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Alzheimer und Demenz: Symptome – sieben Stadien einer Erkrankung


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Das sind die sieben Stufen der Alzheimer-Demenz

t-online, nibu

Aktualisiert am 23.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Demenz-Symptome: In sieben Stadien verändert sich der erkrankte Mensch.
Demenz-Symptome: In sieben Stadien verändert sich der erkrankte Mensch. (Quelle: Adobe Stock / LIGHTFIELD STUDIOS)
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Alzheimer – die häufigste Form von Demenz – beginnt oft schleichend und führt zu typischen Symptomen. Wann es ernst wird und welche Risikofaktoren es gibt.

Das Wichtigste im Überblick


Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Alzheimer-Demenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Psychiater Alois Alzheimer. Typisch für die Erkrankung sind eine allmählich nachlassende Konzentrationsfähigkeit sowie der schleichende Verlust der Gedächtnisleistung. Je weiter das Leiden fortgeschritten ist, desto herausfordernder wird es für die Betroffenen, ihr Leben allein zu meistern.


Fotoserie: Die zehn häufigste Alzheimer-Irrtümer

1. Alzheimer und Demenz sind das Gleiche: Falsch. Alzheimer ist nur eine spezielle Form der Demenz. Daneben gibt es jedoch zahlreiche andere Demenz-Varianten wie zum Beispiel die vaskuläre oder die Lewy-Körperchen-Demenz. Allerdings betreffen zwei Drittel aller Demenzfälle die Alzheimer-Krankheit.
Reha-Maßnahmen sind sinnlos: Das stimmt so nicht. Auch wenn Alzheimer unheillbar ist, haben Maßnahmen zur Stärkung der Alltagsfähigkeiten und zur Steigerung des Selbstwertgefühls einen positiven Effekt. Hierdurch wird die häusliche Situation maßgeblich entspannt und eine stationäre Unterbringung in vielen Fällen hinausgezögert
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Laut einem von der Alzheimer's Association erarbeiteten System schreitet die Erkrankung in der Regel in sieben Stufen voran. Entwickelt wurde es von Barry Reisberg, Klinikdirektor der New York University School of Medicine's Silberstein Aging and Dementia Research Center. Die Stadien der Krankheit können sich allerdings überlagern, sodass eine klare Abgrenzung schwierig sein kann.

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Alzheimer und Demenz: Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit dem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Gedächtnis und Orientierung einhergehen. Dass mit zunehmendem Alter Gedächtnisprobleme auftreten, ist zunächst ein normaler biologischer Alterungsprozess, der noch nichts darüber aussagt, ob tatsächlich eine ernste Krankheit vorliegt.
Morbus Alzheimer stellt eine spezielle Form der Demenz dar. Daneben gibt es weitere Demenzformen wie die vaskuläre Demenz oder die Lewy-Körper-Demenz. Nur der Arzt kann feststellen, ob und welche Form der Demenz vorliegt und auf dieser Basis eine Therapie empfehlen.

Alzheimer-Stufe eins: Keine erheblichen Beeinträchtigungen

In der ersten Stufe zeigt der Patient noch keine Symptome für Demenz.

Alzheimer-Stufe zwei: Mit Gedächtnislücken fängt alles an

Erst ab der zweiten Stufe zeigen Betroffene ein leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen. Diese Anzeichen können auch einer altersbedingten Veränderung zuzuordnen sein.

Zum Beispiel werden häufiger Dinge verlegt oder die Person kann über einzelne Gedächtnislücken klagen. Auch Wortfindungsstörungen sind ein typisches Symptom in dieser Phase der Krankheit. Der Arzt kann jedoch noch keine Demenzsymptome feststellen.

Alzheimer-Stufe drei: Vergessen von Wörtern

In diesem Stadium der Erkrankung haben Betroffene zunehmend Probleme, sich zurechtzufinden. So fällt es ihnen schwerer, sich an das richtige Wort oder den richtigen Namen zu erinnern. Sie entwickeln Probleme bei der Ausführung von Aufgaben im sozialen oder Arbeitsumfeld oder vergessen Inhalte, die sie gerade gelesen haben.

