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Diese roten Flecken können auf Hautkrebs hinweisen

Von t-online, dpa-tmn, mra

Aktualisiert am 29.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Dermatologe untersucht den Hautausschlag: Rote Flecken können auf Hautkrebs hindeuten.
Ein Dermatologe untersucht den Hautausschlag: Rote Flecken können auf Hautkrebs hindeuten. (Quelle: simarik/getty-images-bilder)
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Bestimmte Flecken auf der Haut können ein Anzeichen für hellen Hautkrebs sein. Wie die Hautveränderungen aussehen und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ursachen für Weißen Hautkrebs: UV-Strahlen schädigen die Hautzellen
  • Tumor-Arten des hellen Hautkrebses
  • Hautveränderungen als Krebs-Vorstufen
  • Behandlung: Gute Heilungschancen bei früher Diagnose
  • Vorbeugung: Hautkrebsrisiko durch Sonnenschutz mindern

Weißer oder heller Hautkrebs gilt als die häufigste Krebsart. Er kommt etwa zehnmal so häufig vor wie der weitaus bekanntere – und gefährlichere – schwarze Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend. Das Problem: Der helle Hautkrebs ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt.

Definition: Heller oder auch Weißer Hautkrebs bezeichnet Tumore, die nicht aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entstehen, wie es bei Schwarzem Hautkrebs der Fall ist. Er kann hautfarben sein, aber auch in Form von roten Flecken oder Knoten auftreten.

Ursachen für Weißen Hautkrebs: UV-Strahlen schädigen die Hautzellen

Heller Hautkrebs entsteht vor allem durch die ultravioletten (UV-)Strahlen der Sonne. Sie schädigen das Erbgut der Hautzellen. Diese Schäden kann der Körper zwar in einem gewissen Maße erkennen und reparieren. Wenn die Haut der Sonne jedoch zu intensiv und zu lange ausgesetzt ist, bekommt das körpereigene Abwehrsystem Probleme. Dann können Krebszellen entstehen.

"Jährlich gibt es allein in Deutschland rund 200.000 Neuerkrankungen", sagt Prof. Eggert Stockfleth vom Hauttumorzentrum an der Charité in Berlin.

Tumor-Arten des hellen Hautkrebses

Zum hellen Hautkrebs zählen:

Basalzellkrebs

Die häufigste Form des hellen Hautkrebses ist der Basalzellkrebs, auch Basalzellkarzinom oder Basaliom genannt. "Rund vier von fünf Patienten leiden unter dieser Form. Häufig tritt der Basalzellkrebs im höheren Alter ab etwa 50 Jahren auf", sagt Prof. Claus Garbe vom Universitätsklinikum Tübingen.

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Basalzellkarzionome wachsen vorwiegend auf der Glatze oder an den sogenannten Sonnenterrassen im Gesicht – auf der Stirn, an den Wangen, auf der Nase oder den Ohren. Sie bilden zwar in der Regel keine Metastasen, können aber umliegendes Gewebe zerstören. "Im Anfangsstadium sehen sie aus wie leicht gerötete Flecken, die erhaben oder auch eben sein können", beschreibt Garbe sie. "Mit der Zeit verkrustet der Tumor dann und kann auch bluten."

Stachelzellkrebs (Plattenepithelkarzinom)

Eine seltenere Form des hellen Hautkrebses ist der Stachelzellkrebs, auch Plattenzellkarzinom oder Spinaliom genannt. Obwohl überwiegend an sonnenexponierten Körperstellen zu finden, kann der Stachelzellkrebs grundsätzlich alle Körperteile befallen. Vor allem Menschen um die 70 Jahre mit sonnengegerbter Haut sind gefährdet.

"Ein Plattenzellkarzinom beginnt in der Regel als roter Knoten, der so verhornt, dass sich seine Oberfläche wie Sandpapier anfühlt", schildert Garbe. Im Gegensatz zum Basalzellkrebs kann der Stachelzellkrebs metastasieren, also Tochterzellen bilden.

Hautveränderungen als Krebs-Vorstufen

Eine Frühform des Plattenepithelkarzinoms ist die aktinische Keratose. Etwa zehn Prozent der Patienten entwickeln sich im Laufe der Zeit zu einem Plattenzellkarzinom. Auch sie treten vorwiegend auf der Glatze oder an den Sonnenterrassen im Gesicht auf. Aktinische Keratosen sind häufig nur mehrere Millimeter groß. Mit ihrer rauen Oberfläche ähneln sie dem Plattenzellkarzinom. Im Gegensatz zu diesem sind sie jedoch auf die oberste Hautschicht begrenzt und streuen nicht.

Behandlung: Gute Heilungschancen bei früher Diagnose

So unterschiedlich die Formen des hellen Hautkrebses sind – eines ist allen gemein: Je früher man ihn diagnostiziert, desto größer sind die Heilungschancen. "Wer eine komische Stelle auf seiner Haut bemerkt, sollte deswegen sofort zum Hautarzt gehen", rät Prof. Uwe Reinhold, Vorsitzender von Onkoderm, einem bundesweiten Netzwerk von auf Krebs spezialisierten Hautärzten. In den meisten Fällen reiche ein chirurgischer Eingriff aus, um den Tumor vollständig zu entfernen.

Nicht-chirurgische Alternativen seien beispielsweise eine Strahlen- oder Kältetherapie sowie die photodynamische Therapie. Bei dieser werden die Tumore zuerst mit wirkstoffhaltigen Cremes oder Gelen vorbehandelt und dann mit speziellen Lichtquellen bestrahlt. "Welche Therapie die richtige ist, kann aber nur der Hautarzt entscheiden."

Vorbeugung: Hautkrebsrisiko durch Sonnenschutz mindern

Um es nicht erst so weit kommen zu lassen, ist ein effektiver Sonnenschutz die beste Vorbeugung gegen Hautkrebs und generell Hautkrankheiten – mit Sonnenschutzmittel, hautbedeckender Kleidung und dem Meiden der Sonne vor allem in der Mittagszeit.

Grundsätzlich gilt: Je heller die Haut, desto sonnenempfindlicher sind die Menschen. Kinder und Menschen mit Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, seien ebenfalls besonders gefährdet. "Gleiches trifft auf Patienten zu, die sich einer Organtransplantation unterziehen mussten", sagt Reinhold. Jeder Sonnenbrand erhöhe das Hautkrebsrisiko, ergänzt Stockfleth.

Wer ganz sicher gehen will, sollte neben den vorbeugenden Maßnahmen regelmäßig das Hautkrebsscreening nutzen: Ab dem 35. Lebensjahr haben Personen mit gesetzlicher Krankenversicherung alle zwei Jahre Anspruch auf eine Vorsorgeuntersuchung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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