• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Scheidentrockenheit: Wenn Sex wehtut und was hilft


Nachrichten
Ratgeber-Artikel

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Scheidentrockenheit: Wenn Sex wehtut und was hilft

Von Anastasia Klimovskaya

Aktualisiert am 27.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Traurige Frau mittleren Alters auf Bett mit Partner: Scheidentrockenheit kann das Liebesleben belasten. Der Geschlechtsverkehr ist unangenehm und bereitet Frauen oft starke Schmerzen.
Scheidentrockenheit kann das Liebesleben belasten. Der Geschlechtsverkehr ist unangenehm und bereitet Frauen oft starke Schmerzen. (Quelle: Wavebreakmedia Ltd/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen Text41 Tote bei Kirchenbrand in ÄgyptenSymbolbild für ein VideoBundeswehr bekämpft Waldbrand: VerletzteSymbolbild für einen TextRentner bekommt enormen FinderlohnSymbolbild für ein VideoHier kommen Gewitter und PlatzregenSymbolbild für einen TextDankbare Mareile Höppner im BadeanzugSymbolbild für einen TextQuelle der Alster trocknet ausSymbolbild für einen TextHertha suspendiert ProfiSymbolbild für einen Text"Beverly Hills, 90210"-Star ist totSymbolbild für einen TextRB Leipzig plant prominenten NeuzugangSymbolbild für ein VideoFlugzeug verfehlt Köpfe nur knappSymbolbild für einen TextCDU-Politiker bedroht – AnzeigeSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Paar sorgt mit Foto für GerüchteSymbolbild für einen TextJetzt testen: Was für ein Herrscher sind Sie?

Brennen, Jucken, vermehrte Infektionen und Schmerzen beim Sex: Scheidentrockenheit ist für viele Frauen sehr unangenehm und belastend. Bildet die Scheidenschleimhaut nicht ausreichend befeuchtendes Sekret, wird die Scheide anfälliger für Bakterien, Viren und Pilze.

Das Wichtigste im Überblick


  • Was hilft bei Scheidentrockenheit?
  • Laser-Behandlung gegen trockene Scheide
  • Zäpfchen mit Milchsäurebakterien - hilft das gegen Trockenheit?
  • Wenn Öl zur Pflege: Kokosöl für zwischendurch

Auch der Geschlechtsverkehr kann unangenehm werden und Schmerzen verursachen. Was hinter Scheidentrockenheit steckt und was die Beschwerden lindert.


Fünf Ursachen für Scheidentrockenheit

Frau mittleren Alters unglücklich mit Partner auf dem Bett: Hormonelle Schwankungen: Die häufigste Ursache für Scheidentrockenheit sind Veränderungen im Hormonhaushalt. Vor allem in den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel abnimmt. Das hat zur Folge, dass die Durchblutung im Intimbereich schlechter und die Scheide trocken wird. Typische Symptome sind Juckreiz und Brennen.
Depressive Frau sitzt auf dem Boden im Flur: Seelisches Leiden: Stress, Nervosität und andere psychische Leiden können ebenfalls eine Ursache für Scheidentrockenheit sein. Sexuelle Erregung sorgt normalerweise für die Befeuchtung der Scheide beim Geschlechtsverkehr. Diese lässt jedoch bei seelischen Problemen nach.
+3

Woher kommt Scheidentrockenheit?

Eine trockene Scheide kann verschiedene Ursachen haben. Oft sind es hormonelle Einflüsse, welche die Scheidenflora in der Pubertät, nach der Geburt sowie in den Wechseljahren verändern und zu Trockenheit führen. Auch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel, eine übertriebene Intimhygiene, bestimmte Medikamente, beispielsweise Antidepressiva, sowie manche Erkrankungen, etwa Diabetes mellitus, können die Sekretproduktion der Scheide verringern.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Wir haben einen fürchterlichen Krieg begonnen"
Ein russischer Soldat steht an einem Feld in der Ukraine (Archivbild): Ein ehemaliger Fallschirmjäger berichtet jetzt in einem Buch vom Ukraine-Krieg.


"Besonders in den Wechseljahren ist Scheidentrockenheit für Frauen ein Thema, da die Östrogen-Bildung zurückgeht. In Folge bilden sich die Zellschichten der Schleimhaut zurück, was die Scheide trockener und empfindlicher macht", sagt Professor Kai J. Bühling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik Hamburg-Eppendorf sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft für Frauengesundheit e. V. (DGF).

Häufige Symptome einer trockenen Scheide

Scheidentrockenheit ist mit einer Reihe unangenehmer Symptome verbunden. Dazu gehören Rötungen, Brennen, Juckreiz, Spannungsgefühle und Schmerzen beim Einführen von Tampons oder beim Sex. Viele betroffene Frauen wissen zuerst nicht, was die Ursache ihrer Beschwerden ist. Sie fühlen sich "untenrum" nicht wohl und merken, dass „etwas nicht stimmt".

Was hilft bei Scheidentrockenheit?

"Frauen sollten mit Beschwerden im Intimbereich immer einen Frauenarzt oder eine Frauenärztin aufsuchen", rät Bühling. "Ist eine trockene Scheide die Ursache der unangenehmen Symptome, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, etwa Hyaluronpräparate, welche die Befeuchtung der Scheidenschleimhaut unterstützen und unter anderem auch den Sex angenehmer machen können."

