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Grüner Star: Diese Therapiemöglichkeiten gibt es

Augenerkrankung  

Grüner Star: Diese Therapiemöglichkeiten gibt es

01.08.2012, 14:30 Uhr | wp (CF) / niw

Grüner Star: Diese Therapiemöglichkeiten gibt es. Grüner Star: Augendruck mit Augentropfen senken (Quelle: imago images)

Grüner Star: Augendruck mit Augentropfen senken (Quelle: imago images)

Grüner Star – in der Medizin auch Glaukom genannt – ist eine tückische Augenerkrankung, die schleichend verläuft und oft erst zu spät festgestellt wird. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann sie zur Erblindung führen. Deshalb ist es empfehlenswert, dass Grüner Star früh erkannt und behandelt wird.

Wie Grüner Star entsteht

Unsere Augen enthalten eine Flüssigkeit, das so genannte Kammerwasser. Es ist dafür verantwortlich, elementare Nährstoffe an die Linse und an die Hornhaut des Auges zu liefern, da diese keine Versorgung über Blutgefäße bekommen. Durch Kanäle in den Winkeln der Augen fließt das Kammerwasser wieder zurück in die Blutbahn. Sind diese Kanäle verstopft, staut sich das Wasser im Auge, was zu einem Druckanstieg im Augeninneren führt. Dabei können der Sehnerv und die Nerven der Netzhaut erheblich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Leider bemerken Betroffene die Augenkrankheit erst dann, wenn es schon fast zu spät ist, und der Sehnerv bereits irreparable Schäden davongetragen hat - deswegen ist eine regelmäßige Vorsorge beim Augenarzt das A & O. Wie focus.de berichtet, gehen "rund 15 Prozent aller Erblindungen auf Glaukome zurück". Viele spüren überhaupt nicht, dass Ihre Gesundheit in Gefahr ist, denn der Grüne Star kommt schleichend. Man bemerkt den erhöhten Druck im Auge nicht, die Einschränkung des Sichtfelds von außen nach innen kann durch das Gehirn zunächst ausgeglichen werden, indem es die fehlenden Elemente ersetzt. Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel werden häufig fehlgedeutet. Dem Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung e.V. zufolge leiden allein in Deutschland circa 800.000 Menschen an einem Glaukom.

lifestyle.t-online.de: Grüner Star ist schwer zu erkennen

Risikofaktoren für Grünen Star

Einige Risikofaktoren können die Entstehung eines Glaukoms begünstigen. Dazu zählen unter anderem Stress, Gefäßerkrankungen, Diabetes oder starke Kurzsichtigkeit. Auch wenn bereits Erkrankungen in der Familie bekannt sind, können Sie gefährdet sein. Augenärzte raten den Risikogruppen deshalb zu einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung.

Da das Risiko einer Erkrankung mit zunehmenden Alter steigt, sollten sich auch Personen ab 40 Jahren alle zwei bis fünf Jahre daraufhin untersuchen zu lassen, rät der Initiativkreis zur Glaukomfrüherkennung e.V. Die Kosten für eine umfassende Vorsorgeuntersuchung (Messung des Augendrucks, Untersuchung des Sehnervs, Gesichtsfeldprüfung) muss der Patient selbst tragen, die Krankenkassen übernehmen diese nur in Ausnahmefällen. (Vorsorge schützt vor Glaukom)

Therapieformen beim Grünen Star

Diagnostiziert Ihr Augenarzt Grünen Star bei Ihnen, sollte die Behandlung unverzüglich beginnen. Ziel der Therapie ist eine Drucksenkung sowie die Entfernung von überschüssigem Gewebe im Auge, welches die Kanäle verstopft. Über das Verfahren entscheidet der Arzt je nach Fortschritt der Krankheit und der Art des Glaukoms. Ist die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten, beginnt die Behandlung zunächst mit Augentropfen, die durch eine Verminderung der Produktion von Kammerwasser den Augeninnendruck senken sollen. Dazu gehören unter anderem beispielsweise Beta-Blocker oder Carboanhydrasehemmer. Mittlerweile sind viele dieser Augentropfen ohne Konservierungsstoffe erhältlich und somit verträglicher.

Die Laserbehandlung

Sollten die Medikamente keine Besserung herbeiführen, kann man den Grünen Star auch mit einem Lasereingriff behandeln. Dabei perforiert der Arzt mit gebündelten Laserstrahlen die Kanäle, so dass das Kammerwasser besser abfließen kann und somit der Augendruck vermindert wird. Der Eingriff unter örtlicher Betäubung dauert in der Regel bloß ein paar Minuten, muss aber meist von Zeit zu Zeit wiederholt werden.

Operation von Grünem Star

Wenn alle anderen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann man eine Operation am Auge in Erwägung ziehen. Auch hier gibt es verschiedene Methoden, die alle auf eine Verbesserung des Abflusses oder eine Verminderung der Produktion von Kammerflüssigkeit hinzielen. Bei der häufig angewandten sogenannten Trabekulektomie beispielsweise, werden künstliche Abflusswege für das Kammerwasser geschaffen.

Allerdings kann man durch diese Maßnahmen nur versuchen, das verbliebene Sehvermögen zu erhalten. Das komplette Sehvermögen kann nach einer Operation allerdings nicht wieder hergestellt werden. Ebenso wenig lassen sich Schäden am Sehnerv reparieren. Es kommt häufig vor, dass nach einer Operation zu viel oder zu wenig Kammerwasser abfließt. Aus diesem Grund ist auch die Einnahme von Medikamenten ein in der Therapie gegen Glaukom-Entwicklung eingesetztes und probates Mittel. Mit den Medikamenten beugen Sie zudem einem eventuellen Verschluss der Kanäle in den Augenwinkeln vor, auch nach erfolgreichen Operationen. Grüner Star erfordert folglich in jedem Fall ausgiebige Nachuntersuchungen sowie langjährige Medikation.

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Deshalb ist eine Früherkennung durch Vorsorge wichtig. Je früher ein Glaukom erkannt wird, desto besser sind die Möglichkeiten, die Krankheit in den Griff zu bekommen und weitere Schädigungen am Auge einzudämmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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