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Atypische Pneumonie: Symptome der viralen Lungenentzündung

Virale Lungenentzündung  

Atypische Pneumonie: Symptome und Behandlung

28.06.2018, 08:57 Uhr | kk (CF), fsch

Atypische Pneumonie: Symptome der viralen Lungenentzündung. Die sogenannte "kalte" Lungenentzündung kommt meist ohne Fieber, aber dafür mit Kopf- und Gliederschmerzen. (Quelle: Getty Images/PhotoAlto/Frederic Cirou)

Die sogenannte "kalte" Lungenentzündung kommt meist ohne Fieber, aber dafür mit Kopf- und Gliederschmerzen. (Quelle: PhotoAlto/Frederic Cirou/Getty Images)

Eine atypische Pneumonie oder virale Lungenentzündung weist ein schwächeres Krankheitsgefühl auf als eine bakterielle Lungenentzündung, sollte aber dennoch dringend behandelt werden. So erkennen und behandeln Sie die Symptome.

Was ist eine atypische Pneumonie?

Husten, Fieber, Schüttelfrost – die Symptome einer Lungenentzündung (Pneumonie) sind meist eindeutig. Allerdings nur, wenn sie durch Bakterien (Pneumokokken) verursacht wird. Eine Lungenentzündung kann jedoch auch durch andere, so genannte atypische Erreger hervorgerufen werden. Dann spricht man von einer atypischen Pneumonie. 

Ursachen und Verlauf der viralen Lungenentzündung

Die häufigsten atypischen Erreger neben Viren sind Chlamydien, Legionellen und Mykoplasmen. Sie werden von Abwehrzellen aufgenommen und gelangen so in das Zwischengewebe der Lunge, wo sie zur Entzündung des Lungengewebes führen. Da dieser Prozess eine Weile dauert, entwickelt sich die atypische Lungenentzündung vergleichsweise langsam. 

Die atypische Pneumonie ist nicht wie die typische Lungenentzündung auf einen Teil der Lunge begrenzt. Der Entzündungsherd kann zentral gelagert oder im gesamten Lungengewebe verstreut sein. Besonders häufig betroffen sind jüngere Menschen ohne Vor- oder Begleiterkrankungen. 

Typische Symptome einer atypischen Pneumonie

Während bei einer bakteriellen Lungenentzündung die ersten Symptome sehr schnell auftreten, setzen sie bei einer viralen Erkrankung schleichender ein. Erst nach mehreren Tagen bemerken die Betroffenen Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Schüttelfrost und Fieber treten eher selten auf, weshalb man oft auch von einer "kalten" Lungenentzündung spricht. Erhöht sich die Körpertemperatur, steigt sie nur selten über 39 Grad Celsius.

Auch der für eine bakterielle Lungenentzündung so typische Auswurf beim Husten bleibt aus. Vielmehr ist der Husten eher trocken. Dafür wird er im Verlauf immer quälender und hält vergleichsweise lange an.

Je nach Erreger unterscheiden sich die Symptome voneinander. So ähnelt das Krankheitsbild einer durch Legionellen ausgelösten Pneumonie eher dem einer typischen Lungenentzündung.

Symptome der typischen und atypischen Pneumonie im Vergleich:

SymptomeTypische PneumonieAtypische Pneumonie
Hustenproduktiver Husten mit eitrigem Auswurfunproduktiver trockener Reizhusten ohne Auswurf
Fieber> 39°C< 39°C
Schüttelfroststarkselten
Kopfschmerzenseltenstark
Gliederschmerzenseltenstark
Atembeschwerdenstarkselten

Diagnose: Röntgenbild meist nicht eindeutig

Während ein Röntgenbild der Lunge bei einer bakteriellen Lungenentzündung häufig klare Ergebnisse liefert, ist bei der atypischen Pneumonie manchmal nur ein Schatten erkennbar. Aufgespürt werden die Viren durch Harnuntersuchungen, Blutuntersuchungen und spezielle DNA-Tests zur Diagnostik von Krankheitserregern. 

Therapie: Atypische Pneumonie symptomatisch behandeln

Im Gegensatz zur bakteriellen Pneumonie kann eine virale Lungenentzündung nicht ursächlich, sondern lediglich symptomatisch behandelt werden. Antibiotika werden bei einer viralen Lungenentzündung daher nur dann verschrieben, wenn gleichzeitig eine bakterielle Infektion vorliegt. Ansonsten ist die Einnahme sinnlos, da Viren nicht auf Antibiotika ansprechen.

Die Therapie besteht demnach darin, die Symptome zu lindern. So können gegen den trockenen Husten Hausmittel, wie Tee und Lutschbonbons, eingesetzt werden. Gegen die Kopf- und Gliederschmerzen helfen Schmerzmittel. Zudem sind Bettruhe und Schonung angeraten. Auch sollten Patienten viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Ausgenommen von diesem Hinweis sind Personen mit Herz- oder Nierenerkrankungen; diese sollten die Trinkmenge mit ihrem Arzt individuell abstimmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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