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Diese Krankheiten werden durch Mücken übertragen


Diese Krankheiten werden durch Mücken übertragen

aj (CF)

Aktualisiert am 28.06.2017Lesedauer: 3 Min.
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Die asiatische Tigermücke gehört zur Gattung Aedes und ist Überträger des Dengue-Fieber.
Die asiatische Tigermücke gehört zur Gattung Aedes und ist Überträger des Dengue-Fieber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Auch wenn die winzigen Tierchen harmlos aussehen – die Liste der Krankheiten durch Mückenstiche ist lang. Beim Blutsaugen übertragen die fliegenden Insekten Malaria, Gelbfieber, Dengue-Fieber und das Zika-Virus. Die fünf häufigsten, durch Mücken übertragene Krankheiten, stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Das Wichtigste im Überblick


  • 1.) Malaria: Tropenkrankheit gelangt nach Europa
  • 2.) Gelbfieber: Vom Affen zum Menschen
  • 3.) Dengue-Fieber: Keine Impfung möglich
  • 4.) Zika-Virus: Rasante Ausbreitung in Brasilien
  • 5.) West-Nil-Fieber

1.) Malaria: Tropenkrankheit gelangt nach Europa

Malaria gilt als eine der bekanntesten Krankheiten durch Mückenstiche. Besonders verbreitet ist sie in den tropischen Regionen der Welt, da für die Übertragung eine gewisse Mindesttemperatur über einen längeren Zeitraum erforderlich ist, wie die Seite "mückenschutz-info.de" erklärt. Die Krankheit wird durch die Anopheles-Mücke übertragen und durch einzellige Erreger der Gattung Plasmodium verursacht.

Weil Seuchenbekämpfung und Medikation viel Geld kosten, verbreitet sich die Malaria in ärmeren Regionen besonders leicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung, die dem Risiko einer durch Mücken übertragenen Malaria ausgesetzt sind. In den Tropen und Subtropen werden jährlich über 300 Millionen Infektionen und rund eine Million Todesfälle gemeldet.


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Durch die zunehmende Globalisierung hat sich die Malaria zu der bedeutendsten importierten Tropenkrankheit in Europa entwickelt, berichtet die Seite "internisten-im-netz.de". In Deutschland werden jährlich etwa 700 Fälle bei rückkehrenden Reisenden gemeldet. Ein bis drei Prozent der Fälle verlaufen tödlich.

2.) Gelbfieber: Vom Affen zum Menschen

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung die durch Stechmücken der Gattung Aedes übertragen wird. Die Zahl der Gelbfieber-Infektionen steigt – und das, obwohl es seit Jahrzehnten einen hochwirksamen Impfstoff gegen diese Krankheit gibt. Das Problem: Die Impfquote liegt in Afrika und Südamerika unter den erforderlichen 85 Prozent. Laut Schätzungen der WHO fallen weltweit etwa 200.000 Menschen pro Jahr der Erkrankung zum Opfer.

Es wird zwischen verschiedenen Infektionswegen unterschieden:

  • Beim sogenannten Busch- oder Dschungelfieber zirkuliert das Virus zwischen Affen und Mücken, wobei Menschen nur zufällig infiziert werden.
  • Beim urbanen Gelbfieber übertragen die aggressiven Blutsauger den Virus in Ballungsräumen von Mensch zu Mensch und sind verantwortlich für große Epidemien über weite Landstriche.
  • In waldnahen, kleinen Siedlungen, wo Mücken, Menschen und Affen eng beieinander leben, zirkuliert das Virus zwischen Tieren und Menschen.

Asien, Australien, Europa und Ozeanien derzeit als gelbfieberfrei. Vor einer Reise ins tropische Afrika oder nach Südamerika sollten sich Reisende aber unbedingt vorab informieren, ob eine Impfung vorgeschrieben ist.

3.) Dengue-Fieber: Keine Impfung möglich

Ebenso wie Gelbfieber wird das Virus, welches Dengue-Fieber auslöst, von Stechmücken der Gattung Aedes übertragen. Mediziner konnten bisher noch keinen einheitlichen und wirkungsvollen Impfstoff gegen die Viruserkrankung entwickeln. Deshalb kann sie nur symptomatisch behandelt werden. Die WHO vermutet, dass sich weltweit jedes Jahr etwa 50 Millionen Menschen infizieren, von denen zweieinhalb bis fünf Prozent sterben.

Besonders verbreitet ist das Virus in den tropischen und subtropischen Regionen Zentral- und Südamerikas, Süd- und Südostasiens sowie Afrikas, wie die Seite "tropeninstitut.de" berichtet. Durch vermehrte Reiseaktivitäten in betroffene Länder ist die Anzahl der Fälle von Dengue-Fieber in Deutschland in den letzten Jahren stark gestiegen. 2012 wurden mehr als 600 Menschen wegen des Virus behandelt. Häufigstes Infektionsland war dabei Thailand.

4.) Zika-Virus: Rasante Ausbreitung in Brasilien

Auch für die Übertragung des Zika-Virus sind Stechmücken der Gattung Aedes, genauer die Ägyptische Tigermücke (Eades aegypti) verantwortlich. Die meisten Fälle der Infektionskrankheit treten derzeit in lateinamerikanischen Ländern, allen voran Brasilien, auf. Entdeckt wurde das Zika-Virus erstmals 1947 im Zika-Wald in Uganda.

Die Erkrankung selbst verläuft meist harmlos und ähnelt in der Symptomatik einer gewöhnlichen Grippe, weshalb die Infektion nach Angaben der Süddeutschen Zeitung in vier von fünf Fällen unbemerkt verläuft.

Problematisch ist, dass der Erreger das Potenzial hat, sich global auszubreiten und zu bisher kaum bekannten Folgeerkrankungen führen kann. So kann das Virus zu schweren Fehlbildungen bei Babys infizierter Mütter führen. Schwangeren und Frauen, die planen, schwanger zu werden, sollten daher Reisen in Risikogebiete vermeiden, da keine Impfmöglichkeit besteht. Ansonsten besteht für Deutschland und Europa bisher keine unmittelbare Gefahr.

5.) West-Nil-Fieber

Das West-Nil-Fieber wird durch Viren ausgelöst und von Stechmücken übertragen. Vor allem frei lebende Vögel tragen das West-Nil-Virus in sich und haben es mittlerweile weit verbreitet – auch in Europa. Eine Infektion führt laut dem Gesundheitsportal "onmeda.de" nur bei jedem Fünften zu leicht grippeähnlichen Symptomen, in den restlichen Fällen verläuft sie ohne Symptome. Nur bei alten und immungeschwächten Menschen kann es zu schweren, mitunter auch lebensbedrohlichen Verläufen kommen. Dabei können Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen auftreten. Eine Impfung gegen das West-Nil-Fieber gibt es nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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