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Israel-Krieg-Newsblog: Huthi-Rebellen versenken offenbar britisches Schiff


Newsblog zum Krieg in Nahost
Huthi-Rebellen versenken offenbar britisches Schiff


Aktualisiert am 19.06.2024 - 16:02 UhrLesedauer: 21 Min.
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Huthi-Anhänger bei Anti-Israel- und Anti-USA Protesten im Jemen.Vergrößern des Bildes
Huthi-Anhänger bei Anti-Israel- und Anti-USA Protesten im Jemen. (Quelle: Osamah Abdulrahman/dpa)

Israel droht der Hisbollah mit dem "totalen Krieg". Die militanten Huthis versenken einen weiteren Frachter. Mehr Informationen im Newsblog.

UN wirft Israel mangelnder Schutz von Zivilisten im Gazastreifen vor

15.55 Uhr: Israel hat im Gaza-Krieg nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros Zivilisten beim Einsatz von präzisionsgelenkten Bomben nicht genügend geschützt. "Das Gebot, Mittel und Methoden der Kriegsführung so zu wählen, dass zivile Schäden vermieden oder zumindest so gering wie möglich gehalten werden, wurde bei der israelischen Bombenkampagne offenbar konsequent verletzt", teilt der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, in Genf mit. Er hatte einen Bericht mit dem Titel "Wahllose und unverhältnismäßige Angriffe während des Konflikts in Gaza" vorgelegt. Israel weist den Bericht zurück.

In dem neuen Bericht über die Angriffe heißt es, Aussagen belegten, dass Israel den gebotenen Schutz von Zivilisten ignoriert habe. Das UN-Büro zitiert etwa aus der israelischen Zeitung "Haaretz", die im Oktober 2023 Aussagen eines Militärsprechers zitierte. Der sagte demnach, es würden zwar Genauigkeit der Ziele und das Ausmaß des Schadens abgewogen, aber "im Moment konzentrieren wir uns auf das, was den maximalen Schaden verursacht".

Ein anderer Vertreter der Streitkräfte, der sich an die islamistische Terrororganisation Hamas und die Bewohner des Gazastreifens wandte, sagte demnach: "Menschliche Bestien werden entsprechend behandelt. Israel hat eine totale Blockade über Gaza verhängt. Kein Strom und kein Wasser, nur Schäden. Ihr wolltet die Hölle, ihr werdet die Hölle bekommen."

Nächtliche israelische Luftangriffe im Südlibanon

15.01 Uhr: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Wie die israelische Armee mitteilt, führten ihre Kampfflugzeuge nächtliche Luftangriffe auf Hisbollah-Stellungen in dem nördlichen Nachbarland aus. Bei einem von der Schiiten-Miliz reklamierten Angriff nahe der israelischen Stadt Metula sei zudem eine Drohne nach Israel eingedrungen, die israelische Truppen im Visier gehabt habe.

Die Hisbollah meldet ihrerseits den Tod von drei Kämpfern. Die offizielle libanesische Nachrichtenagentur berichtet von israelischen Angriffen auf mehrere Gebiete im Südlibanon, darunter auf das Grenzdorf Chiam, wo ein AFP-Fotograf eine große Rauchwolke sah.

Vereinte Nationen: Von Israel eingesetzte Bomben verletzen Kriegsrecht

9.55 Uhr: Israel hat im Gaza-Krieg nach Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros beim Einsatz von präzisionsgelenkten Bomben nicht genügend auf die Schonung von Zivilisten geachtet. "Das Gebot, Mittel und Methoden der Kriegsführung so zu wählen, dass zivile Schäden vermieden oder zumindest so gering wie möglich gehalten werden, wurde bei der israelischen Bombenkampagne offenbar konsequent verletzt", teilt der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, in Genf mit.

Behörde: Zweiter Frachter im Roten Meer nach Huthi-Beschuss gesunken

6.53 Uhr: Die militanten Huthis im Jemen haben nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mutmaßlich ein zweites Schiff im Roten Meer versenkt. An der zuletzt gemeldeten Position des Kohle-Frachters "Tutor" seien nur noch Trümmer und Öl gesichtet worden, teilt die Behörde mit.

