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Hodenkrebs: Auf diese Symptome sollten MĂ€nner achten

Von t-online, mwe

Aktualisiert am 25.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Anatomie der Hoden: MĂ€nner sollten ihre Hoden regelmĂ€ĂŸig selbst abtasten.
Anatomie der Hoden: MĂ€nner sollten ihre Hoden regelmĂ€ĂŸig selbst abtasten. (Quelle: Nerthuz/getty-images-bilder)
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Hodenkrebs ist bei 20- bis 40-jĂ€hrigen MĂ€nnern die hĂ€ufigste Tumorart – im FrĂŒhstadium aber fast immer heilbar. Diese typischen Anzeichen fĂŒr einen Tumor sollten Sie kennen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Hodenkrebs: Symptome lassen sich ertasten
  • Verlauf: Stadien beim Hodenkrebs
  • Diagnose: Das macht der Arzt
  • Behandlung: Hodenkrebs fast immer heilbar
  • Ursachen: Erhöhtes Risiko durch Hodenhochstand

In Deutschland erkranken immer mehr MÀnner an Hodenkrebs (Hodenkarzinom): mehrere Tausend Neuerkrankungen sind es jÀhrlich. Vor allem bei jungen MÀnnern zwischen 20 und 40 Jahren tritt der bösartige Tumor auf. Dass etwas mit den Hoden nicht stimmt, können Betroffene meist selbst bemerken.


Sieben Prostata-Fakten

Fakt 1: Die Prostata hat die Form einer umgedrehten Pyramide. Die Prostata liegt im Becken unterhalb der Harnblase und umgibt den oberen Teil der Harnröhre.
Fakt 2: 20 Gramm schwer. Nach der PubertÀt bis etwa zum 40. Lebensjahr wiegt die Prostata 20 Gramm, ist drei Zentimeter lang und vier Zentimeter breit.
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Um die Krankheit möglichst frĂŒh zu erkennen, raten Mediziner zur Selbstuntersuchung: MĂ€nner ab 20 Jahren sollten ihre Hoden regelmĂ€ĂŸig – mindestens alle sechs Monate – auf VerĂ€nderungen abtasten. Am besten geht das beim Duschen oder Baden, denn dann ist die Haut weich und entspannt. In der Regel treten die Symptome nur an einem der beiden Hoden auf.

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Hodenkrebs: Symptome lassen sich ertasten

Tastbare VerhĂ€rtungen oder Schwellungen am Hoden sind erste Anzeichen einer Krebserkrankung. Diese können sowohl schmerzlos als auch schmerzhaft sein. Ein Ziehen oder SchweregefĂŒhl im Hoden oder der Leiste sind ebenfalls typische Symptome.

ZusĂ€tzlich kann es zur Ansammlung von Wasser um den Hoden kommen. Wenn VerĂ€nderungen am Hoden auftreten, die einer EntzĂŒndung gleichen, sich die Symptome aber nicht durch Antibiotika oder andere Medikamente behandeln lassen, könnte dies ebenfalls ein Hinweis auf ein Hodenkarzinom sein.

Da sich die Krebserkrankung auch auf die Produktion des mĂ€nnlichen Geschlechtshormons Testosteron auswirkt, macht sich der Tumor meist auch durch vermindertes Lustempfinden oder Schmerzen in den BrustdrĂŒsen bemerkbar.

Symptome bei Hodenkrebs im Überblick:

  • tastbare VerhĂ€rtungen am Hoden
  • Schwellungen am Hoden
  • SchweregefĂŒhl oder Ziehen im Hoden oder in der Leiste
  • VergrĂ¶ĂŸerung der DrĂŒsen an einer oder an beiden BrĂŒsten
  • Schmerzen auf einer Brustseite
  • Ansammlung von FlĂŒssigkeit um den Hoden (Hydrozele)
  • VerĂ€nderungen am Hoden, die auf eine EntzĂŒndung hindeuten, aber durch Antibiotika nicht verschwinden
  • Abnahme des sexuellen Verlangens (Libido)

Verlauf: Stadien beim Hodenkrebs

Im fortgeschrittenen Stadium können weitere Symptome in anderen Bereichen des Körpers auftreten, je nachdem, wo der Tumor TochtergeschwĂŒlste (Metastasen) bildet. Nachdem die Wucherung die Kapsel, die die Hoden umgibt, durchbrochen hat, befĂ€llt sie zunĂ€chst benachbartes Gewebe wie Nebenhoden und Samenstrang.

