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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Symptome von Knochenkrebs werden oft fehlgedeutet

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 14.06.2022Lesedauer: 5 Min.
Ein Stethoskop liegt auf einem Röntgenbild: Die meisten Knochentumore werden mithilfe bildgebender Verfahren diagnostiziert.
Ein Stethoskop liegt auf einem Röntgenbild: Die meisten Knochentumore werden mithilfe bildgebender Verfahren diagnostiziert. (Quelle: KLH49/getty-images-bilder)
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Knochentumore sind zwar selten, doch genau das macht sie so gefĂ€hrlich. Denn die ersten Anzeichen werden oft fehlgedeutet und auf andere Krankheiten bezogen. So geht wichtige Zeit fĂŒr die Behandlung verloren.

Das Wichtigste im Überblick


  • Tumorarten: Die hĂ€ufigsten Formen von Knochenkrebs
  • Symptome: Anzeichen fĂŒr Knochenkrebs
  • Ursachen: Wie kommt es zu Knochenkrebs?
  • Diagnose von bösartigen Knochentumoren
  • Behandlung: Ablauf der Knochenkrebs-Therapie
  • Prognose: Ist Knochenkrebs heilbar?

Tumorarten: Die hÀufigsten Formen von Knochenkrebs

Nach Auskunft der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken in Deutschland jÀhrlich etwa 800 Patienten an Knochenkrebs, MÀnner sind etwas hÀufiger betroffen.

Im Vergleich zu anderen Krebsarten ist das wenig. Ihre Seltenheit macht Knochentumore jedoch besonders gefÀhrlich, denn sie werden oft spÀt entdeckt. Das wiederum wirkt sich negativ auf ihre Prognose aus.


Zysten, Myome, Polypen: Gutartige Tumore

Lipom auf der Kopfhaut: Das FettgeschwĂŒlst kann an sĂ€mtlichen Stellen des Körpers auftauchen.
Polypen im Darm: Sie werden als Vorbeugemaßname entfernt, um Darmkrebs zu verhindern.
+2

Bösartige Knochentumore (Osteosarkome) können in verschiedenen Formen auftreten. Die hÀufigsten Arten von primÀren Tumoren sind:

  • das Osteosarkom: Dieser Tumor geht von der Knochenmatrix aus und macht etwa 40 Prozent aller FĂ€lle von Knochenkrebs aus. Die Erkrankung trifft hauptsĂ€chlich Jugendliche und junge Erwachsene.
  • das Chondrosarkom: Diese Tumorart entwickelt sich aus dem Knorpelgewebe. Es ist mit einem Anteil von etwa 20 Prozent die zweithĂ€ufigste Art von Knochenkrebs. Das Chondrisarkom betrifft hauptsĂ€chlich Menschen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.
  • die Ewing-Sarkome: Sie bilden sich bevorzugt im Knochengewebe, können aber auch im Weichteilgewebe mit oder ohne Beteiligung des Knochengewebes ihren Ursprung haben. Sie machen etwa acht Prozent aller Knochenkrebs-FĂ€lle aus.

Neben den genannten primĂ€ren Knochentumoren gibt es noch die sekundĂ€ren Knochentumore, besser bekannt als Knochenmetastasen. Dabei handelt es sich um TochtergeschwĂŒlste von Tumoren, die ihren Ursprung an anderen Körperstellen haben. Vor allem bei Lungenkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs, Nierenkrebs und SchilddrĂŒsenkrebs kommt es im fortgeschrittenen Stadium oft zu Absiedlungen solcher Tumorzellen im Knochen.

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Symptome: Anzeichen fĂŒr Knochenkrebs

Je nach Lage und GrĂ¶ĂŸe und Art des Tumors können unterschiedliche Beschwerden kommen. Ein typisches Symptom von Knochenkrebs sind Schmerzen, egal ob es sich um Metastasen oder einen primĂ€ren Tumor handelt. HĂ€ufig treten auch Schwellungen auf. Wenn sich diese im Bereich der Gelenke befinden, schrĂ€nkt das meist die Beweglichkeit spĂŒrbar ein.

Handelt es sich um ein Osteosarkom, sind in der Regel die langen Röhrenknochen von Armen und Beinen betroffen. Besonders hĂ€ufig liegt der Tumor ĂŒber oder unter dem Kniegelenk sowie am oberen Ende des Oberarmknochens. Hier reichen oft schon kleine Belastungen aus, um einen Knochenbruch auszulösen.

Chondrosarkome dagegen sind oft im Bereich des Beckens, am Oberschenkelknochen und am SchultergĂŒrtel zu finden. Typische Symptome sind hier vor allem Schmerzen und eine deutliche Schwellung.

Bei der Gruppe der Ewing-Sarkome finden sich Symptome wie Schmerzen, Schwellungen, Fieber und ein allgemeines KrankheitsgefĂŒhl. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommen außerdem noch Gewichtsverlust und MĂŒdigkeit hinzu. Die hĂ€ufigsten Lokalisationen sind die langen Röhrenknochen der Beine und das Becken.

Ursachen: Wie kommt es zu Knochenkrebs?

Warum sich bei manchen Menschen ein Knochentumor bildet, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklĂ€rt. Experten gehen allerdings davon aus, dass es sowohl bei gutartigen als auch bösartigen Tumoren eine erbliche Veranlagung gibt. Ein wichtiger Risikofaktor ist auch die ionisierende Strahlung, die bei Röntgenuntersuchungen freigesetzt wird.

Das Ewing-Sarkom und das Osteosarkom treten hÀufiger bei Patienten auf, die in ihrer Kindheit eine Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung hatten. Beim Ewing-Sarkom kommt hinzu, dass bei den Betroffenen hÀufig bestimmte Translokationen (Verschiebungen innerhalb eines bestimmten Chromosoms) an speziellen Chromosomen auftreten.

