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Studie: Diabetes wird auch durch schlechte Luft ausgelöst

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Achtung Feinstaub!  

Studie: Diabetes wird auch durch schlechte Luft ausgelöst

04.07.2018, 13:58 Uhr | Larissa Koch, t-online.de, lk

Studie: Diabetes wird auch durch schlechte Luft ausgelöst. Mann im Auto isst einen Schokoladen-Donut (Quelle: Getty Images/tommaso79)

Süßes im Straßenverkehr: Einer Studie zufolge könnte das eine kritische Mischung sein. Zucker und Abgase in größeren Mengen fördern jeweils Diabetes. (Quelle: tommaso79/Getty Images)

Rund 6,7 Millionen Deutsche sind an Diabetes erkrankt. Und es werden täglich mehr. US-Wissenschaftler wollen nun neben Zucker, Übergewicht und Bewegungsmangel einen weiteren Auslöser von Diabetes dingfest gemacht haben: schlechte Luft.

Umweltgifte in unserer Luft führen nicht nur erwiesenermaßen zu Atemwegserkrakungen wie Lungenkrebs, sondern können offenbar auch Diabetes Typ 2 auslösen. Zu dieser Einschätzung kommen Forscher der Washington School of Medicine im US-amerikanischen St. Louis (Missouri): "Die Umweltverschmutzung hat 2016 zu 3,2 Millionen neuen Fällen von Diabetes weltweit beigetragen, was etwa 14 Prozent der Neuerkrankungen entspricht", schreiben die Autoren der Studie, die im Fachblatt "The Lancet Planetary Health" veröffentlicht wurde.

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 1,7 Millionen US-Veteranen. Zu Beginn der Untersuchung litten die Studienteilnehmer noch nicht an Diabetes. Die Zahl der Neuerkrankungen in den folgenden gut acht Jahren wurde dann mit den Daten zur Feinstaubbelastung in Verbindung gebracht. Schließlich zeigte sich, dass diejenigen Veteranen, die in Regionen mit erhöhter Feinstaubbelastung lebten, häufiger an Diabetes Typ 2 erkrankten.



Je mehr Feinstaub, desto mehr Diabetes

Die Zuckerkrankheit trat bereits dort verstärkt auf, wo die Feinstaubmenge noch unterhalb der Grenzwerte lag, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) festlegt. Gemessen wurden PM2,5-Konzentrationen in der Atemluft. Bei dem als PM2,5 bezeichneten Feinstaub handelt es sich um Kleinstpartikel mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer. Jede Zunahme der Feinstaubkonzentration um 10 Mikrometer pro Kubikmeter Atemluft war mit einem Anstieg des Diabetesrisikos um 15 Prozent verbunden. Je stärker die Feinstaubbelastung, desto höher war das Diabetesrisiko.

Diabetes mellitus

Typ-2-Diabetes (Diabetes mellitus) ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, die dazu führt, dass sich im Blut Zucker ansammelt. Ein Diabetes kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein: Nach der Diagnose brauchen manche Menschen nur wenig in ihrem Leben zu ändern. Schon eine geringe Gewichtsabnahme und etwas mehr Bewegung reichen für sie aus, um ihren Diabetes in den Griff zu bekommen. Andere Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigen eine dauerhafte Behandlung mit Tabletten oder Insulin. Für sie ist es besonders wichtig, ihre Erkrankung zu verstehen und zu wissen, was sie selbst für ihre Gesundheit tun können.

Es gibt zwei Haupttypen des Diabetes: Typ-1-Diabetes tritt in der Regel schon im Kindes- oder Jugendalter auf. Zu einem Typ-1-Diabetes kommt es, weil die Bauchspeicheldrüse geschädigt ist und kein oder nur sehr wenig Insulin produziert.

Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Autoabgase könnten Insulinproduktion stören

Bereits frühere Studien haben gezeigt, dass Feinstaub den Glukosestoffwechsel in der Leber beeinträchtigen kann. Die kleinsten Partikel dringen über die Atemwege in unseren Blutkreislauf ein und können verschiedenste Schäden im Organismus hervorrufen. "Es ist anzunehmen, dass die Umweltverschmutzung die Insulinproduktion reduziert und Entzündungen verursacht, die die Umwandlung von Glukose aus dem Blut in Energie verhindern", schreiben die Forscher aus Missouri. 

Immer mehr Menschen erkranken an Diabetes 

Die Störung des Zuckerstoffwechsels gehört zu den Zivilisationskrankheiten. Gesundheitsexperten warnen weltweit vor der Zunahme. Jährlich werden es etwa 300.000 mehr Menschen, die an Diabetes erkranken – meist handelt es sich um Typ-2-Diabetes. Die "Dunkelziffer" wird auf bis zu 2 Millionen Erkrankte geschätzt wird.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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