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Russisches Raketenabwehrsystem: Erdogan hält an S-400-Deal mit Russland fest

Russisches Raketenabwehrsystem  

Erdogan hält an S-400-Deal mit Russland fest

04.06.2019, 15:44 Uhr | dpa

Russisches Raketenabwehrsystem: Erdogan hält an S-400-Deal mit Russland fest. Die USA fordern von ihrem Nato-Partner, dass die Türkei statt des russischen S-400-Systems das amerikanische Patriot-System kauft.

Die USA fordern von ihrem Nato-Partner, dass die Türkei statt des russischen S-400-Systems das amerikanische Patriot-System kauft. Foto: Yuri Kochetkov/EPA/Archiv. (Quelle: dpa)

Istanbul (dpa) - Trotz wachsender Spannungen mit den USA wegen des geplanten Ankaufs eines russischen Raketenabwehrsystems lässt sich die türkische Staatsführung nicht von dem Vorhaben abbringen.

"Es gibt hier ein Abkommen, das wir getroffen haben, eine Entscheidung. (...) Zurückzutreten kommt nicht in Frage", sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Morgen nach einem Gebet zum Beginn der Bayram-Feiertage in Istanbul. Die USA fordern von ihrem Nato-Partner, dass die Türkei statt des russischen S-400-Systems das amerikanische Patriot-System kauft. Dazu sagte Erdogan, das Angebot sei nicht so gut wie das russische.

Erste Lieferungen der S-400 an die Türkei soll es schon im Juli geben. Washington fürchtet, dass Russland über die in der Türkei installierte Raketenabwehr an Daten über die Fähigkeiten der neuen F-35-Tarnkappenflugzeuge gelangen könnte. Die Türkei ist Partner beim Bau der F-35 und soll mehrere Jets erhalten. Die USA drohen der Türkei mit Sanktionen, sollte das Geschäft mit Russland zustandekommen.

Die S-400-Anlagen sollen Kampfflugzeuge und Raketen im Luftraum vernichten. Die Türkei soll ihre vier Divisionen für einen Gesamtpreis von 2,5 Milliarden US-Dollar (2,23 Milliarden Euro) im Sommer erhalten. Eine Division hat zwölf Startanlagen mit je vier Raketen.

2018 hatten US-Sanktionen aufgrund des Falls eines in der Türkei festgehaltenen amerikanischen Pastors einen dramatischen Einbruch der Lira ausgelöst. Zu Spannungen zwischen beiden Ländern führen auch die Inhaftierung anderer US-Amerikaner in der Türkei wegen Terrorvorwürfen sowie gegensätzliche Positionen im Syrien-Konflikt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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