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Scharlach bei Erwachsenen und Kindern: Ansteckung und Symptome

Bis zu fünf Tagen  

Ansteckung und Inkubationszeit bei Scharlach

19.06.2018, 15:04 Uhr | mp (CF), t-online.de

Scharlach bei Erwachsenen und Kindern: Ansteckung und Symptome. Scharlach tritt meist bei Kindern im Vorschulalter auf. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Besonders in Gemeinschaftseinrichtungen kann man sich schnell mit Scharlach anstecken. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Scharlach ist vor allem als Kinderkrankheit bekannt, kann aber auch Erwachsene treffen. Schon während der Inkubationszeit besteht die Gefahr, die Krankheit weiterzugeben. Erfahren Sie hier alles zur Ansteckung, Inkubationszeit der Krankheit und welche Symptome auf Scharlach hinweisen.

Die Kinderkrankheit Scharlach (lat. Scarlatina) ist hoch ansteckend und tritt vermehrt im Herbst und Winter auf. Ansteckungsgefahr besteht vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten, aber auch in Büros, wenn sich die Eltern bei ihren Kindern angesteckt haben. Je schneller die Infektionskrankheit erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr.

Die Ansteckung mit Scharlach kann auf zwei Arten erfolgen

Die sogenannte Tröpfcheninfektion ist eine Möglichkeit der Ansteckung. Das bedeutet, dass Körperflüssigkeiten einer kranken Person beim Niesen oder Husten in die Luft gelangen. Scharlach wird durch Streptokokken-Bakterien der Gruppe A (Streptococcus pyogenes) verursacht, welche über das Einatmen in die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum eindringen. 

Eine Schmierinfektion ist ein weitaus seltenerer Ansteckungsweg von Scharlach. In diesem Fall befinden sich die Scharlach-Erreger auf alltäglichen Gegenständen, die ein Erkrankter benutzt hat – zum Beispiel auf Geschirr oder Spielzeug. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch durch verunreinigte Lebensmittel hervorgerufen werden.

Inkubationszeit bei Scharlach

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen bei Scharlach einige Tage. Meist machen sich die ersten Beschwerden nach ein bis drei Tagen bemerkbar. Nur selten dauert die Inkubationszeit länger – insgesamt sind bis zu fünf Tage möglich. Wird sofort eine Behandlung mit Antibiotika angeordnet, kann die Ansteckungsgefahr schon innerhalb von 24 Stunden vorbei sein. Werden keine Medikamente verordnet, ist Scharlach noch bis zu drei Wochen nach Ausbruch der Krankheit ansteckend.

Erste Beschwerden und Symptome: heftig oder unspezifisch

Die Streptokokken-Bakterien bilden Giftstoffe (Toxine), wodurch folgende Symptome verursacht werden:

  • Hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden
  • geröteter Rachen
  • geschwollene Lymphknoten und Mandeln
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Im weiteren Verlauf zeigen sich typische Scharlach-Symptome:

  • Belegte Zunge erst weiß, dann himbeerfarben – die sogenannte Himbeerzunge (auch Erdbeerzunge genannt).
  • Hautausschlag aus roten, stecknadelgroßen Flecken. Bei wiederholter Ansteckung kann der Hautausschlag auch fehlen.
  • Sogenannter „Milchbart“ – das Dreieck um den Mund und das Kinn sind vom Hautausschlag nicht betroffen und wirkt milchig blass.

Wann dürfen Kinder wieder in die Kita oder zur Schule?

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist Scharlach eine meldepflichtige Krankheit. Bei Einnahme von Antibiotika kann das Kind in der Regel schon nach zwei Tagen wieder in den Kindergarten oder zur Schule gehen. Ohne eine medikamentöse Behandlung durch den Arzt ist der Besuch der Kita oder der Schule erst dann erlaubt, wenn die Symptome – unter anderem der Ausschlag – vollständig abgeklungen sind – frühestens aber nach drei Wochen. Geschwister, die noch gesund sind, sollten erst dann wieder zur Schule oder in die Kita gehen, wenn es der Arzt erlaubt. 

Sollte das Kind noch Hautausschlag haben, reagieren viele Kindergärten und Schulen empfindlich, auch wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Sprechen Sie mit dem behandelten Kinderarzt über eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Ein schriftliches ärztliches Attest ist aber generell nicht erforderlich. 

Komplikationen und Spätfolgen

Wird eine Scharlacherkrankung nicht rechtzeitig behandelt oder die Therapie mit Antibiotika zu früh abgebrochen, sind folgende Begleiterscheinungen möglich:

  • Mandelentzündung
  • Lungenentzündung
  • Mittelohrentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung

In selteneren Fällen können sich zudem Folgeerkrankungen und Spätfolgen wie rheumatisches Fieber oder eine Nierenentzündung entwickeln.

Keine Immunität nach überstandener Scharlach-Erkrankung

Da es verschiedene Arten von Streptokokken-Typen der Gruppe A gibt, ist man nach überstandener Scharlach-Erkrankung nur gegen diese eine spezifische Art von Streptokokken immun, die die Krankheit ausgelöst hat. An allen anderen Streptokokken-Varianten der Gruppe A kann man immer wieder erkranken. Deshalb können auch Erwachsene noch Scharlach bekommen, wenn auch seltener als Kinder. Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

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