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Demenz und Alzheimer könnten an den Augen erkennbar sein – Pupillentest

Studie zur Früherkennung  

Demenz und Alzheimer könnten an den Augen erkennbar sein

Von Melanie Weiner

04.11.2019, 13:17 Uhr
Demenz und Alzheimer könnten an den Augen erkennbar sein – Pupillentest. Patient beim Augenarzt: Forscher haben einen neuen Test zur Früherkennung von Demenz entwickelt. (Quelle: Getty Images/seb_ra)

Patient beim Augenarzt: Forscher haben einen neuen Test zur Früherkennung von Demenz entwickelt. (Quelle: seb_ra/Getty Images)

Demenz und Alzheimer können lange vor der tatsächlichen Diagnose erkannt werden. Dafür finden Forscher immer wieder Belege. Laut einer aktuellen Studie sollen sich erste Symptome an den Augen zeigen.

Alzheimer ist die häufigste Form von Demenz. Allein in Deutschland sind rund 1,2 Millionen Menschen von der neurodegenerativen Erkrankung betroffen. Die meisten Patienten erkranken, wenn sie älter als 70 Jahre sind. Allerdings tritt die Krankheit in manchen Fällen schon eher auf. Gerade dann beginnt Alzheimer oft nicht mit Vergesslichkeit.

Eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität San Diego in Kalifornien lässt darauf schließen, dass die Krankheit an den Augen vorzeitig erkannt werden kann.

Pupillenbewegung könnte auf Demenz hinweisen

Die Forscher stellten in ihrer Studie fest, dass sich Ansammlungen bestimmter Proteine im Gehirn, die zum fortschreitenden geistigen Verfall bei Alzheimer führen, zuerst in einem Bereich namens Locus coeruleus finden, der für die Pupillenreaktionen verantwortlich ist.

Von diesem Bereich wird auch die Weitung der Pupillen bei kognitiven Aufgaben gesteuert: Je schwieriger die Aufgabe, desto stärker weiten sie sich.

In kognitiven Tests mit zwei Gruppen von Versuchspersonen konnten die Forscher ihre Vermutungen bestätigen: Bei anspruchsvollen und geistig fordernden Aufgaben weiteten sich die Pupillen bei Personen mit hohem Alzheimer-Risiko stärker als bei Gesunden – selbst wenn beide Gruppen gleichwertige Ergebnisse erzielten.

Neue Methode, um das Alzheimer-Risiko zu ermitteln

Studienleiter Professor William Kremen sagte bei der Präsentation der Studie: "Die Messung der Pupillenreaktionen bei kognitiven Aufgaben könnte ein weiteres Screening-Instrument sein, um Alzheimer zu erkennen, bevor Symptome auftreten."

Die Studie wurde in der englischsprachigen Fachzeitschrift "Neurobiology of Aging" veröffentlicht. Wissenschaftler arbeiten seit Jahren an einer verbesserten Früherkennung von Alzheimer und Demenz.

Wie Sie einer Demenz vorbeugen können

Um das Risiko einer Demenzerkrankung im Alter zu verringern, sollten Sie nicht rauchen und auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Bewegung spielt sowohl bei Gesunden als auch bei Menschen mit Demenz eine wichtige Rolle. Bleiben Sie körperlich aktiv und pflegen Sie soziale Kontakte. Auch regelmäßiges Gedächtnistraining kann helfen, das Gehirn fit zu halten.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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