Ab Alzheimer-Stufe vier wird es ernst

Ab diesem Krankheitsstadium wird ein sorgfältiges Gespräch mit einem Arzt empfohlen. Mögliche Symptome der fortschreitenden Demenz sind dann:

  • Vergessen von kurz zurückliegenden Ereignissen
  • Probleme beim Lösen von Rechenaufgaben, zum Beispiel dem Rückwärtszählen in größeren Zahlenschritten
  • Schwierigkeiten beim Durchführen komplexerer Aufgaben, beispielsweise der Planung einer Essenseinladung
  • Vergesslichkeit bezüglich der eigenen Vergangenheit

Der Betroffene merkt in diesem Demenz-Stadium deutlich, dass mit ihm etwas nicht stimmt und er immer vergesslicher wird. Dieses Bewusstsein über den eigenen geistigen Abbau führt im Zuge der Erkrankung oft zu Niedergeschlagenheit und einem sozialen Rückzug.

Alzheimer-Stufe fünf: Orientierungslos in Zeit und Raum

Ab dem fünften Stadium der Krankheit nehmen die Störungen zu und die Erkrankten benötigen meist Hilfe im Alltag. Viele können sich zum Beispiel nicht mehr an die eigene Adresse erinnern und leiden unter massiven Orientierungsstörungen in Bezug auf Zeit und Ort. Sie können sich nicht mehr selbstständig dem Wetter angemessene Kleidung auswählen.

Darüber hinaus fällt das Kopfrechnen nun noch schwerer, einfache Aufgaben können nicht mehr gelöst werden. Jedoch sind Demenzkranke auf dieser Stufe noch in der Lage, selbstständig zu essen und auf die Toilette zu gehen.

Alzheimer-Stufe sechs: Der Mensch wird zum Pflegefall

Der an Alzheimer Erkrankte benötigt jetzt umfassende Hilfe und kann nicht mehr allein leben. Manche Betroffene können jetzt:

  • Kurz zurückliegende Ereignisse nicht mehr richtig wahrnehmen
  • Bekannte Gesichter nicht mehr von fremden unterscheiden
  • Hilfe beim Ankleiden benötigen
  • Veränderungen am Schlafverhalten feststellen
  • Hilfe beim Toilettengang benötigen
  • Probleme bei der Blasen- und Darmkontrolle haben
  • Tendenz zum Umherirren haben

Häufig kommt es zudem vor, dass sich der Charakter und das Benehmen des Erkrankten wandeln. Zu den typischen Persönlichkeitsveränderungen gehört zum Beispiel ein Misstrauen gegenüber anderen oder zwanghaftes, wiederholtes Handeln wie zum Beispiel das Ringen mit den Händen.

Keine Interaktion mehr in Alzheimer-Stufe sieben

Das siebte Krankheitsstadium ist das traurige Endstadium dieser Krankheit: Der Betroffene kann sich seinem Umfeld nicht mehr mitteilen. Er kann keine Unterhaltung mehr führen. Auch die Fähigkeit zu lächeln, den Kopf gerade zu halten oder aufrecht zu sitzen, verschwindet.

Ein weiteres Symptom der fortschreitenden Demenz ist, dass die Muskeln erstarren und das Schlucken immer schwerer fällt. Der Kranke ist ein schwerer Pflegefall, der die Angehörigen überfordert. Viele suchen daher externe Hilfe bei der Betreuung oder wählen ein Pflegeheim für ihren Angehörigen.

Risikofaktoren für die Alzheimer-Demenz

Das Alter ist der bedeutendste Risikofaktor für Alzheimer. Mit den Jahren können sich Eiweißablagerungen im Gehirn (Plaques) bilden, die die Nervenzellen schädigen. Veränderungen im Denken, Handeln und Wahrnehmen sind die Folge.


Neben dem Alterungsprozess und genetischen Faktoren spielen auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei der Entstehung von Alzheimer eine Rolle, da das Gehirn über den Blutkreislauf mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Ein übermäßiger Alkoholgenuss, Rauchen sowie Übergewicht erhöhen das Erkrankungsrisiko ebenfalls.

An Alzheimer-Demenz erkranken normalerweise vor allem ältere Menschen. Es gibt jedoch Varianten, die sich bereits bei 20-Jährigen ausprägen. Ursache sind dann Mutationen der sogenannten Präsenilin-Gene. Diese familiäre Belastung tritt jedoch äußerst selten auf.

Auch Diabetes wird im Zusammenhang mit Alzheimer diskutiert. Forschungen haben gezeigt, dass ein vermindertes Ansprechen der Körperzellen auf Insulin mit einer verschlechterten Gedächtnisleistung in Verbindung steht. Depressionen, Schlafmangel sowie schwere Kopfverletzungen gelten ebenfalls als mögliche Risikofaktoren.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Deutsche Homepage der Alzheimer's Association
  • Deutsche Alzheimer-Gesellschaft
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Von Andrea Goesch
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