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Mit der ABCDE-Regel Hautkrebs selbst erkennen

Wann Sie zum Arzt müssen  

Mit der ABCDE-Regel Hautkrebs erkennen

06.06.2018, 16:01 Uhr | Teresa Nauber, t-online.de, dpa-tmn

Mit der ABCDE-Regel Hautkrebs selbst erkennen. Frau mit Leberflecken: Mit der ABCDE-Regel lassen sich Leberflecke selbst untersuchen. (Quelle: Getty Images/ChesiireCat)

Frau mit Leberflecken: Mit der ABCDE-Regel lassen sich Leberflecke selbst untersuchen. (Quelle: ChesiireCat/Getty Images)

Leberflecken sind nichts Ungewöhnliches. Manche zeigt man allerdings besser einem Hautarzt. Denn nur wenn Veränderungen rechtzeitig erkannt werden, lässt sich bestenfalls die Entstehung von Hautkrebs noch verhindern. Welche Flecken verdächtig sind, können Sie mit der ABCDE-Regel feststellen.

Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu viel zum Arzt gehen als zu lange abwarten. Wer Leberflecken hat, sollte sie selbst genau beobachten.

Die ABCDE-Regel

Verdächtig sind folgende Flecken:

  • A – Asymmetrie: Pigmentflecken, die nicht rund oder oval sind.
  • B – Begrenzung: Flecken, deren Ränder verwaschen, gezackt oder unscharf aussehen.
  • C – Colorierung: Flecken mit unterschiedlichen Färbungen.
  • D Durchmesser: Flecken mit mehr als fünf Millimetern Durchmesser an der breitesten Stelle. (Ist der Fleck noch zu sehen, wenn Sie das stumpfe Ende eines Bleistifts darauf stellen?)
  • E Entwicklung: Flecken, die sich verändern, zum Beispiel schnell wachsen.

Wann es Zeit ist für den Hautarztbesuch

"Wenn eins dieser Kriterien erfüllt ist, heißt das nicht gleich, dass jemand Hautkrebs hat", sagt Sylke Schneider-Burrus, Chefärztin im Zentrum für Dermatochirurgie an der Havelklinik Berlin. "Treffen aber drei der genannten Punkte zu, sollte der Betroffene einen Hautarzt drauf schauen lassen." Beobachten sollte man nicht nur neue Flecken. Auch aus einem Leberfleck, den man von Geburt an hatte, kann ein sogenanntes Malignes Melanom – eine bösartige Hautveränderung – werden.

Schnelle Entfernung verhindert Metastasen

Warum ist es wichtig, die Veränderungen früh zu erkennen? "Für uns Dermatologen ist entscheidend, ob das Melanom noch an der Grenze zur Lederhaut sitzt", erklärt Schneider-Burrus. In diesem Fall schneidet der Arzt das Gewebe heraus – und der Patient ist wieder gesund. "Hat das Melanom aber erstmal Kontakt zu Blut- und Lymphgefäßen, können die bösartigen Zellen weitertransportiert werden." Dadurch können Tochtergeschwüre, sogenannte Metastasen, im ganzen Körper entstehen.

Weißer Hautkrebs ist schwerer zu erkennen

Neben dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs gibt es noch andere Krebsformen auf der Haut – sogenannte Basalzellkarzinome zum Beispiel, der weiße Hautkrebs. Diese Veränderungen sind schwer zu erkennen, streuen allerdings auch fast nie. Sie sehen aus wie glasige Knötchen, häufig in Verbindung mit roten Äderchen. Meist fällt so ein Knötchen erst auf, wenn sich der Patient dort stößt oder kratzt.

Alarmsignal: schlecht heilende Wunde

"Tumorgewebe heilt so gut wie gar nicht, wenn es verletzt wurde", erläutert Schneider-Burrus. Eine schlecht heilende Wunde zeigt man also besser einem Hautarzt. Das gilt auch dann, wenn man plötzlich eine Narbe bekommt, ohne sich vorher verletzt zu haben.

Kinder und Jugendliche vor Sonne schützen

Damit es gar nicht erst soweit kommt, muss die Haut vor zu viel Sonnenlicht geschützt werden – besonders im Kindesalter. "Das Risiko für Hautkrebs erhöht sich vor allem durch Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr", sagt die Dermatologin.

Ist in der Familie schon einmal ein Melanom vorgekommen, sollte man unbedingt regelmäßig zum Hautarzt gehen. Findet er einen auffälligen Fleck, rät Schneider-Burrus davon ab, mit dem Herausschneiden zu warten: "Ich bin dafür, lieber einen Fleck zu viel zu entfernen als einen zu wenig."

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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