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Krebs-Studie: Wachstum mit spezieller Diät hemmen – so effektiv wie Medikamente

Neue Studie  

Diese Diät könnte das Krebswachstum hemmen

02.08.2019, 14:46 Uhr | AFP

Krebs-Studie: Wachstum mit spezieller Diät hemmen – so effektiv wie Medikamente. Grafik einer Krebszelle: Im Mausmodell konnten Wissenschaftler bestimmte Krebsarten eindämmen. (Quelle: Getty Images/Christoph Burgstedt)

Grafik einer Krebszelle: Im Mausmodell konnten Wissenschaftler bestimmte Krebsarten eindämmen. (Quelle: Christoph Burgstedt/Getty Images)

Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel könne die Ausbreitung von einigen Tumor-Arten verlangsamen, sagen Forscher. Im Experiment sei die Diät so wirksam wie Medikamente.

Durch einen verringerten Verzehr aminosäurehaltiger Lebensmittel kann einer Studie zufolge das Wachstum bestimmter Krebsarten gehemmt werden. Ein Verzicht beispielsweise auf rotes Fleisch und Eier habe die Krebstherapie bei Mäusen beeinflusst, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht wurde. "Wir konnten sehr starke Effekte nachweisen, genauso stark wie bei wirksamen Medikamenten", sagt Studienleiter Jason Locasale von der US-Universität Duke.

Konkret ging es den Wissenschaftlern um die Aminosäure Methionin, die eine wichtige Rolle beim Wachstum von Krebszellen spielt. Zunächst konzentrierte sich die Studie auf gesunde Versuchstiere, danach wurde die Diät bei Mäusen mit Darmkrebs oder Weichteiltumoren getestet. In beiden Fällen erwies sich eine Strahlentherapie in Zusammenhang mit der Diät als erfolgreich.

Wirksamkeit bei Menschen noch nicht nachgewiesen

Locasale warnte jedoch davor, einen Erfolg bei anderen als den untersuchten Tumorarten zu erwarten. Die Therapie ist demnach noch nicht reif, um an Menschen mit einer Tumorerkrankung durchgeführt zu werden. Auch unabhängige Experten mahnten, es dürfe noch nicht von einer Wirksamkeit der Therapie ausgegangen werden.
 

 
Studien zeigen immer wieder Zusammenhänge zwischen bestimmten Ernährungsweisen und Krebstherapien. Locasale zufolge ist es jedoch schwierig, solche Studien zu finanzieren, da die Behandlungsmethoden häufig als nicht profitabel gelten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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