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Diese Lebensmittel können Heuschnupfen lindern

Von t-online
25.02.2019Lesedauer: 2 Min.
Pollenallergiker sollten viele grüne Gemüsesorten wie Broccoli, Spinat und Mangold auf ihren Speiseplan setzen.
Pollenallergiker sollten viele grüne Gemüsesorten wie Broccoli, Spinat und Mangold auf ihren Speiseplan setzen. (Quelle: Oksana_S/getty-images-bilder)
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Tränende Augen, Niesattacken und erschwerte Atmung – jeder Heuschnupfengeplagte kennt das. Ob Gräser- oder Getreidepollen, meist sind dafür unterschiedliche Allergene ausschlaggebend. Die richtige Ernährung kann jedoch helfen, die unangenehmen Reaktionen abzumildern.

Vitamine, Mineralstoffe und gesunde Öle

Die bislang größte Studie zum Thema Ernährung und Häufigkeit von Allergien wurde 2012 von der ISAAC (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) durchgeführt und im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht.

Laut der Studie leiden Kinder und Jugendliche, die mindestens dreimal die Woche Fast Food essen, häufiger an Asthma, Heuschnupfen und allergiebedingten Hautausschlägen als Kinder, die sich gesund ernähren. Der Grund: Ein hoher Anteil an Transfettsäuren und Salzen in Kombination mit Vitaminmangel beeinflusst die Gesundheit negativ und erhöht das Allergierisiko.


Alles Wissenswerte zum Thema Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine Volkskrankheit:In Deutschland sind 16 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Heuschnupfen kann zur Qual werden: Es ist eine Fehlreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Pollen.
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Eine schützende Wirkung wird dagegen folgenden Lebensmitteln nachgesagt:

  • Kurkuma wirkt entzündungshemmend und verhindert ein Festsetzen der Allergene in den Atemwegen. Auf diese Weise mindert Kurkuma das Risiko einer chronischen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung oder von Asthma bronchiale.
  • Die in Kohl, aber auch in Rettich und Kapuzinerkresse enthaltenen Senfölglycoside und das Vitamin C können ebenfalls einer Entzündung der Atemwege vorbeugen.
  • Grüne Gemüsesorten, zum Beispiel Spinat, Brokkoli und Mangold, sind reich an Antioxidantien und Carotinoiden. So können sie die Immunabwehr unterstützen und die Entzündungsprozesse im Körper hemmen.
  • In Hirse steckt das Spurenelement Mangan, das Juckreiz und Hautrötungen vorbeugen kann. Magnesium und Silizium sorgen für eine Stärkung der Abwehrkräfte und für ein verfeinertes Hautbild.
  • Wertvolle Omega-3-Fettsäuren aus Lachs wirken ebenfalls entzündungshemmend und sind somit für Pollenallergiker geeignet. Als sehr gute pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren können auch Leinsamen oder Leinöl verwendet werden und bieten so eine Alternative zu Fisch.

Frühe Behandlung von Heuschnupfen ist wichtig

Heuschnupfengeplagte, die verstärkt auf die genannten Lebensmittel setzen, können ihre Pollenallergie zwar nicht heilen, doch deren Symptome deutlich lindern. Grundsätzlich sollte Heuschnupfen stets ärztlich behandelt werden. Die Symptome beginnen zwar in den oberen Atemwegen, können aber zu einer chronischen Bronchitis oder Asthma bronchiale werden. Beim ersten Verdacht auf Heuschnupfen sollten Betroffene daher unbedingt einen Termin beim Hausarzt vereinbaren.

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Allergien entstehen, wenn unser Immunsystem auf harmlose Substanzen reagiert, als wenn es sich um Krankheitserreger handeln würde. Lymphozyten, also spezielle Blutzellen, die für die Immunabwehr zuständig sind, bilden Antikörper. Diese Antikörper sollen Allergene wie Pollen oder Tierhaare unschädlich machen. Dazu werden entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt, wie zum Beispiel Histamin. Das Histamin ist mitverantwortlich für die typischen Heuschnupfensymptome.

Histamin kommt im menschlichen Körper, aber auch in Pflanzen und Bakterien vor. Bei einer Allergie wird es vermehrt vom Körper gebildet und löst die Heuschnupfen-Symptome aus. Histamine sind in unserem Organismus eigentlich körpereigene Abwehrstoffe. Da das Allergen aber fälschlicherweise vom Organismus als schädlich identifiziert wird, reagiert er mit der Ausschüttung von Histamin. Heuschnupfenmittel sind deshalb auch als Antihistaminika bekannt.

Vorsicht bei histaminreichen Lebensmitteln

Histamin existiert in vielen Nahrungsmitteln wie reifem Käse, Wein oder Fischsorten wie Thunfisch, Makrele und Hering. Aber auch Nüsse, gepökeltes Fleisch sowie einige Gemüsesorten wie Avocados, Auberginen und Tomaten enthalten Histamine. Wer dagegen intolerant ist, dem mangelt es an dem für den Histaminabbau verantwortlichen Enzym Diaminooxidase. Daher verbleibt mit der Nahrung aufgenommenes Histamin länger im Blut und verursacht Beschwerden wie Quaddelbildung, Hautrötungen, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme. Ob eine Unverträglichkeit vorliegt, wird durch eine diagnostische Diät nachgewiesen. Ist es der Fall, empfiehlt es sich, vorwiegend frische, wenig gereifte Produkte zu verzehren, da sie histaminärmer sind.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK)
  • British Medical Journal (BMJ), Vol 68, issue 4
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