Des Weiteren empfiehlt der Arzt für Frauenheilkunde häufig eine Behandlung mit Östriol, einem Östrogen, welches die Sekretproduktion der Scheidenschleimhaut fördert. Östriol findet vor allem in Form von Salben Anwendung, die lokal im Bereich des Scheideneingangs aufgetragen werden. "Die Anwendung der Salbe mit Östriol ist eine Daueranwendung. Die Therapie beginnt mit dem täglichen Auftragen für 14 Tage. Danach wird die Salbe zwei Mal in der Woche angewendet", erklärt Bühling.

Laser-Behandlung gegen trockene Scheide

Seit sechs Jahren setzt der Experte zudem den Vaginallaser Mona Lisa Touch ein. Die Idee hinter der Laser-Behandlung ist, mittels gezielt eingesetzter Laserpunktion das Gewebe zur Regeneration anzuregen. "Oberflächlich werden pro Quadratzentimeter etwa 50 kleine Punkte gesetzt. Bei dem regenerierten Gewebe funktioniert in der Regel auch die Feuchtigkeitsversorgung wieder besser", erklärt Bühling. "Nach einer drei- bis fünfmaligen Behandlung haben viele Frauen in etwa den Effekt der Dauertherapie mit Östrogenen. Ich habe in meiner Praxis bislang äußerst gute Erfahrungen mit der Lasertherapie gemacht."

Zäpfchen mit Milchsäurebakterien - hilft das gegen Trockenheit?

Viele Frauen versuchen es zudem mit Milchsäure-Zäpfchen, um die Scheidenschleimhaut feuchter zu machen. Ob die Milchsäure tatsächlich positiven Einfluss auf die Scheidenflora hat, ist bislang wissenschaftlich kaum untersucht. Milchsäure-Zäpfen können einen Versuch wert sein, eine Wirkgarantie gibt es aber nicht. "Den Frauen fehlen vor allem die Östrogene und nicht die Milchsäurebakterien", sagt Bühling. "Das Scheidenmilieu kann möglicherweise kurzzeitig verbessert werden. Ein anhaltender Effekt ist - gerade bei älteren Frauen - aber nicht zu erwarten."

(Quelle: Privat)


Professor Dr. med. Kai J. Bühling ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik Hamburg-Eppendorf sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft für Frauengesundheit e. V. (DGF). Die Schwerpunkte des Experten sind die gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, die Diabetologie sowie die spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Olivenöl & Co.: Helfen natürliche Öle gegen Scheidentrockenheit?

Frauen, die ihre Scheidentrockenheit natürlich behandeln möchten, denken nicht selten an natürliche Öle wie Olivenöl oder Mandelöl - besonders als Gleitmittel beim Sex. Doch was auf den ersten Blick interessant erscheint, birgt Risiken. Nicht nur, dass Öle die natürliche Schutzfunktion der Scheide beeinträchtigen und sie möglicherweise noch trockener machen können.

"Auch bei der Verhütung mit Kondomen ist Vorsicht geboten", warnt der Frauenarzt. "Öle enthalten Ölsäuren, welche das Material angreifen können. Ein sicherer Verhütungsschutz ist dann nicht mehr gewährleistet." Als Gleitmittel für den geschützten Geschlechtsverkehr sollten spezielle Präparate eingesetzt werden, die für den Intimbereich geeignet sind und den Verhütungsschutz von Kondomen nicht beeinträchtigen.

Wenn Öl zur Pflege: Kokosöl für zwischendurch

Möchten Frauen es dennoch mit einem natürlichen Öl versuchen, sollten sie es zur Pflege zwischendurch verwenden, nicht aber vor oder beim geschützten Geschlechtsverkehr mit Kondom. Anders ist es bei Frauen nach den Wechseljahren, die sich nicht mehr um Verhütung kümmern müssen. Sie können das Öl jederzeit auftragen.

"Am ehesten zu empfehlen ist Kokosöl. Das ist von seiner Zusammensetzung her besser als Oliven- und Mandelöl", sagt Bühling. Das Öl sollte äußerlich angewendet werden. Haben Frauen das Gefühl, dass das Öl die Beschwerden möglicherweise verstärkt, sollte die Öl-Behandlung abgebrochen werden.

Kokosöl: Für eine natürliche Pflege bei vaginaler Trockenheit eignet sich Kokosöl.
Für eine natürliche Pflege bei vaginaler Trockenheit eignet sich Kokosöl. (Quelle: katerinasergeevna/getty-images-bilder)

Trockene Scheide behandeln lassen

Bühling rät Frauen, eine trockene Scheide behandeln zu lassen. Nicht nur, um den Leidensdruck zu lindern, sondern auch, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Das Infektionsrisiko ist bei einer trockenen Scheide erhöht, da die natürliche Abwehr geschwächt ist. Zudem kommt es bei einer trockenen Scheide leichter zu winzigen Schleimhautverletzungen, die für Krankheitserreger eine Angriffsstelle darstellen.

"Langfristige Effekte können sich mit östrogenhaltigen Salben und dem Laser erreichen lassen. Befeuchtende Mittel zeigen eher kurzfristige Effekte, da die Ursache - also der Östrogenmangel und die abnehmenden Zellschichten - bestehen bleiben", sagt Bühling. Frauen sollten sich von ihrem behandelnden Arzt zu den Therapiemöglichkeiten beraten lassen und dann entscheiden, welchen Weg sie gehen möchten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Geraldine Nagel
  • Silke Ahrens
Von Silke Ahrens
A
AnalthromboseAtheromAugenzuckenAffenpocken

















t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website