Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Italien will keine Flüchtlinge von EU-Mission "Sophia" aufnehmen

Nach Blockade für NGO-Schiffe  

Italien will keine Flüchtlinge von EU-Mission "Sophia" aufnehmen

20.07.2018, 12:39 Uhr | dpa

Italien will keine Flüchtlinge von EU-Mission "Sophia" aufnehmen. Migranten in Italien: Die neue rechtspopulistische Regierung in Rom untersagt bereits privaten Seenotrettungshelfern, italienische Häfen anzulaufen. (Quelle: AP/dpa)

Migranten in Italien: Die neue rechtspopulistische Regierung in Rom untersagt bereits privaten Seenotrettungshelfern, italienische Häfen anzulaufen. (Quelle: AP/dpa)

Italien hat Brüssel gewarnt, nun macht das Land ernst: Künftig will es keinen Flüchtlingen mehr Schutz bieten, die im Rahmen von "Sophia" im Mittelmeer gerettet werden. Das Ziel der EU-Mission war ursprünglich gegen Schlepper vor Libyens Küste vorzugehen.

Italien will auch geretteten Migranten an Bord von Schiffen der EU-Marinemission Sophia künftig die Aufnahme verweigern. Das habe der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vor drei Tagen mitgeteilt, berichtete die "Welt". Zuletzt waren vor allem die Flüchtlingsrettungsschiffe von Nichtregierungsorganisationen abgewiesen worden.

Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit hätten die zuständigen Botschafter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) bereits am Mittwoch über alternative Lösungen zur Verteilung der geretteten Migranten beraten. Ein Konsens sei dabei nicht gefunden worden. Die Beratungen sollen an diesem Freitag fortgesetzt werden, wie es heißt.

Erst kam die Warnung, nun macht Italien Ernst

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte bereits am Samstag in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk eine Revision der Mission Sophia gefordert, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Auch Innenminister Matteo Salvini, der Chef der rechten Lega, fordert, dass nicht mehr alle Schiffe von EU-Missionen wie Themis oder Eunavfor Med Sophia, an der auch Deutschland beteiligt ist, automatisch in Italien einlaufen. Die neue rechtspopulistische Regierung in Rom untersagt bereits privaten Seenotrettungshelfern, italienische Häfen anzulaufen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Dschungel-Look: exotisches Flair für Ihre 4 Wände
jetzt auf otto.de
Anzeige
Was Ihr Partner für die Bau- finanzierung können muss
Kostenlose Beratung bei Interhyp
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal