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Soziale Phobie: Ursachen für die Angst vor Menschen

Rätselhafte Krankheit  

Soziale Phobie: Ursachen für die Angst vor Menschen

04.08.2014, 16:17 Uhr | om (CF)

Wenn jemand Angst vor Menschen hat und sich aufgrund dessen zunehmend aus dem gesellschaftlichen Leben zurückzieht, bezeichnen Psychologen dies als Soziale Phobie. Die Ursachen hierfür sind – wie bei so vielen psychischen Störungen – sehr schwer eindeutig zu identifizieren.

Warum haben Menschen Angst vor Menschen?

Dass ein Mensch Angst vor Menschen haben soll, klingt zunächst paradox, handelt es sich doch um dieselbe Spezies: Aussehen und Verhalten müssten eigentlich vertraut und nicht angsterregend sein. Und doch entwickeln manche Menschen eine Soziale Phobie: Sie haben Angst, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren, ihrem Gegenüber in die Augen zu schauen oder andere Personen versehentlich zu berühren.

Die Ursachen für diese Angst sind genauso schwer zu fassen wie das Phänomen selbst. Das kann für Betroffene selbst, aber auch für deren Angehörige sehr unbefriedigend und belastend sein. Mitunter sind undifferenzierte Schuldzuweisungen und Probleme innerhalb der Familie oder im Freundeskreises die Folge.

Forschung liefert noch keine klaren Antworten

Zunächst sind die Ursachen der Angststörung in der Kindheit zu suchen, genauer in der frühkindlichen Entwicklung. Wurden soziale Kontakte in der Vergangenheit von den Eltern immer unterbunden, war der Stil der Erziehung insgesamt eher ablehnend, erniedrigend, diktatorisch oder sehr vom Urteil anderer geprägt, kann sich bei Kindern irgendwann Angst vor Menschen entwickeln.

Eine soziale Phobie ist auch unter Opfern häuslicher oder sexueller Gewalt sowie anderer traumatischer Erlebnisse weit verbreitet. Welche Ursachen aber in welchem Maße einen Einfluss haben können, darüber streiten sich die Experten. Diskutiert werden psychosoziale, psychologische, biologische und genetische Ursachen. Dass beispielsweise Schüchternheit oder eine starke physiologische Erregbarkeit Risikofaktoren darstellen, ist laut dem "Bundesverband der Selbsthilfe Soziale Phobie" noch nicht eindeutig bewiesen.

Soziale Phobie: Mögliche lernpsychologische Ursachen

Nach dem lernpsychologischen Ansatz erlernt ein Mensch die Angst vor Menschen. Wie das Gesundheitsportal "onmeda.de" erklärt, verändert sich die Bewertung einer ehemals neutralen Situation oder Umgebung dadurch, dass die Person einmal Angst verspürt. Wird die Situation oder Umgebung zukünftig gemieden, und die Angst nicht durch ein gegenteiliges Erlebnis neutralisiert, verstärkt sich die Soziale Phobie zusätzlich.

Auch körperliche Symptome können auftreten. Angst führt unter gewissen Umständen zu einem erhöhten Pulsschlag, roten Wangen, Unruhe und sogar Herzrasen. Diese Reaktionen rufen wiederum Stress und verstärkte Angst hervor – ein Teufelskreis. Gerät die Person ungewollt erneut in die gleiche Situation, empfindet sie Angst vor der Angst, was eine Panikstörung oder eine Depression nach sich ziehen kann.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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