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Gespräche sollen weitergehen: Südkorea will zwischen USA und Nordkorea vermitteln

Gespräche sollen weitergehen  

Südkorea will zwischen USA und Nordkorea vermitteln

04.03.2019, 15:11 Uhr | dpa

Gespräche sollen weitergehen: Südkorea will zwischen USA und Nordkorea vermitteln. Südkorea will nun zwischen den beiden vermitteln: Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem letztlich missglückten Treffen in Hanoi.

Südkorea will nun zwischen den beiden vermitteln: Donald Trump und Kim Jong Un bei ihrem letztlich missglückten Treffen in Hanoi. Foto: Evan Vucci/AP. (Quelle: dpa)

Seoul/Peking (dpa) - Nach dem ergebnislosen Abrüstungsgipfel zwischen den USA und Nordkorea in Hanoi will sich die südkoreanische Regierung als Vermittlerin anbieten. Unter Vorsitz des Präsidenten Moon Jae In tagte am Montag in Seoul der nationale Sicherheitsrat Südkoreas.

Ziel ist es, einen weiteren Dialog über den Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms anzustoßen.

Der Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war überraschend ohne Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Trump und Kim waren sich in der zentralen Frage uneins, wie Nordkorea abrüsten soll und welche Gegenleistungen es dafür geben soll.

Moon sagte nach Angaben seines Büros, er hoffe, dass Trump und Kim in naher Zukunft wieder zusammentreffen. "Bei diesem Prozess ist unsere Rolle erneut sehr wichtig geworden." Trotz fehlender Vereinbarungen habe es auch Fortschritte gegeben.

Südkoreas Außenministerin Kang Kyung Wha sprach von der Möglichkeit, dass sich erneut Unterhändler der beiden koreanischen Staaten und der USA sowie unabhängige Experten der drei Länder treffen könnten.

Trump hatte Moon schon im Anschluss an den Gipfel in Hanoi am vergangenen Donnerstag in einem Telefongespräch gebeten, ähnlich wie im vergangenen Jahr eine Vermittlerrolle zu übernehmen.

China bewertete das Gipfeltreffen vergangene Woche trotz der Uneinigkeit als "konstruktiv". Der Sprecher des Volkskongresses, Zhang Yesui, zeichnete bei einer Pressekonferenz ähnlich wie Moon ein positives Bild. Beide Seiten wollten schließlich ihren Dialog fortsetzen. Der Atomkonflikt sei ein "sehr kompliziertes und heikles Problem", das nicht mit ein oder zwei Treffen gelöst werden könne, sagte Zhang Yesui, der auch Vizeaußenminister ist und seit langem an den Verhandlungen mit Nordkorea mitwirkt. Beide Seiten sollten "guten Willen und Geduld" zeigen.

Unterdessen begannen die Streitkräfte der USA und Südkoreas nach der freiwilligen Einstellung ihrer bisher großen gemeinsamen Militärmanöver eine kleinere Kommandoübung. Das Manöver "Dong Maeng" (Allianz) habe wie geplant begonnen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit.

Beide Länder hatten am Wochenende erklärt, das mehrwöchige Frühjahrs-Feldmanöver "Foal Eagle" sowie die parallel dazu laufende Kommandoschulung "Key Resolve" aus ihrem Trainingsprogramm zu nehmen. Zur Begründung verwies das Pentagon auf die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Atomstreits mit Nordkorea. Die Frühjahrsmanöver lösten immer wieder heftige Proteste der kommunistischen Führung Nordkoreas aus.

Trump nannte als Grund für die Beendigung der Großmanöver auch finanzielle Vorteile. Er schrieb am Sonntag auf Twitter, dadurch Hunderte Millionen an Dollar einsparen zu wollen.

Nordkorea benutzt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA weiterhin seine Uran-Anreicherungsanlage im wichtigen Atomkomplex Yongbyon. Außerdem hätten Experten Hinweise auf Bauarbeiten an einem Leichtwasserreaktor gesammelt, sagte IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano am Montag in Wien.

Die Anreicherung von Uran wird beobachtet, da höher angereichertes Uran für Atomwaffen genutzt werden kann. Die IAEA bezieht ihre Informationen über den Atomkomplex Yongbyon aus Satellitenbildern und öffentlich zugänglichen Informationen, da Nordkorea die Experten der Behörde nicht ins Land lässt.

Amano rief Nordkoreas Führung daher erneut dazu auf, enger mit der internationalen Gemeinschaft zu kooperieren. "Die IAEA ist bereit, Verifikations- und Beobachtungsaufgaben in Nordkorea zu übernehmen, wenn dazu unter den betroffenen Ländern eine Vereinbarung getroffen werden sollte."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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