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Erste Hilfe: Erfrierungen und Unterkühlung behandeln

Erste Hilfe bei Kälte  

So erkennen und behandeln Sie Erfrierungen und Unterkühlung

24.02.2018, 12:54 Uhr | ks, t-online.de, dpa-tmn

Erste Hilfe: Erfrierungen und Unterkühlung behandeln. Raus aus der Kälte: Bei einer Unterkühlung helfen warme Getränke ohne Alkohol – aber am besten drinnen. (Quelle: Getty Images/ArtShotPhoto)

Raus aus der Kälte: Bei einer Unterkühlung helfen warme Getränke ohne Alkohol – aber am besten drinnen. (Quelle: ArtShotPhoto/Getty Images)

Erste Hilfe bei Unterkühlung kann Leben retten. Dabei ist die Zufuhr von Wärme allerdings nicht immer die richtige Maßnahme. Anhand welcher Symptome Sie die Ausmaße der Unterkühlung erkennen können, und wie Sie Betroffenen richtig helfen, erfahren Sie hier.

Bei Minusgraden drohen Erfrierungen – an Zehen und Fingern zum Beispiel, an den Ohren oder der Nase. Vor allem Kinder fangen sich gleichzeitig oft eine Unterkühlung ein, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Diese sollte man immer zuerst behandeln.

So erkennen Sie eine Unterkühlung

Ob durch einen Sturz in eisiges Wasser oder aufgrund schlechter Kleidung: Um die richtige Erste Hilfe bei Unterkühlung leisten zu können, sollten Sie anhand der Symptome entscheiden, welchen Grad diese erreicht hat – und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Eine leichte Unterkühlung äußert sich dadurch, dass der Betroffene zittert, schnell und tief atmet und die Lippen blau sind. Seine Herzfrequenz ist erhöht und die Haut blass, weißgrau und kalt. Manchmal bilden sich auch blaurote Flecken. Betroffene sind häufig zunächst aufgedreht und werden mit der Zeit immer ruhiger.

Bei Unterkühlung ist schnelle Hilfe gefragt

Erste Maßnahme sollte es hier sein, die unterkühlte Person raus aus der Kälte an einen warmen Ort zu bringen. Sind Sie sich um deren Gesundheitszustand nicht sicher, sollten Sie auch nicht zögern, den Notruf (112) zu alarmieren. Entfernen Sie gegebenenfalls anschließend kalte und eventuell nasse Kleidung und hüllen Sie den unterkühlten Körper in eine warme Decke oder geben Sie der Person trockene Kleidung.

Tee mit Zucker ja – Alkohol nein

Die unterkühlte Person sollte sich nur langsam und behutsam aufwärmen, weshalb Sie es vermeiden sollten, aktiv Wärme zuzuführen. Wärmflaschen sind entsprechend nicht die richtige Erste Hilfe bei Unterkühlung. Reichen Sie stattdessen warme und gezuckerte Getränke wie Tee – niemals jedoch alkoholische Getränke. Aufgrund ihrer gefäßerweiternden Wirkung hemmen sie das Aufwärmen, statt es zu beschleunigen. Der Raum sollte ebenfalls nur warm sein, nicht überheizt.

Richtige Maßnahmen bei Symptomen für starke Unterkühlung

Akute Lebensgefahr besteht, wenn Sie Symptome einer starken Unterkühlung feststellen können. Die betroffene Person weist dann eine verlangsamte Atmung auf und leidet unter Muskelstarre. Sie reagiert kaum auf Schmerzen und droht durch zunehmende Müdigkeit bewusstlos zu werden. Rufen Sie auf jeden Fall umgehend den Rettungsdienst.

Die richtige Erste Hilfe bei Unterkühlung leisten Sie in diesem Fall, indem Sie die betroffene Person in die stabile Seitenlage bringen und dabei im Idealfall so zudecken, dass sie komplett in eine Decke oder wärmende Kleidungsstücke wie Jacken eingehüllt ist. Laut dem Deutschen Roten Kreuz sollten Sie jedoch keine weiteren Versuche unternehmen, dem unterkühlten Körper Wärme zuzuführen. Ist der Körper bereits zu sehr unterkühlt, kann es nämlich zum sogenannten Bergungstod kommen: Kaltes Blut aus den Gliedmaßen kann sich mit warmem Blut aus dem Körperstamm vermischen – ein Kreislaufschock droht. 

Betroffenen beruhigen und Rettungsdienst rufen

Bei Verdacht auf Erfrierungen sollten die betroffenen Stellen locker abgedeckt und erwärmt werden. Hände zum Beispiel lassen sich in den Achselhöhlen gut aufwärmen. Rubbeln oder reiben sollte man an kalten Körperteilen aber nicht, warnt das DRK. Das kann zu noch schlimmeren Verletzungen führen. Verfärbt sich die Haut an der verdächtigen Stelle unter Schmerzen weiß, gelblich oder grau, sollten Betroffene zum Arzt gehen.

Versuchen Sie stattdessen beruhigend auf den Patienten einzuwirken, bis die Rettungskräfte vor Ort sind. Überprüfen Sie regelmäßig die Vitalzeichen, also Atmung oder Puls, und leiten Sie bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen ein. (Wiederbelebung: So holen Sie jemanden zurück ins Leben)

Verwendete Quellen:
  • dpa-tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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