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Durchbruch in Krebsforschung: Haarausfall soll bei Chemotherapie bald vermeidbar sein

Durchbruch in der Krebsforschung  

Haarausfall bei Chemotherapie wohl künftig vermeidbar

Von Melanie Weiner

14.09.2019, 12:10 Uhr
Durchbruch in Krebsforschung: Haarausfall soll bei Chemotherapie bald vermeidbar sein. Frau mit Kopfbedeckung: Nach einer Chemotherapie erleiden die meisten Krebspatienten Haarausfall. (Quelle: Getty Images/KatarzynaBialasiewicz)

Frau mit Kopfbedeckung: Nach einer Chemotherapie erleiden die meisten Krebspatienten Haarausfall. (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/Getty Images)

Haarausfall zählt zu den typischen Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Das ist für viele Krebspatienten zusätzlich belastend. Doch aktuelle Forschungsergebnisse könnten ihnen neue Hoffnung geben.

Chemotherapie-Patienten könnten in Zukunft vor dem Verlust ihrer Haare geschützt werden. Das zeigt eine Untersuchung der Universität Manchester. Die Forscher fanden heraus, wie genau Krebsmedikamente – sogenannte Taxane – zu Schädigungen der Haarfollikel und schließlich zu Haarausfall führen.

Weitere Forschung notwendig

Taxane wirken besonders auf schnell wachsende und sich häufig teilende Zellen. Haarwurzelzellen zählen auch dazu. Noch lässt sich Haarausfall deshalb nicht verhindern. Die Forscher hoffen nun, dass ihre Erkenntnisse dazu beitragen, neue Arzneimittel zu finden, die die Zellteilung in den Haarfollikeln der Kopfhaut verlangsamen oder gar blockieren –  ohne zusätzliche toxische Effekte im Haarfollikel zu fördern.


Der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge beginnt der Haarausfall bei den meisten Patienten etwa zwei bis vier Wochen nach Beginn der Chemotherapie. Auch Körperbehaarung, Wimpern, Augenbrauen und Barthaare können davon betroffen sein. Ob und wie stark ein Haarverlust eintritt, hängt nicht nur von der Art des Krebsmedikaments und dessen Dosierung ab. Die eigene Veranlagung ist ebenfalls ein entscheidender Faktor.

Verwendete Quellen:
  • Fachzeitschrift "EMBO Molecular Medicine"
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • heilpraxisnet.de
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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