder Abendstunden. Aber auch tobende Kinder müssen ganz besonders geschützt werden. Ungelüftete Räume, in denen sich die Hitze staut, können einen Hitzschlag ebenfalls begünstigen.

Generell ist es wichtig, ausreichend und vor allem auch gleichmäßig zu trinken. Am besten bekommen Sie gar nicht erst Durst, denn das ist schon ein Anzeichen für Flüssigkeitsmangel. Empfohlen sind mindestens 1,5 Liter am Tag, bei großer Hitze entsprechend mehr – idealerweise Wasser, Saftschorlen oder ungesüßter Tee.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Rettungsdienst.de
  • Nachrichtenagentur dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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