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Frankreich: Regierung gibt Forderung von Demonstranten in Rentenstreit nach

Streit um Rentenreform  

Regierung in Paris gibt Forderung von Demonstranten nach

11.01.2020, 17:15 Uhr | AFP, dru

Frankreich: Regierung gibt Forderung von Demonstranten in Rentenstreit nach. Emmanuel Macron: Seine Regierung gibt im Rentenstreit mit den Gewerkschaften nach. (Quelle: Reuters/Yoan Valat)

Emmanuel Macron: Seine Regierung gibt im Rentenstreit mit den Gewerkschaften nach. (Quelle: Yoan Valat/Reuters)

Seit Wochen laufen in Frankreich die Gewerkschaften gegen eine Rentenreform Sturm. Nun kommt ihnen die Regierung in einem entscheidenden Punkt entgegen.

Die französische Regierung ist bereit, vorerst auf den umstrittensten Punkt ihrer geplanten Rentenreform zu verzichten. Er sei bereit, die stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre bis 2027 aus dem Gesetzesentwurf zu streichen, schrieb Premierminister Edouard Philippe am Samstag in einem Brief an die Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag.

Mit dem Verzicht auf das höhere Renteneintrittsalter wolle er den Sozialpartnern sein "Vertrauen" beweisen, erklärte Philippe in dem Schreiben. Die einflussreiche Gewerkschaft CGT und andere fordern einen vollständigen Rückzug der Reformpläne, mit denen Präsident Emmanuel Macron das komplizierte System mit mehr als 40 Rentenkassen vereinheitlichen will. Dies lehnt die Regierung kategorisch ab.

Protest gegen die Rentenreform: In Paris setzt die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein. (Quelle: Reuters/Gonzalo Fuentes)Protest gegen die Rentenreform: In Paris setzt die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein. (Quelle: Gonzalo Fuentes/Reuters)

In Frankreich gibt es aus Protest gegen die Rentenpläne seit Wochen Streiks und Proteste. Auch am Samstag zogen in der Hauptstadt Paris und weiteren Städten erneut Tausende Demonstranten auf die Straßen. Dabei kam es im 12. Pariser Arrondissement zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Oper muss erneut Vorstellung absagen

Die Pariser Oper sagte am Samstag wegen des Ausstands eine Vorstellung ab. Das weltberühmte Haus entschuldige sich bei den Zuschauern, hieß es in einer Mitteilung. Es ist nicht die erste Protestaktion der Opern-Mitarbeiter – seit Wochen fallen Konzerte aus. Mit der Rentenreform würden auch die Angestellten der Oper viele ihrer Sonderrechte verlieren.

Zusammenstöße in Paris: Feuerwehrleute löschen eine Plakatwand, die von Demonstranten in Brand gesetzt wurde. (Quelle: Reuters/Gonzalo Fuentes)Zusammenstöße in Paris: Feuerwehrleute löschen eine Plakatwand, die von Demonstranten in Brand gesetzt wurde. (Quelle: Gonzalo Fuentes/Reuters)

Erst am Donnerstag waren Hunderttausende im ganzen Land gegen die Rentenreform auf die Straße gegangen. Das Innenministerium berichtete von 452.000 Menschen, davon 56.000 in der Hauptstadt Paris. Die Gewerkschaft CGT sprach sogar von 1,7 Millionen Demonstranten im ganzen Land.

Wegen der Proteste gab es am Samstag im Pariser Nahverkehr und im Zugverkehr im ganzen Land erneut Störungen. Der Großteil der Pariser Metro-Linien war nur am Nachmittag im Einsatz. Etliche Metro-Stationen blieben jedoch geschlossen, wie die Pariser Verkehrsbetriebe auf Twitter mitteilten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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