Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Brexit-Folgen: Paris attackiert London im Streit um Fischerei-Lizenzen

Folgen des Brexit  

Paris attackiert London im Streit um Fischerei-Lizenzen

29.09.2021, 13:16 Uhr | dpa

Brexit-Folgen: Paris attackiert London im Streit um Fischerei-Lizenzen . Französischen Fischerboote blockieren den britischen Hafen auf der Kanalinsel Jersey: Zwischen England und Frankreich gibt es seit längerem Streit um Fischereilizenzen.  (Quelle: dpa/Oliver Pinel)

Französischen Fischerboote blockieren den britischen Hafen auf der Kanalinsel Jersey: Zwischen England und Frankreich gibt es seit längerem Streit um Fischereilizenzen. (Quelle: Oliver Pinel/dpa)

In den Brexit-Verhandlungen haben Frankreich und Großbritannien um die Vergabe von Fanglizenzen gerungen. Anträge von nur zwölf französische Booten haben die Briten nun genehmigt. Kritik daran kommt nun aus Paris. 

Im Fischerei-Streit zwischen London und Paris hat die französische Meeresministerin Annick Girardin Großbritannien wegen des Nichterteilens von Fischerei-Lizenzen heftig kritisiert. Von 87 noch offenen Anträgen hätten die Briten nur zwölf nach einer Mitteilung vom Abend positiv beschieden, sagte Girardin am Dienstagabend in Paris. Von 175 für französische Fischer zum Fischen in britischen Gewässern beantragten Lizenzen seien damit insgesamt erst 100 erteilt worden.

"Dies ist eine erneute Weigerung der Briten, die Bedingungen des Brexit-Abkommens trotz aller gemeinsamen Bemühungen umzusetzen", sagte die Ministerin. Am Mittwoch werde sie mit den Akteuren der Branche zusammenkommen, um eine passende Antwort zu entwickeln. "Ich habe nur ein einziges Ziel: die endgültigen Lizenzen für unsere Fischer zu erhalten, wie es das Abkommen vorsieht. Die französische Fischerei darf nicht von den Briten zu politischen Zwecken als Geisel genommen werden."

Vereinbarung im Brexit-Vertrag

Im Brexit-Abkommen war das Erteilen von Lizenzen für europäische Fischer in einer Zone von sechs bis zwölf Seemeilen vor der britischen Küste vereinbart worden. Zwischen Frankreich und Großbritannien gibt es seit längerem Streit um die Umsetzung, auch im Bereich der Kanalinseln Jersey und Guernsey. Vor einigen Monaten war der Konflikt eskaliert, so dass kurzzeitig sogar Militärschiffe ausrückten.

Von der britischen Regierung hieß es am Mittwoch, man werde mit der EU-Kommission und den französischen Behörden zusammenarbeiten, und "weitere Nachweise für die ausstehenden Lizenzanträge berücksichtigen". Das bisherige Vorgehen sei "vollständig im Rahmen" des zwischen London und Brüssel geschlossenen Brexit-Handelsvertrags.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: