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46 Menschen sterben bei Straßenschlachten in Odessa

Von dpa, ap
Aktualisiert am 03.05.2014Lesedauer: 3 Min.
In Odessa werfen Randalierer Brandbomben - das kostet Dutzenden Menschen das Leben.
In Odessa werfen Randalierer Brandbomben - das kostet Dutzenden Menschen das Leben. (Quelle: Reuters-bilder)
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Die Gewalt in der Ukraine ufert aus und verschärft die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Die Regierung in Kiew startete eine groß angelegte Militäroffensive gegen Hochburgen der Aufständischen im Osten des Landes. Beim Vormarsch auf Slawjansk seien viele pro-russische Kämpfer getötet und verwundet worden, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow.

In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk kommt es derweil zu schweren Kämpfen mit pro-russischen Separatisten, wie ukrainische Sicherheitskräfte mitteilen. Die Stadt liegt südlich von Slawjansk, der Hochburg der pro-russischen Separatisten.


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Im bisher ruhigen Odessa lieferten sich pro-russische Separatisten und Regierungsanhänger Straßenschlachten, ein Gewerkschaftsgebäude ging dabei in Flammen auf. Dutzende Menschen kamen darin um - nach Regierungsangaben mindestens 46 Menschen. Das teilte das Innenministerium mit, ohne eine genaue Aufschlüsselung zu geben. Das russische Außenministerium in Moskau machte die Führung in Kiew für die Brandkatastrophe verantwortlich.

Ukrainische Medien berichteten, Unterstützer der Regierung in Kiew hätten vor der Gewerkschaftszentrale in Odessa ein Lager pro-russischer Demonstranten geräumt. Diese seien daraufhin in das Gebäude geflüchtet. Dann habe es Feuer gefangen. Ein Polizeisprecher sagte, der Brand sei offenbar durch Molotow-Cocktails verursacht worden - auf Bildern ist zu sehen, wie Männer Brandbomben auf den Bau werfen. Laut Augenzeugen sollen Polizisten zugeschaut haben.

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Die meisten Menschen seien an Rauchvergiftungen gestorben, teilte die Polizei mit. Verzweifelte Eingeschlossene seien aus den Fenstern des Gebäudes gesprungen und dadurch ums Leben gekommen.

An den Krawallen in Odessa waren nachukrainischen Angaben auch Gruppen aus Russland und pro-russische Separatisten aus der Nachbarregion Transnistrien beteiligt. Hinter den Ausschreitungen steckten Vertraute des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, die Saboteure finanziell unterstützt hätten, sagt eine Sprecherin desukrainischen Geheimdienstes SBU.

Soldaten umringen Slawjansk

Die Hafenstadt am Schwarzen Meer war bisher von den Unruhen relativ verschont geblieben, die Teile des Ostens der Ukraine erfasst haben. Dort halten Aufständische in einem Dutzend Städten Regierungsgebäude und Polizeiwachen besetzt. Seit Freitagmorgen versuchen ukrainische Truppen jedoch, das strategisch wichtige Slawjansk zurückzuerobern. Entgegen den Angaben aus Kiew sprach die Sprecherin der Separatisten von drei Kämpfern und zwei Zivilisten, die getötet worden seien.

Bei Anbruch der Dunkelheit blockierten Soldaten mit Schützenpanzern alle größeren Straßen nach Slawjansk. Die Innenstadt war jedoch weiter in der Hand pro-russischer Bewaffneter. Noch am Freitagabend war in der Gegend vereinzelt Geschützfeuer zu hören. Russische Medien berichteten überdies von Scharmützeln in der nahe gelegenen Stadt Kramatorsk.

Slawjansk sei strategisch bedeutsam, weil sich nahe der Stadt ein riesiges Arsenal an Sturmgewehren und anderen leichten Waffen befinde, kommentiert das britische Institut für Sicherheitsfragen.

Russland: Ukraine setzt "Terroristen" ein

In einer Reaktion auf das militärische Vorgehen Kiews erklärte der Kreml, damit sei der Friedensplan zur Entschärfung der Krise nun hinfällig. Der Angriff vom Freitag habe die vor zwei Wochen in Genf beschlossene Vereinbarung "zerstört", sagte der Sprecher von Wladimir Putin, Dmitri Peskow. Hingegen bescheinigte US-Präsident Barack Obama der Übergangsregierung in Kiew, mit der Offensive die Ordnung wiederherstellen zu wollen.

Das russische Außenministerium warf der Ukraine vor, "Terroristen" von ultranationalistischen Organisationen für die Militäroperationen einzusetzen. Kiew habe Panzer und Hubschrauber geschickt, die Raketenangriffe auf die Demonstranten durchgeführt hätten. "Die Hände der Führung in Kiew stecken bis zum Ellbogen in Blut", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax.

Russland hat nach Angaben des Präsidialamtes unterdessen den Einfluss auf die Milizen im Südosten der Ukraine verloren. Moskau könne die Situation nicht allein lösen, sagte ein Sprecher von Präsident Wladimir Putin. "Russland hat im Grunde seinen Einfluss auf diese Leute verloren, weil es unmöglich ist, sie zur Niederlegung ihrer Waffen zu überreden, wenn es eine direkte Bedrohung ihres Lebens gibt", erklärte Dmitri Peskow. Die geplante Abhaltung von Wahlen bezeichnete er angesichts der in Teilen des Landes herrschenden Gewalt daher als "absurd".

Merkel und Obama drohen Russland

Obama sagte dagegen auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die eskalierende Gewalt habe der Welt vor Augen geführt, dass die pro-russischen Kräfte in der Region keine friedlichen Demonstranten seien. Putin müsse "von seinem derzeitigen Kurs abgebracht werden", sagte der US-Präsident.

Obama und Merkel drohten Russland: Sollte Moskau nichts für eine Deeskalation der Krise tun, werde es dafür einen höheren Preis zahlen. Die USA und Deutschland bereiteten neue Sanktionen vor, um die russische Wirtschaft zu treffen. Diese würden angewandt, sollte Russland die ukrainische Präsidentenwahl am 25. Mai stören.

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