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Sodbrennen: Was hilft und was schadet

Tipps und Hausmittel  

Was gegen Sodbrennen am besten hilft

| vdb/ akl, t-online.de

Sodbrennen: Was hilft und was schadet. Sodbrennen: Fast jeder zweite Deutsche kennt das schmerzhafte Brennen in Hals und Speiseröhre.  (Quelle: Getty Images/ Tharakorn)

Sodbrennen: Fast jeder zweite Deutsche kennt das schmerzhafte Brennen in Hals und Speiseröhre. (Quelle: Tharakorn/Getty Images)

Fast jeder zweite Deutsche wird gelegentlich von Sodbrennen geplagt. Nach einem üppigen Essen oder dem Genuss von Alkohol und Kaffee tritt das schmerzhafte Brennen in Hals und Speiseröhre am häufigsten auf. Auch Nikotin sorgt häufig für saures Aufstoßen. Doch mit kleinen Tricks können Sie vorbeugen.

Ursachen von Sodbrennen

Sodbrennen zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Normalerweise sorgt ein Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen dafür, dass der Mageninhalt von oben nach unten durchrutscht, aber kein Magensaft wieder zurückfließen kann. Bei Sodbrennen ist dieser Mechanismus gestört. Magensäure oder saurer Magenbrei, die eigentlich im Magen bleiben sollten, fließen zurück in die Speiseröhre und greifen dort die empfindliche Schleimhaut an. Die Folge ist ein unangenehmes Brennen im Hals.

Typische Symptome bei Sodbrennen

Sodbrennen äußert sich in verschiedenen Beschwerden, die mehr oder weniger stark auftreten können. Die bekanntesten sind:

  • saures Aufstoßen
  • brennende Schmerzen hinterm Brustbein
  • Schmerzen im mittleren Oberbauch nach dem Essen
  • Beschwerden verschlechtern sich durch Bücken und Liegen
  • Schmerzen und Brennen beim Schlucken
  • Kloßgefühl im Hals
  • Heiserkeit und Husten
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Völlegefühl nach dem Essen

Sodbrennen: Schnelle Hilfe beim Arzt

Eine große Rolle für das unangenehme Leiden spielen die Essgewohnheiten: Fette, stark gewürzte oder gebratene, süße und saure Speisen fördern den Rückfluss von Speisebrei und sorgen für Sodbrennen. Geschieht das nur gelegentlich, ist es harmlos. 

Treten die Beschwerden jedoch mehrmals pro Woche auf, sollte man einen Arzt aufsuchen, da die zurückfließende Magensäure die Speiseröhre dauerhaft schädigen kann. Die Einnahme von sogenannten Säureblockern sollte man besser mit einem Mediziner besprechen. Denn häufig kommt es bei dauerhafter Anwendung sogar zu einer verstärkten Säureproduktion. Auch Durchfälle sind oft die Folge.

Der Gang zum Arzt ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig. Hinter Sodbrennen können sich nämlich auch ernsthafte Krankheiten verbergen. Infrage kommen unter anderem:

  • Refluxkrankheit (Refluxösophagitis)
  • Erkrankungen des Magens wie Reizmagen oder Magenschleimhautentzündung
  • Zwerchfellbruch

Nur Sodbrennen oder Reflux? In den westlichen Ländern haben bis zu 20 von 100 Menschen immer wieder mal Beschwerden wie Sodbrennen oder Aufstoßen. Beides kann zwar unangenehm sein, hat aber keine gravierenden gesundheitlichen Folgen. Wer jedoch sehr häufiges oder starkes Sodbrennen hat und dabei oft aufstößt, könnte eine Refluxkrankheit (Refluxösophagie) haben. Die Erkrankung bleibt meist dauerhaft bestehen und tritt in der Regel in Schüben auf. Über Ernährung und Medikamente lassen sich die Beschwerden bei Reflux lindern. In schweren Fällen kann eine Operation nötig sein.

