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Wie Sie im Falle einer Berufskrankheit vorgehen sollten

Von dpa
Aktualisiert am 30.09.2020Lesedauer: 3 Min.
LĂ€rm, schwere Lasten, Vibrationen: Es gibt viele mögliche Auslöser fĂŒr Berufskrankheiten.
LĂ€rm, schwere Lasten, Vibrationen: Es gibt viele mögliche Auslöser fĂŒr Berufskrankheiten. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn-bilder)
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Eine Krankheit als Berufskrankheit anerkennen zu lassen, ist oft nicht leicht. Nur ein Teil der gemeldeten FÀlle wird auch bestÀtigt. Wie lÀuft das Verfahren ab? Und wie wird dadurch das weitere Berufsleben beeinflusst?

Das Wichtigste im Überblick


Geld verdienen, Spaß an der Arbeit haben: FĂŒr beides steht im Idealfall der Job. Doch das Arbeitsleben kann Schattenseiten haben – und sogar die Gesundheit beeintrĂ€chtigen. Etwa, wenn eine Berufskrankheit vorliegt.

Wer einen Verdacht hierauf hat, kann ihn der zustĂ€ndigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse anzeigen. Oft ist es ein langer Weg, bis ein Leiden – wenn ĂŒberhaupt – als Berufskrankheit anerkannt wird.

Was ist eine Berufskrankheit?

Die Bundesregierung definiert Berufskrankheiten als Erkrankungen, die Versicherte durch ihre berufliche TĂ€tigkeit erleiden. Sie sind in einer sogenannten Liste der Berufskrankheiten aufgefĂŒhrt, die 80 Krankheiten umfasst. Genannt sind ausschließlich solche, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft "durch besondere Einwirkungen" verursacht sind.

Dazu gehören etwa durch chemische Einwirkungen ausgelöste Leiden. "Oder beispielsweise Krankheiten, die durch Asbest hervorgerufen werden", sagt Jens-Oliver Siebold, Fachanwalt fĂŒr Sozialrecht.

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Berufskrankheiten können unter anderem auch durch physikalische Einwirkungen wie Druck oder Vibrationen, Arbeiten unter LÀrm oder das Tragen schwerer Lasten entstehen. Bei Gesundheitsberufen wird inzwischen Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt.

Gibt es Branchen oder Jobs, in denen Berufskrankheiten besonders hÀufig sind?

"Zu den hÀufigsten Berufskrankheiten zÀhlen Hauterkrankungen und LÀrmschwerhörigkeit", sagt Biesel. Das sind Erkrankungen, die BeschÀftigte in sehr unterschiedlichen Berufen betreffen können. ReinigungskrÀfte, Friseure oder PflegefachkrÀfte haben etwa ein Risiko, an Hautekzemen zu erkranken. LÀrmintensive TÀtigkeiten gibt es zum Beispiel in der Metallver- und -bearbeitung oder bei Arbeiten mit Druckluftwerkzeugen.

Wie sollte man im Falle einer Berufskrankheit vorgehen?

Der Verdacht, dass eine Berufskrankheit vorliegen könnte, ist den UnfallversicherungstrĂ€gern zu melden. "Dazu sind Ärzte sowie Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet", erklĂ€rt Biesel. Auch die Krankenkassen können entsprechende Hinweise an den UnfallversicherungstrĂ€ger geben – ebenso wie die Betroffenen selbst.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ermitteln dann von Amts wegen den Sachverhalt. Dazu gehört, die Krankengeschichte und Arbeitsvorgeschichte zusammenzutragen, eventuell den Arbeitsplatz zu besichtigen und Belastungen am Arbeitsplatz zu messen.

Untersuchung beim Arzt: Wenn Ärzte meinen, dass eine Berufskrankheit vorliegt, mĂŒssen sie dies dem UnfallversicherungstrĂ€ger melden.
Untersuchung beim Arzt: Wenn Ärzte meinen, dass eine Berufskrankheit vorliegt, mĂŒssen sie dies dem UnfallversicherungstrĂ€ger melden. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn-bilder)

Bei Verdacht auf eine Berufskrankheit kann es hilfreich sein, zur KlĂ€rung des Sachverhalts einen Fachanwalt fĂŒr Sozialrecht zu kontaktieren und mit ihm die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Die BeweisfĂŒhrung liegt nĂ€mlich bei den BeschĂ€ftigten. So sind Betroffene beispielsweise gehalten, stichhaltige Beweise fĂŒr ihren Verdacht auf eine Berufskrankheit vorzulegen. ZielfĂŒhrend sei deshalb auch, Kontakt mit Kollegen aus der Vergangenheit zu suchen, die bezeugen könnten, dass bestimmte Einwirkungen am Arbeitsplatz gesundheitsschĂ€digend gewesen sind bzw. gewesen sein könnten.

Warum ist eine Anerkennung der Berufskrankheit wichtig?

Liegt eine Berufskrankheit vor, geht es dem UnfallversicherungstrĂ€ger in erster Linie darum, dem Betroffenen zu helfen und mit allen geeigneten Mitteln die Folgen seiner Erkrankung zu mildern. DafĂŒr kommt die gesetzliche Unfallversicherung fĂŒr Leistungen wie medizinische Versorgung und Rehabilitation bis hin zu beruflichen Rehabilitationsmaßnahmen auf. Ist die ErwerbsfĂ€higkeit des oder der Betroffenen dauerhaft um 20 Prozent gemindert, zahlt die Unfallversicherung auch eine Rente.

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Wie beeinflusst eine Berufskrankheit das weitere Arbeitsleben?

Das lĂ€sst sich pauschal nicht beantworten. Es hĂ€ngt sehr stark von der jeweiligen Berufskrankheit und ihrer Schwere ab. Bei einer anerkannten LĂ€rmschwerhörigkeit ist es zum Beispiel hĂ€ufig so, dass die Betroffenen weiterarbeiten können. Sie bekommen dann etwa ein HörgerĂ€t und werden darĂŒber aufgeklĂ€rt, wie sie sich am Arbeitsplatz besser schĂŒtzen können. Ist die BeeintrĂ€chtigung allerdings so stark, dass sie den Beruf aufgeben mĂŒssen, dann ĂŒbernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten fĂŒr eine Umschulung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Lydia Klöckner
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