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Diese sind die Risikofaktoren für Stuhlinkontinenz

Schleichende Gefahr nach Jahren  

Diese sind die Risikofaktoren für Stuhlinkontinenz

Von Alexandra Grossmann

24.05.2019, 16:16 Uhr
Diese sind die Risikofaktoren für Stuhlinkontinenz. Woman using toilet paper. (Quelle: Getty Images/Toa55)

Woman using toilet paper. (Quelle: Toa55/Getty Images)

Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit – wer Kinder bekommt, strapaziert den Körper. Doch für viele Frauen ist es damit nicht getan: Eine Gefahr droht im Alter.

Stuhlinkontinenz ist weiblich: Frauen haben ein 89 Prozent höheres Risiko als Männer, irgendwann im Leben den Stuhlgang nicht mehr halten zu können. Betroffene verlieren die Kontrolle über den Darmausgang und können die Gase und Ausscheidungen nicht mehr steuern. Obwohl es gute Therapien gibt, gehen die Menschen oft nicht zum Arzt, weil sie sich schämen.

Die Gründe für Stuhlinkontinenz sind häufige Verstopfungen und Darmträgheit sowie ein schwacher Schließmuskel und ein kraftloser Beckenboden. Vor allem aber sind Geburten verantwortlich.

Risiko von Inkontinenz um 65 Prozent erhöht

Wenn Frauen aber ein Kind zur Welt bringen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie später eine sogenannte anorektale Inkontinenz entwickeln. Dies fanden schwedische Forscher heraus, die die Daten von rund 3,7 Millionen Menschen aus den Geburten- und Patientenregistern des Landes verglichen.

Die Wissenschaftler um Charlotta Larsson von der Uni Umeå entdeckten, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt sogar eine um 50 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, später analinkontinent zu werden. Nach einer natürlichen Geburt ist das Risiko im Vergleich zum Schnittentbindung sogar um 65 Prozent höher. Und auch im Vergleich mit kinderlosen Frauen haben Mütter nach einem Kaiserschnitt eine um 30 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, eine Stuhlinkontinenz zu bekommen.

Besondere Gefahr nach Kaiserschnitt

Eine weitere Besonderheit: Nach der Entbindung per Bauchschnitt ist nur das Alter der Frau wichtig für das Risiko der Analinkontinenz. Bei natürlichen Geburten spielen auch eine Rolle, wie schwer und wie zahlreich die Geburten und wie groß und schwer die Babys waren.

Die Erkenntnisse der Studie werden den Trend zum Kaiserschnitt vermutlich verstärken, glauben die Wissenschaftler. Tatsächlich stiegen allein in Deutschland die Zahlen zwischen 1991 und 2016 laut Statistischem Bundesamt von 15,3 auf 30,5 Prozent um das Doppelte. Heute wird etwa jede dritte Geburt per Bauchschnitt entbunden – obwohl danach bei späteren Schwangerschaften das Risiko von Fehl- oder Totgeburten steigt.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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