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Syphilis: Symptome der Geschlechtskrankheit

Erste Anzeichen  

Syphilis: Symptome der Geschlechtskrankheit

30.01.2020, 14:24 Uhr | t-online.de, loe

Syphilis: Symptome der Geschlechtskrankheit. Syphilis: Die Geschlechtskrankheit verläuft in vier Phasen. (Quelle: Getty Images/ jarun011)

Syphilis: Die Geschlechtskrankheit verläuft in vier Phasen. (Quelle: jarun011/Getty Images)

Syphilis verläuft in vier Krankheitsstadien, die Symptome sind bei Mann und Frau gleich. Lesen Sie hier, welche Anzeichen auf eine Infektion hinweisen und warum eine Therapie unabdingbar ist.

Syphilis ist eine hochansteckende Geschlechtskrankheit, die beim Geschlechtsverkehr durch Bakterien übertragen wird. Sie befällt, nicht behandelt, den gesamten Körper. Welche akuten Syphilis-Symptome sich nach einer Infektion mit Syphilis-Erregern zeigen, hängt vom jeweiligen Krankheitsstadium ab – unterschieden wird hier zwischen vier verschiedenen, von denen für gewöhnlich drei bis vier durchlaufen werden. Im Einzelfall kann es zu Abweichungen kommen. So erkennen Sie die Krankheit.

Unentdeckte Syphilis kann zu Organschäden und bis zum Tod führen

Nur bei jeder zweiten Infektion treten die typischen Symptome einer Syphilis auf. Eine unentdeckte Erkrankung kann entweder ausheilen oder über Jahrzehnte hinweg bestehen und zu Organschäden führen. Bedenken Sie daher, sich beim Geschlechtsverkehr ausreichend zu schützen.

Gehen Sie schon bei den ersten Anzeichen zum Arzt, damit die Krankheit frühzeitig festgestellt werden kann. Wird keine Syphilis-Therapie eingeleitet, verbreitet sich der Erreger im zweiten Stadium nach zwei bis drei Monaten schließlich über das Blut im gesamten Organismus.

Syphilis-Symptome im Primärstadium

Die ersten Symptome der Syphilis treten meist zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung auf und zeigen sich oft in Form von Hautveränderungen. Typisch ist ein etwa hirsekorngroßer, dunkelroter Knoten oder Fleck – für gewöhnlich im Genitalbereich. Auch der Brust- und Mundbereich oder andere Körperstellen können betroffen sein. Meistens tritt der Knoten dort auf, wo das Bakterium in den Körper gelangt ist.

Ein offenes, an den Rändern scharf begrenztes und nässendes Geschwür ist meist die Folge. Auch die in der Nähe liegenden Lymphknoten können anschwellen. 

Syphilis-Symptome im Sekundärstadium

Nach zwei bis drei Monaten wird der Erreger über den Blutkreislauf zerstreut. Im Sekundärstadium können folgende Syphilis-Symptome auftreten:

  • Abgeschlagenheit
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper, insbesondere an Hals und Achseln
  • Nicht juckender Hautausschlag an Händen und Füßen

Die zuerst fleckigen Hautveränderungen des Ausschlags werden nach einiger Zeit oft zu bräunlichen, schuppenden oder nässenden Knötchen. Die Symptome können zeitweise schlimmer oder weniger schlimm sein, erneut aufflammen und nach circa einem Jahr abklingen. Die Krankheit besteht aber meist weiterhin.

Syphilis-Symptome im Tertiärstadium

Bleibt eine Syphilis-Therapie aus, sind bei Fortschreiten der Krankheit weitere Symptome möglich. Ungefähr 25 Prozent der Infektionen geht in diese Phase über. Diese kann auch erst Jahrzehnte nach der Infektion auftreten.

Mögliche Symptome sind:

  • Knoten an Organen, im Mundbereich und auf der Haut
  • Durchblutungs- und Sehstörungen
  • Herzklappen-Insuffizienz
  • Innere Blutungen

Syphilis-Symptome im Quartärstadium

Im vierten Stadium der Geschlechtskrankheit sind Rückenmarksschäden möglich. Diese erkennt man an folgenden Symptomen:

  • stichartige Schmerzen im Bauch- und Brustbereich
  • Gangunsicherheiten
  • Gefühlsstörungen
  • Störungen der Blasen- und Darmfunktion und 
  • Lähmungen

Im schlimmsten Fall drohen Erkrankten ohne Syphilis-Therapie geistige Ausfallserscheinungen, Halluzinationen und Demenz bis hin zum Tod. Daher ist es ratsam bei ersten Anzeichen einen Arzt aufzusuchen. Dieser verschreibt ein Antibiotikum, welches die Bakterien bekämpft.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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