HomePolitikAusland

Infektionszahlen steigen: Lockerungen im arabischen Raum nach Corona-Einschränkungen


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSeoul: Nordkorea feuert Rakete abSymbolbild für einen TextZwei Kleinflugzeuge bei Gera abgestürztSymbolbild für einen TextTV-Star: Siebtes Kind mit Yoga-LehrerinSymbolbild für einen TextSchock-Moment: Ronaldo blutet starkSymbolbild für einen TextSchiffskollision auf der MoselSymbolbild für einen TextUS-Nachrichtensprecher getötetSymbolbild für einen TextDFB-Stars fliegen nicht mit nach EnglandSymbolbild für einen TextWiesn-Gast randaliert wegen BratwurstSymbolbild für einen TextSki-Olympiasieger hat HodenkrebsSymbolbild für einen TextBäckereikette senkt BrotpreiseSymbolbild für einen TextKirmes: Mädchen fliegt aus FahrgeschäftSymbolbild für einen Watson TeaserZDF: Experte sorgt für AufsehenSymbolbild für einen TextWie Nordic Walking die Knochen stärkt

Lockerungen im arabischen Raum nach Corona-Einschränkungen

Von dpa
Aktualisiert am 07.06.2020Lesedauer: 3 Min.
Menschen mit Gesichtsmasken sitzen in einem Zug in Kairo.
Menschen mit Gesichtsmasken sitzen in einem Zug in Kairo. (Quelle: Ahmed Gomaa/XinHua/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Kairo/Riad (dpa) - Nach dem weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie kehren mehrere Länder im arabischen Raum wieder schrittweise zum gewöhnlichen Alltag zurück.

Unter anderem kündigten Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate Lockerungen der Einschränkungen an, um Wirtschaft und Tourismus langsam wiederzubeleben - trotz vielerorts steigender Infektionszahlen.

Hintergrund der Lockerungen sind vor allem ökonomische Zwänge. So will Saudi-Arabien etwa die heimische Wirtschaft wiederbeleben, die durch den extrem niedrigen Ölpreis bereits leidet. Ägypten benötigt dagegen dringend Einnahmen aus dem Tourismussektor, der etwa 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht.

In Ägypten - mit 100 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Nordafrika - haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 32.600 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Vor einer Woche hatte das Land mit mehr als 1500 Neuinfektionen den höchsten Anstieg an einem Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Die Zahl der Krankenhäuser, die Corona-Patienten behandeln, wurde auf rund 370 landesweit erhöht.

Gleichzeitig stimmt die Regierung in Kairo die Bevölkerung auf eine Rückkehr zur Normalität ein. Restaurants und Cafés sollen unter Auflagen bald wieder Gäste empfangen können. Auch die nächtliche Ausgangssperre wurde verkürzt. Zugleich laufen Gespräche darüber, ausländische Touristen wieder ins Land zu lassen. Dutzende Hotels dürfen seit einigen Tagen bereits einheimische Touristen empfangen, bei halber Belegung.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Symbolbild für ein Video
Baerbock kontert Lawrow in knapp 20 Sekunden aus

Auch die Staaten am Persischen Golf lockern ihre Einschränkungen. In Saudi-Arabien sind seit etwa einer Woche wieder Inlandsflüge und Zugfahrten erlaubt. Auch Einkaufszentren, Restaurants und Cafés sind regulär geöffnet. Bis zu 50 Personen dürfen sich wieder treffen. Zwar bleiben Schönheitssalons, Friseure, Sportanlagen und Kinos weiterhin geschlossen, ab dem 21. Juni soll das tägliche Leben landesweit - mit Ausnahme von Mekka - aber wieder uneingeschränkt laufen.

"Die Lockerungen kommen ziemlich früh", teilte das Zentrum für internationalen Gesundheitsschutz des Robert Koch Instituts (RKI) auf Anfrage mit. Die Fallzahlen in den Ländern der Arabischen Halbinsel seien aktuell besonders hoch. Weltweit sei in der Region pro 100 000 Einwohner aktuell gar die höchste Falldichte zu vermelden. Grund dafür könnten auch verfrühte Lockerungen sein, teilte das RKI mit.

Saudi-Arabien ist in der Region besonders stark betroffen. Am Samstag meldete der Wüstenstaat mehr als 3100 Neuinfektionen und damit den höchsten Zuwachs an einem Tag seit Beginn der Krise. Insgesamt haben sich im Land rund 102 000 Menschen infiziert. Für die Stadt Dschidda wurde eine erneute Ausgangssperre ab Samstag verhängt, Moscheen und Restaurants müssen dort für zwei Wochen schließen.

In den Emiraten dürfen unter anderem Restaurants und Einkaufszentren in der Hauptstadt Abu Dhabi mit geringer Belegung wieder Gäste empfangen, dasselbe gilt für Museen und Hotel-Strände. Nach einem weitgehenden Flugverbot kündigten die Emirate auch eine schrittweise Wiederaufnahme internationaler Transitflüge an. Im Land haben sich mehr as 37 600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Obwohl die Infektionsnachweise auch in Katar im Verlauf der vergangenen Woche stiegen, wurden Maßnahmen ebenfalls gelockert. So ist Sport im Freien ohne Mundschutz wieder erlaubt. Auch Handel und Industrie dürfen nach offiziellen Angaben wieder länger öffnen. Noch im Mai hatte die katarische Gesundheitsministerin in einem Fernsehinterview angekündigt, die Einschränkungen nur zu lockern, wenn sich eine zweite Ansteckungswelle sicher vermeiden lasse.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, New York
KairoRKISaudi-ArabienÄgyptenÖlpreis
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website