Gelangen Krebszellen auch in die LymphgefĂ€ĂŸe, verbreiten sich diese bis zu den Lymphknoten im hinteren Bauchraum, was oft RĂŒckenschmerzen hervorruft. Über die BlutgefĂ€ĂŸe kann der Krebs ebenfalls andere Organe befallen. Bei Hodenkrebs bilden sich Metastasen besonders hĂ€ufig in der Lunge, was zu Atemnot fĂŒhren kann.

Diagnose: Das macht der Arzt

Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, mit AuffĂ€lligkeiten am Hoden sofort zum Arzt zu gehen. Denn im FrĂŒhstadium kann Hodenkrebs praktisch immer geheilt werden, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen zwar noch gut, die Behandlung ist allerdings langwieriger.

Bei Verdacht auf Krebs tastet der Urologe zunĂ€chst die Hoden ab. Werden dabei ungewöhnliche VerĂ€nderungen festgestellt, folgt in der Regel eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Untersuchung des Bluts auf bestimmte Tumormarker im Labor. Zur eindeutigen Diagnose ist eine Gewebeentnahme (Biopsie) notwendig. Um außerdem festzustellen, ob sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben, kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, Computertomographie oder Magnetresonanztomographie zum Einsatz.

Anatomie der Hoden: MĂ€nner sollten ihre Hoden regelmĂ€ĂŸig selbst abtasten.
Anatomie der Hoden: MĂ€nner sollten ihre Hoden regelmĂ€ĂŸig selbst abtasten. (Quelle: Nerthuz/getty-images-bilder)

Behandlung: Hodenkrebs fast immer heilbar

Fast immer wird der betroffene Hoden mitsamt Nebenhoden und Samenstrang operativ entfernt (Orchiektomie). Bei der anschließenden Therapie ist dann entscheidend, in welchem Stadium sich der Tumor befindet und um welche Tumorart (Seminon oder Nicht-Seminon) es sich handelt.

Zur ErklÀrung: Die Hoden bestehen aus unterschiedlichen Zelltypen, aus denen sich jeweils bösartige Tumoren entwickeln können. In 90 Prozent der FÀlle handelt es sich bei Hodenkrebs um sogenannte Keimzelltumoren. Diese entwickeln sich also in den Keimzellen (Seminome) des Hodens, aus denen auch die Samenzellen gebildet werden. Hat sich der Tumor hingegen aus mehreren Gewebearten gebildet, spricht man von Nicht-Seminom. Beide Arten werden unterschiedlich behandelt.

WĂ€hrend bei einem Seminon nach der Operation eine Strahlentherapie oder Chemotherapie folgt, wird beim Nicht-Seminom keine Strahlentherapie eingesetzt, da die entsprechenden Zellen nicht strahlenempfindlich sind. Stattdessen steht die Entfernung von Lymphknoten aus dem hinteren Bauchraum zur Option.

Befindet sich der Tumor noch in einem frĂŒhen Stadium, beschrĂ€nkt sich also nur auf den Hoden, besteht zudem die Möglichkeit, auf eine Strahlentherapie oder Chemotherapie zu verzichten und den Patienten in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden daraufhin zu untersuchen, ob sich TochtergeschwĂŒlste gebildet haben (Überwachungsstrategie).

Gut zu wissen: Die Angst vieler MĂ€nner, mit nur einem Hoden impotent oder unfruchtbar zu werden, ist in den meisten FĂ€llen unbegrĂŒndet. Das tritt oft nur wĂ€hrend der Therapie auf. Ist die Behandlung abgeschlossen, fĂŒhren die meisten Patienten ein ganz normales Leben und sind noch zeugungsfĂ€hig.

Ursachen: Erhöhtes Risiko durch Hodenhochstand

Die genauen Ursachen von Hodenkrebs sind bislang nicht geklĂ€rt. Doch es gibt bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung eines bösartigen Tumors im mĂ€nnlichen Hoden begĂŒnstigen. Neben genetischen Faktoren ist dies vor allem der Hodenhochstand: Einer oder beide Hoden befinden sich in solch einem Fall nicht im Hodensack, sondern in der Bauchhöhle. Selbst wenn der Hochstand im Kindesalter behoben wurde, besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko, in spĂ€teren Jahren an Hodenkrebs zu erkranken.

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Eine eingeschrĂ€nkte Fruchtbarkeit sowie eine angeborene Fehlanlage der HarnröhrenmĂŒndung, die sogenannte Hypospadie, können ebenfalls in Zusammenhang mit dem Auftreten von Hodenkrebs stehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
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