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Meditation: Wie bewusstes Atmen Geist und Körper stärkt


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Bewusstes Atmen fördert geistige Flexibilität

Von dpa, ag

Aktualisiert am 12.04.2021Lesedauer: 1 Min.
Meditieren bedeutet hartes Training für das Gehirn.
Meditieren bedeutet hartes Training für das Gehirn. (Quelle: dpa)
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Meditieren betrachten viele als Wellness und Entspannungstechnik. Es ist aber vor allem eine Art Training für das Gehirn. Denn um in einen meditativen Zustand hineinzukommen, wird der Geist stark beansprucht.

"Dialog zwischen Geist, Körper und Umwelt"

Das Hirn komme in eine Art Zustand zwischen Ordnung und Chaos, erklärt der Wissenschaftler Stefan Dürschmid vom Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg. Hirnforscher sprechen hier auch vom kritischen Punkt.

Das sei ein Zustand, "in dem man sehr fokussiert ist, wo der Geist also etwas tun muss, aber der zugleich keine starre Gewohnheit ist, sondern sehr flexibel bleibt", umschreibt Dürschmids Forscherkollege Matthias Deliano. Es sei "eine Art Dialog zwischen Geist, Körper und Umwelt".


Was Sie gegen Stress tun können

Zu viel Stress kann auf Dauer krank machen. Betroffene leiden unter psychischen und körperlichen Folgen. Doch es gibt einige Tricks, mit denen Sie ganz leicht Stress abbauen und vermeiden können.
Der beste Weg, Stress zu vermeiden, ist eine Entspannungstechnik zu erlernen. Das kann Yoga sein, autogenes Training oder aber auch die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach der Methode von Edmund Jacobsen.
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Auf dem Weg zu mehr geistiger Flexibilität

Dürschmid ergänzt: "Meditieren hilft dabei, zu einer geistigen Beweglichkeit zu finden." Dies passiert schon bei Einstiegsübungen: Wenn man bewusst atmet, sich nur darauf konzentriert und dabei wandernde Gedanken unterdrückt.

Gerade Anfänger müssten hierfür viel Kontrolle aufwenden und erreichen dadurch den kritischen Punkt.

Übungen verändern Dynamik des Gehirns

"Schon diese einfache Technik verändert die Gehirndynamik", sagt Dürschmid, der gemeinsam mit Deliano in einer Studie die Hirnaktivitäten von Probanden bei einer solchen Achtsamkeitsmeditation untersucht hat.

Die Analysen der Forscher erlaubten es, den Gesamtzustand des Gehirns zu beschreiben, so Dürschmid.

Krankheiten vermeiden oder positiv beeinflussen

"Bestimmte Krankheiten sind geprägt von Gewohnheitsmustern, aus denen man kaum mehr herausfindet wie zum Beispiel Depression oder die Aufmerksamkeitsstörung ADHS", ergänzt Matthias Deliano.

"Daher ist es vielversprechend zu untersuchen, inwieweit Meditation hilft, Hirnprozesse flexibler zu machen, die Konzentration zu stärken und damit auch krankhafte Zustände positiv zu beeinflussen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Ann-Kathrin Landzettel
Magdeburg

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