Langsam essen und gründlich kauen

Oft können schon ein paar kleine Änderungen bei den Essgewohnheiten die Beschwerden lindern. Besonders wichtig ist es, langsam zu essen und gründlich zu kauen. So gelangt genug Speichel in den Speisebrei. In ihm befinden sich Enzyme, die für die Spaltung der Nahrung in ihre Bestandteile entscheidend sind.

Zum Essen sollten Sie statt vielen Gläsern Wein oder Bier lieber reichlich stilles Wasser trinken - auch das fördert die Verdauung. Wer ein Festessen gibt, sollte berücksichtigen, dass es sich mit vollem Magen schlecht schläft. Wenn möglich, sollten Sie das Mahl deshalb auf den Mittag legen. Ganz wichtig für den effektiven Kampf gegen das saure Brennen ist, sich bei fettigen Speisen und späten Mahlzeiten einzuschränken.

Hausmittel und Medikamente gegen Sodbrennen

Bei leichtem Sodbrennen kann eine bewusstere Ernährung bereits helfen. Alt bewährte Hausmittel wie beispielsweise Kartoffel- oder Möhrensaft, ein Glas lauwarmes Wasser oder Sellerie als Tee getrunken, können in manchen Fällen bereits akute Beschwerden lindern.

Bringen die Mittel keine Linderung, ist eine medikamentöse Therapie angesagt. Gute Wirkung zeigt häufig ein sogenanntes Antazidum, also ein Stoff der die Magensäure neutralisiert. In der Regel werden hierbei Carbonate benutzt wie zum Beispiel Natron. Lassen Sie sich jedoch von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie das Mittel einnehmen. Die Medikamente können nämlich bei einigen Personen Blähungen zur Folge haben. Um dies zu vermeiden, können Aluminiumhydroxid oder Magnesiumhydroxid eingenommen werden. Bei häufigem Sodbrennen helfen Medikamente wie Protonenpumpenhemmer oder H2-Hemmer. Wenn Sie jedoch häufig unter Sodbrennen leiden, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt konsultieren, um die Ursache herauszufinden.

Bei Sodbrennen kein Nikotin und wenig Kaffee

Mäßigung geboten ist bei Süßigkeiten, Alkohol und Nikotin. Diese bezeichnet man auch als "Säure-Locker", weil sie die Produktion von Magensäure zusätzlich ankurbeln. Gleiches gilt für koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola und Energydrinks, aber auch schwarzen und grünen Tee. Ein bis zwei Tassen Kaffee sind für einen gesunden Verdauungstrakt kein Problem, wenn es aber mehr wird, sollte man auf koffeinfreien oder Getreidekaffee umschwenken.

Wer häufiger mit Sodbrennen zu tun hat, sollte sich auch bei Frucht- und Gemüsesäften sowie Limonaden etwas zurückhalten. Sie sind von sich aus schon säuerlich und verstärken noch den Angriff der Magensäure auf die Speiseröhre.

Bewährtes Mittel: Bewegung an der frischen Luft

Ist der Magen einmal übersättigt, hilft Bewegung. Ein Verdauungsspaziergang oder eine Sporteinheit können wahre Wunder wirken.

Auch die frische Luft hat einen positiven Effekt auf Ihre Verdauung. Zudem haben sich auch einige Esslöffel trockene Haferflocken bewährt, da das Getreide die überschüssige Säure aufnimmt. und verhindern, dass der Mageninhalt wieder aufsteigt

Diese Tees helfen bei Sodbrennen

Auch ein warmer Tee kann helfen. Am besten ist es, Sie trinken einen Anis-Fenchel-Kümmel- oder Kamillentee. Er beruhigt den Magen und wirkt gegen Blähungen.

Auch die Wärme tut gut. Abzuraten ist von Pfefferminztee: Minze enthält ätherische Öle, die den Magen bei Sodbrennen zusätzlich reizen. Gegen letzteres helfen außerdem ein Glas Milch, etwas Magerquark oder fettarmer Joghurt. Diese Milchprodukte binden die aggressive Magensäure.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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