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Blähungen: Wann Sie etwas gegen Pupse unternehmen sollten

Nicht immer ungefährlich  

Wann Sie etwas gegen Pupse unternehmen sollten

06.12.2018, 10:01 Uhr | dpa

Tabuthema: Darum ist Pupsen eine gute Sache.  (Quelle: inFranken.de)
Tabuthema: Darum ist Pupsen eine gute Sache

Für viele ein absolutes Tabuthema und unangenehm: Blähungen und Pupsen. Doch keine falsche Scham , denn das Furzen ist eine gute Sache.

Tabuthema: Darum ist Pupsen eine gute Sache. (Quelle: inFranken.de)


Pupse sind peinlich, aber ungefährlich – eigentlich. In manchen Fällen sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen. Blähungen können nämlich eine andere Erkrankung auslösen. 

Nichts könnte unangenehmer sein: Man ist in Gesellschaft und plötzlich will Luft aus dem Bauch heraus. Pupsen gilt nicht unbedingt als salonfähig. Dabei sind jene, bei denen die Luft entweicht, eigentlich klar im Vorteil.

Was sind Pupse?

Eine Bakterienparty im Darm, könnte man sagen. Im Dickdarm kommen normalerweise nur Abfallprodukte an. Manche Lebensmittelbestandteile werden allerdings weiter oben – im Magen und Dünndarm – nicht richtig verdaut. Sie landen fälschlicherweise bei den Dickdarmbakterien auf dem Teller. "Die feiern dann ein großes Fest", sagt Ernährungsexpertin Bettina Jagemann aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Dabei entstehen Gase. Hat man Glück, entweichen sie über unsere Atemluft sowie in Form von Flatulenz. Anderenfalls bleiben sie als Blähungen im Bauch hängen. Und das ist richtig unangenehm.

Was tun gegen Blähungen?

Ob überhaupt Handlungsbedarf besteht, hängt davon ab, wie sehr einen die Luft im Bauch stört. Sind die Blähungen schmerzhaft oder entweicht andauernd unkontrolliert Luft und das ist einem unangenehm, lohnt sich erstmal ein Blick auf den eigenen Speiseplan. "Am besten schreibt man ein Ernährungs- und Symptomtagebuch", rät Jagemann.

Blähend wirken etwa einige Lebensmittel wie Kohl oder Hülsenfrüchte. Aber auch zu viel Fruchtzucker oder Getränke mit Kohlensäure können die Gasbildung verstärken, sagt die Expertin.

Wer eine Idee hat, was die Blähungen oder Flatulenzen begünstigt, lässt das einfach mal eine Zeit lang weg und schaut, was passiert. Meist muss man nicht dauerhaft verzichten, erklärt Jagemann – nur vielleicht nicht täglich zwei Obstsmoothies trinken. Sinnvoll sei auch, sich nach den Mahlzeiten zu bewegen. Der gute alte Verdauungsspaziergang kann dafür sorgen, dass der Magen besser arbeitet.



Hilft die Ernährungsumstellung nicht, lohnt sich ein Besuch beim Arzt, sagt Jagemann. Denn Blähungen können die Lebensqualität beeinträchtigen und zum Beispiel auch Sodbrennen auslösen. Wird das chronisch, kann die Säure die Speiseröhre angreifen. Da sollte man gemeinsam mit dem Arzt rechtzeitig gegensteuern, rät die Expertin. Zudem können organische Ursachen hinter vermehrter Gasbildung stecken, die ebenfalls behandelt werden müssen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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