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Iran beliefert Putins Armee: So viel Munition geht nach Russland


"Russland ist abhängig"
So viel Munition liefert der Iran an Putins Armee

Von t-online, lw

Aktualisiert am 25.04.2023Lesedauer: 2 Min.
Wladimir Putin: Der Kreml kauft Munition und Drohnen vom Iran.Vergrößern des BildesWladimir Putin: Der Kreml kauft Munition und Drohnen vom Iran. (Quelle: Mikhail Klimentyev/imago-images-bilder)
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Die guten Beziehungen zwischen Russland und dem Iran bereiten dem Westen Sorgen. Ein Bericht zeigt nun, wie groß die Unterstützung von iranischer Seite offenbar ist.

Russland soll in den vergangenen sechs Monaten 300.000 Artilleriegranaten aus dem Iran erhalten haben. Dies berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Beamte aus dem Nahen Osten und offizielle Dokumente aus Regierungskreisen. Zudem hätten Frachtschiffe in diesem Zeitraum mehr als eine Million Schuss Munition über das Kaspische Meer aus dem Iran nach Russland transportiert.

Die Lieferungen sollen die russische Armee im Krieg gegen die Ukraine unterstützen. Ein Vertrag vom September 2022, der dem "WSJ" vorliegt, beweist offenbar den Verkauf von mehr als 74.000 Artilleriegranaten an Russland für 1,7 Millionen Dollar (circa 1,5 Millionen Euro).

Auch Lieferungen von Drohnen

Die letzte bekannte Lieferung sei demnach Anfang März vom Iran nach Russland erfolgt. Das Schiff "Rasul Gamzatov" habe 1.000 Container mit 2.000 Artilleriegranaten transportiert. Nach Angaben von US-Beamten nutzt der Iran offenbar jedoch größtenteils Frachtflugzeuge für den Transport von Waffen und Munition. Das mache ein Eingreifen nahezu unmöglich, heißt es.

Dass der Iran Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt, ist kein Geheimnis. Wie britische Geheimdienste vor wenigen Wochen berichteten, erhält Russland aus dem Iran wohl auch regelmäßige Lieferungen "einer kleinen Anzahl" von Shahed-Drohnen. Für die unbemannten Flugkörper gebe es vermutlich zwei Startplätze: aus dem russischen Gebiet Brjansk im Nordosten der Ukraine sowie aus der Region Krasnodar im Osten. "Dies ermöglicht Russland, weite Bereiche der Ukraine anzugreifen, und verkürzt die Flugzeit zu Zielen im Norden der Ukraine", erklärte das britische Verteidigungsministerium.

"Das ist ein historischer Wandel"

Die USA zeigen sich besorgt über die sich vertiefenden Beziehungen zwischen dem Iran und Russland. Anna Borschtschewskaja, Senior Fellow am Washingtoner Institut für Nahostpolitik, sagte dem "WSJ", dass sich die Beziehungen allmählich von einer transaktionalen zu einer strategischen Beziehung entwickeln. "Russland ist nun zum ersten Mal in der gesamten Bandbreite der russisch-iranischen Beziehungen vom Iran abhängig", sagte sie. "Das ist ein historischer Wandel."

US-Präsident Joe Biden und andere Verbündete der Ukraine warnten schon vor Monaten, dass der Iran bereit sei, Russland ballistische Raketen zu schicken. Nach Einschätzung der USA und anderer Länder ist dies jedoch bisher nicht eingetreten.

Ebenso hat Russland dem Iran bisher keine fortschrittlichen Su-35-Kampfflugzeuge geschickt, die Teheran als Teil der sich vertiefenden Beziehungen anstrebt, so die Beamten im Nahen Osten laut "WSJ". Die Lieferung der ersten russischen Kampfjets war für Mitte März erwartet worden.

Verwendete Quellen
  • wsj.com: "Iran Ships Ammunition to Russia by Caspian Sea to Aid Invasion of Ukraine" (kostenpflichtig)
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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