Bei Osteosarkomen ist auffĂ€llig, dass diese meist in der Kindheit und Jugend auftreten. Daher vermuten Mediziner, dass diese Form von Knochenkrebs in Verbindung mit dem Wachstum stehen. Erbliche Faktoren oder Veranlagungen spielen vermutlich auch eine Rolle. Auch chronische Krankheiten im Bereich der Knochen wie beispielsweise Morbus Paget könnten die Entstehung eines Osteosarkoms begĂŒnstigen.

Diagnose von bösartigen Knochentumoren

Bei einem Verdacht auf Knochenkrebs lÀsst der Arzt im ersten Schritt ein Röntgenbild anfertigen. Knochentumoren zeigen beim Durchleuchten typische Muster im Knochen. Ist der Befund auffÀllig, folgen in der Regel weitere bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder eine Computertomografie (CT).

Wenn Hinweise auf Knochenmetastasen vorliegen, gibt eine Knochenszintigraphie Informationen ĂŒber das Ausmaß der Erkrankung. Bei diesem Verfahren wird eine radioaktiv markierte Substanz eingesetzt, mit deren Hilfe der Knochenstoffwechsel dargestellt werden kann. Ist dieser erhöht, kann das ein Hinweis auf einen Knochentumor sein.

Die endgĂŒltige Gewissheit darĂŒber, ob ein Knochentumor bösartig ist, bringt erst eine Biopsie (Gewebeentnahme), die von einem Pathologen untersucht wird. Anhand des feingeweblichen Untersuchungsergebnisses entscheidet der Arzt ĂŒber die weitere Behandlung. Die Deutsche Krebsgesellschaft weist darauf hin, dass eine Biopsie nur von einem tumorerfahrenen Operateur durchgefĂŒhrt werden sollte, idealerweise in der selben Klinik, in der auch die Operation geplant ist.

Magnetresonanztomografische Darstellung des Knies: Die rote EinfÀrbung zeigt ein ausgeprÀgtes Sarkom.
Magnetresonanztomografische Darstellung des Knies: Die rote EinfÀrbung zeigt ein ausgeprÀgtes Sarkom. (Quelle: semnic/getty-images-bilder)

Behandlung: Ablauf der Knochenkrebs-Therapie

Gutartige Knochentumore bleiben meist unbehandelt und werden nur entfernt, wenn sie zu lokalen Problemen, zum Beispiel BrĂŒchen oder Schmerzen fĂŒhren. Die Behandlung von primĂ€r bösartigen Knochentumoren, die grundsĂ€tzlich in einem Knochentumorzentrum durchgefĂŒhrt werden sollte, setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  1. Chemotherapie
  2. Operation
  3. Strahlentherapie

Welche Therapieformen in welcher Reihenfolge eingesetzt werden, ist abhĂ€ngig von der Art des Tumors. Beim stark metastasierenden Osteosarkom beginnt die Behandlung hĂ€ufig mit einer Chemotherapie. Ziel ist es, den Tumor hierdurch zu verkleinern und Tumorzellen, die eventuell bereits gestreut haben, zu vernichten. Im zweiten Schritt wird der Knochentumor operativ entfernt, in ĂŒber 80 Prozent der FĂ€lle gelingt dies, ohne Körperteile wie Arme oder Beine zu entfernen. Im Anschluss an die OP findet oft eine weitere Chemotherapie statt.

Ein Chondrosarkom dagegen wird fast immer nur operativ behandelt. Die Behandlung der Ewing-Sarkome, die dazu neigen, Metastasen in Lunge und Knochen zu bilden, beginnt mit einer Chemotherapie. Anschließend kommen eine Operation und/oder eine Strahlentherapie zum Einsatz. Nach deren Abschluss folgt eine weitere Chemotherapie.

Bei Knochenmetastasen gibt es eine Reihe von Behandlungsoptionen. In den meisten FĂ€llen geht es darum, Beschwerden wie Schmerzen zu lindern und Komplikationen wie KnochenbrĂŒche zu verhindern. Welche Therapien in Frage kommen, hĂ€ngt stark davon ab, um welche Tumorart es sich handelt, wie ausgedehnt der Knochenbefall ist, welche Beschwerden er verursacht und wie der Gesundheitszustand des Patienten ist. Die wichtigsten Behandlungsmethoden sind die Bestrahlung, die Hormontherapie, die Bisphosphonat-Therapie, die Antikörper-Therapie und chirurgische Eingriffe.

Prognose: Ist Knochenkrebs heilbar?

Die Heilungschancen bei Knochenkrebs hĂ€ngen von vielen Faktoren ab: von der Art und Lage des Tumors, aber auch vom Zeitpunkt der Diagnose. Daher ist es unmöglich, allgemeine Aussagen zu treffen. GrundsĂ€tzlich lĂ€sst sich aber sagen, dass die Prognosen gĂŒnstiger sind, wenn der Tumor durch eine Operation vollstĂ€ndig entfernt werden kann, auf Bestrahlung und Chemotherapie gut anspricht und vor allem frĂŒh entdeckt wurde. Einen Knochenkrebs im Endstadium können Ärzte zwar noch behandeln, aber nicht mehr heilen.

Wenn ein Knochentumor in den Armen oder Beinen sitzt, sind die Heilungschancen grundsÀtzlich besser als bei Tumoren im Rumpfbereich. Bei Knochenmetastasen ist entscheidend, wo sie liegen und ob sie vollstÀndig entfernt werden können. Schwer zu erreichen sind Metastasen im SchÀdel und an der WirbelsÀule oder in den Knochen des Brustkorbs. Daher sind hier die Prognosen schlechter.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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