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Vor Wahl in Brasilien: Ultrarechter Präsidentschaftskandidat Bolsonaro liegt vorne

Ex-Präsident warnt vor faschistischer Gefahr  

Ultrarechter Bolsonaro liegt vor Wahl in Brasilien vorne

25.10.2018, 11:02 Uhr | dpa, rtr

Vor Wahl in Brasilien: Ultrarechter Präsidentschaftskandidat Bolsonaro liegt vorne. Jair Bolsonaro: Der Ultrarechte Kandidat liegt in Umfragen vorn. (Quelle: dpa/ Tânia Rêgo/Agência Brasil)

Jair Bolsonaro: Der Ultrarechte Kandidat liegt in Umfragen vorn. (Quelle: Tânia Rêgo/Agência Brasil/dpa)

Brasilien wählt am Sonntag seinen neuen Präsidenten. Der ultrarechte Bolsonaro liegt auch vor der Stichwahl vorne. Ex-Präsident Lula da Silva stellt sich klar gegen ihn.

Wenige Tage vor der Stichwahl in Brasilien sieht eine neue Umfrage den ultrarechten Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro noch immer klar vorne. 57 Prozent der Wähler wollen am nächsten Sonntag für den Ex-Militär stimmen, wie aus der vom Nachrichtenportal G1 veröffentlichten Erhebung hervorging. Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei würde demnach auf 43 Prozent der Stimmen kommen. Damit schmolz Bolsonaros Vorsprung im Vergleich zur Vorwoche leicht zusammen. Da hatte er noch bei 59 Prozent gelegen.

Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat derweil um Stimmen für seinen Parteifreund Fernando Haddad geworben – und vor einer faschistischen Bedrohung gewarnt. "Es ist an der Zeit, das Volk und alle Demokraten zu vereinen", schrieb der wegen Korruption zu zwölf Jahren Haft verurteilte ehemalige Staatschef aus dem Gefängnis. "Angesichts dieser faschistischen Bedrohung rufe ich alle dazu auf, den demokratischen Rechtsstaat zu verteidigen", hieß es in dem Brief.

Vorurteile und extremistische Parolen

Der frühere Fallschirmjäger Bolsonaro macht immer wieder abfällige Bemerkungen über Frauen, Schwarze und Schwule. Zudem verbreitet er extremistische Parolen und hegt Sympathie für die Militärdiktatur (1964–1985). Allerdings profitiert er von der Wut vieler Wähler auf die von Korruptionsskandalen belastete traditionelle Politelite. Außerdem kommen seine Forderungen nach einem harten Durchgreifen gegen Kriminelle angesichts der ausufernden Gewalt im größten Land Lateinamerikas gut an.

Die Abstimmung gilt als Bewährungsprobe für die Demokratie in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas. Haddad hat gegen Bolsonaro Manipulationsvorwürfe geäußert. Einem Medienbericht zufolge sollen wohlbetuchte Bolsonaro-Unterstützer Millionensummen an Dritte gezahlt haben, um Zehntausende Whatsapp-Nachrichten gegen Haddad zu verbreiten. 

Verwendete Quellen:
  • dpa, Reuters

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