Die Tutor war vor knapp einer Woche von Raketen und einem mit Sprengstoff beladenen ferngesteuerten Boot getroffen worden und Leck geschlagen. Ein Besatzungsmitglied, das sich mutmaßlich im Maschinenraum des Schiffs befand, wird weiterhin vermisst.

US-Streitkräfte zerstören acht Drohnen der Huthi-Miliz

3 Uhr: US-Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden acht Drohnen der Huthi-Miliz im Jemen zerstört. Zudem hätten Verbündete der USA eine Drohne der Huthis über dem Golf von Aden zerstört, erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando Centcom am Dienstag. Es seien keine Schäden oder Verletzte von Schiffen der USA und ihren Verbündeten oder Handelsschiffen gemeldet worden, hieß es weiter.

Israel und Libanon: UN-Hochkommissar warnt vor Krieg

00.01 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk warnt vor einem weiteren großen Konflikt im Nahen Osten. "Ich bin extrem besorgt über die eskalierende Lage zwischen dem Libanon und Israel", sagte der Hochkommissar vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf am Dienstag. Türk rief dazu auf, die Kämpfe einzustellen und alles dafür zu tun, "um einen vollständigen Krieg abzuwenden".

Dienstag, 18. Juni

Israelische Streitkräfte genehmigen Pläne für Offensive im Libanon

21.39 Uhr: Die israelischen Streitkräfte IDF haben nach zunehmenden Spannungen Einsatzpläne für eine Offensive im Libanon genehmigt. "Im Rahmen der Lagebeurteilung wurden die operativen Pläne für eine Offensive im Libanon bestätigt und verabschiedet. Es wurden Entscheidungen zur weiteren Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Truppen im Feld getroffen", teilen die IDF mit. Die Spannungen zwischen Israel und der im Libanon ansässigen Hisbollah hatten zuletzt zugenommen.

Netanjahu: Pausierung von US-Waffenlieferung "unbegreiflich"

19.50 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat kritisiert, dass die US-Regierung Waffen und Munition an Israel zurückhält. Er habe US-Außenminister Antony Blinken kürzlich in Israel gesagt, es sei "unbegreiflich, dass die Regierung Israel in den vergangenen Monaten Waffen und Munition vorenthalten hat", sagt Netanjahu in einer Videoansprache. "Außenminister Blinken hat mir versichert, dass die Regierung Tag und Nacht daran arbeite, diese Engpässe zu beseitigen. Ich hoffe wirklich, dass dies der Fall ist."

US-Außenminister Antony Blinken wies die Kritik zurück. Die USA hätten sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Israel über das verfüge, was es brauche, um sich gegen eine Vielzahl von Bedrohungen zu verteidigen, sagte er auf Nachfrage in Washington. Daran halte man fest. Es gebe einen Fall, den US-Präsident Joe Biden öffentlich gemacht habe, nämlich die Lieferung von 2.000-Pfund-Bomben, die weiterhin überprüft werde, weil die US-Regierung Bedenken habe, dass die Bomben in einem dicht besiedelten Gebieten wie Rafah eingesetzt werden könnten. "Aber alles andere geht seinen gewohnten Gang", sagt er.

Israel droht Hisbollah mit "totalem Krieg"

19.10 Uhr: Der israelische Außenminister Israel Katz hat der pro-iranischen Schiitenmiliz Hisbollah mit der Zerstörung in einem "totalen Krieg" gedroht. "Wir stehen kurz vor dem Zeitpunkt, an dem wir entscheiden werden, die Spielregeln gegen die Hisbollah und den Libanon zu ändern", erklärt das Büro von Katz. "In einem totalen Krieg werden die Hisbollah zerstört und der Libanon schwer getroffen werden."

Seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen vor mehr als acht Monaten kommt es auch immer wieder zu Beschuss an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Dort liefert sich die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz regelmäßig Feuergefechte mit der israelischen Armee, um die mit ihr verbündete islamistische Hamas zu unterstützen.


Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa, AFP und Reuters
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