HomePolitikAuslandEuropäische Union

No-Deal-Brexit nur mit Trump? Was die US-Wahl mit dem Brexit zu tun hat


Was die US-Wahl mit dem Brexit zu tun hat

Von Stefan Rook

Aktualisiert am 27.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
Wir sind t-online

Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten berichten rund um die Uhr für Sie über das Geschehen in Deutschland und der Welt.

Donald Trump im Gespräch mit Boris Johnson beim G7-Gipfel 2019 in Biarritz: Trump hat sich mehrfach als ein großer Fan des Brexit geäußert.
Donald Trump im Gespräch mit Boris Johnson beim G7-Gipfel 2019 in Biarritz: Trump hat sich mehrfach als ein großer Fan des Brexit geäußert. (Quelle: imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextStirbt das Schaltgetriebe bald aus?Symbolbild für einen TextSlowakei: Auto rast in Bushaltestelle – ToteSymbolbild für einen TextVon Anhalt will Tom Kaulitz adoptierenSymbolbild für einen TextMann bedroht Passanten mit MesserSymbolbild für einen TextHunziker-Tochter enthüllt BabygeschlechtSymbolbild für einen TextBöse Verletzung: Sorge um Schalke-StarSymbolbild für einen TextPolitiker macht Liebeserklärung im Live-TVSymbolbild für einen TextWestafrika: Präsident gibt nach Putsch aufSymbolbild für einen TextTränengas-Einsatz: Ligaspiel unterbrochenSymbolbild für einen TextPolizei verwechselt MannschaftsbusSymbolbild für einen TextKleiner Junge stürzt aus viertem StockSymbolbild für einen Watson TeaserZDF-Konzert: Helene-Fischer-Fans wütend

Spielt Boris Johnson beim Brexit auf Zeit, um das Ergebnis der US-Wahlen abzuwarten? Mit Biden als Präsident, der Johnson als "physischen und emotionalen Trump-Klon" bezeichnete, würde es ungemütlich für Johnson.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Behauptungen zurückgewiesen, er würde die Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt mit der EU bis zur US-Wahl hinauszögern. Präsident Donald Trump gilt als Brexit-Anhänger und bezeichnete den EU-Ausstieg als "wundervolle, wundervolle Sache". Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden ist hingegen mehr der Europäischen Union zugetan. Zu Spekulationen, er würde einen eventuellen No-Deal-Brexit nur verkünden, falls Trump wieder Präsident würde, sagte Johnson am Montag: "Das sind zwei ganz verschiedene Dinge."

Er sei froh, dass bei den Brexit-Verhandlungen beide Seiten wieder an einem Tisch sitzen. "Wir werden sehen, was die Gespräche bringen", sagte der Premierminister zu Journalisten bei einem Besuch im Royal Berkshire Hospital in Reading westlich von London.

Loading...
Symbolbild für eingebettete Inhalte

Embed

Seine Bemerkungen bezogen sich vor allem auf einen Bericht des "Observer" vom Wochenende, demzufolge Johnson angeblich das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl am 3. November abwarten wolle. Bei einem Wahlsieg Trumps würde Johnson dann umgehend ein Handelsabkommen zwischen den USA und Großbritannien abschließen – ein zentraler Punkt, wenn der Brexit zu einem Erfolg werden soll.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
imago 74692753
Putins Arsenal des Schreckens

Fakt ist jedoch, dass Johnson mit einer Wiederwahl Trumps Rückenwind für seinen Brexit-Kurs – notfalls auch einen No-Deal-Brexit – bekommen würde. Der US-Präsident hat sich mehrfach als "Fan" des Brexit geoutet und den Briten einen "phänomenalen" Handelsvertrag mit den USA versprochen. Biden dagegen äußerte sich kritisch über Johnsons Pläne zum EU-Ausstieg. Er stellte schon im September klar: Sollte er gewählt werden und Großbritannien mit seinen Brexit-Plänen den Frieden zwischen Irland und Nordirland gefährden, wird es keinen Handelsdeal mit den USA geben.

Für einen US-Präsidenten Biden hätte der Brexit keine Priorität

Hinzu kommt, dass sich Johnson und Trump bei ihren bisherigen Treffen sehr gut verstanden und sich gegenseitig als Freund bezeichnen. Mit einem US-Präsidenten Biden müsste Johnson beim Beziehungsaufbau von vorne beginnen und dürfte nicht mit so viel Verständnis und Entgegenkommen rechnen, wie das bei Trump der Fall ist.

Zudem ist zu erwarten, dass Biden als Präsident zunächst versuchen wird, das verlorene Vertrauen der Europäer – allen voran Deutschlands und Frankreichs – in die USA als verlässlichen Partner wiederzugewinnen. Unterstützung für die Anliegen der Briten könnte da sehr schnell an Bedeutung für eine Biden-Regierung verlieren.

Biden bezeichnete Johnson im Dezember 2019 einmal als "physischen und emotionalen Trump-Klon". Einfach dürften die Gespräche zwischen einem US-Präsidenten Biden und Johnson unter diesen Voraussetzungen nicht werden.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • BBC: US election 2020: What the US election will mean for the UK
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Boris JohnsonBrexitDonald TrumpEUGroßbritannienJoe BidenLondonNew YorkUS-WahlUSA
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website