• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Fragen und Antworten: Die wichtigsten Fragen zum Libyen-Konflikt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextLindner empört mit "Gratismentalität"Symbolbild für einen TextHier gibt es die höchsten ZinsenSymbolbild für einen TextGasspeicher füllen sich schnellerSymbolbild für ein VideoSpektakuläre Entdeckung in TempelSymbolbild für einen TextKlare Lewandowski-Aussage zum FC BayernSymbolbild für einen TextProzess gegen Fußball-Legende beginntSymbolbild für einen TextFormel 1: Teamchef attackiert Top-TalentSymbolbild für einen TextKönigin Letizia zeigt BeinSymbolbild für einen TextSonya Kraus zeigt sich im BikiniSymbolbild für einen TextNationalspieler verlängert VertragSymbolbild für einen TextJunge verschwindet mit 9-Euro-TicketSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Moderatorin mit bedrückenden Worten

Die wichtigsten Fragen zum Libyen-Konflikt

Von dpa
Aktualisiert am 23.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Bundesaußenminister Heiko Maas (M) begrüßt die Teilnehmer zur zweiten Berliner Libyen-Konferenz im Auswärtigen Amt.
Bundesaußenminister Heiko Maas (M) begrüßt die Teilnehmer zur zweiten Berliner Libyen-Konferenz im Auswärtigen Amt. (Quelle: Michael Sohn/AP-Pool/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin/Tripolis (dpa) - Tausende ausländische Kämpfer, Streit über die rechtliche Grundlage für Wahlen, Misstrauen unter Politikern und Milizen: In Reichweite ist ein dauerhafter Frieden in Libyen noch lange nicht.

Der ölreiche Wüstenstaat steckt tief in den Nachwehen jahrelanger Kämpfe - erneute Gefechte nicht ausgeschlossen. Anderthalb Jahre nach einer internationalen Konferenz in Berlin zum Konflikt haben Bundesregierung und UN zum nächsten Treffen geladen, auch "Berlin II" genannt. Die wichtigsten Fragen:

Worum geht es im Libyen-Konflikt?

Libyens Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi war vor zehn Jahren mit westlicher Hilfe gestürzt worden. Daraufhin brach ein Machtkampf verschiedener politischer Lager und verbündeter Milizen aus. Die international anerkannte Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis stand einer Regierung im Osten gegenüber, verbündet mit dem mächtigen General Chalifa Haftar. Beide Seiten und verbündete Milizen kämpften um Macht und Einfluss. Militärisch hat sich die Lage aber abgekühlt. Größere Gefechte gab es seit einem Jahr nicht, seit Oktober gilt eine Waffenruhe.

Welche Länder mischen in Libyen mit?

Befeuert wird der Konflikt seit Jahren von außen. Tausende Kämpfer, Soldaten und Söldner kamen ins Land - im Dezember waren es laut UN immer noch 20.000. Trotz eines seit 2011 geltenden UN-Waffenembargos gelangten auch massenhaft Waffen und schweres militärisches Gerät ins Land. Haftar wird von Russland, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Viele westliche Staaten und die Türkei unterstützten dagegen die Sarradsch-Regierung in Tripolis.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
An Dreistigkeit kaum zu überbieten
Patricia Schlesinger: Sie ist seit Juli 2016 Intendantin des RBB.


Die Staaten verfolgen unterschiedliche Interessen. Die Türkei etwa, deren Truppen eine Offensive von Haftars Armee auf Tripolis stoppten, profitiert vom Zugang zu libyschen Energievorkommen. Ankara will aber auch den Einflussbereich anderer Staaten zurückdrängen, die es im Mittelmeerraum als Gegner empfindet, darunter Ägypten und die Emirate. Moskau wiederum will seinen Einfluss in Nahost und Afrika ausdehnen. Vermutet wird auch, dass Russland Energie-, Militär- und Infrastrukturverträge in Milliardenhöhe zurückgewinnen will, die dem Land beim Sturz Gaddafis entgangen sind.

Vor welchen Problemen steht das Land heute?

Eine Übergangsregierung versucht mit Hilfe der UN, nach Jahren des Bürgerkriegs einen friedlichen Wandel einzuleiten. Unter Führung von Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba hatte diese die zwei Regierungen aus Ost und West abgelöst. Der Prozess kommt aber nur schleppend voran, auch weil das Land politisch und militärisch gespalten ist und zahlreiche Institutionen, darunter auch die Zentralbank, wieder vereint werden müssen.

Die Liste der Probleme ist noch länger: Bislang gibt es keinen Konsens für einen rechtlichen Rahmen für die im Dezember geplante Parlamentswahl. Ein von der UN berufener Rechtsausschuss konnte sich bislang nicht darauf einigen, wer künftig den Präsidenten wählen soll - das Volk oder das Parlament. Unklar ist, ob die Wahlen wie geplant am 24. Dezember überhaupt stattfinden werden. Milizen, Politiker und militärische Akteure wollen zudem ihren Einfluss wahren und könnten dem Prozess unter UN-Schirmherrschaft neue Steine in den Weg legen. Wann die ausländischen Kämpfer abziehen könnten, ist auch unklar.

Wie geht es den Menschen im Land?

Die Sicherheitslage hat sich in dem nordafrikanischen Land zwar etwas verbessert. Die Lebensbedingungen und die Versorgung etwa mit Strom und Wasser sind für die Mehrheit der Libyer aber weiter schlecht. Korruption und Vetternwirtschaft sind weit verbreitet. Nach Angaben des norwegischen Flüchtlingsrates sind 1,3 Millionen Menschen im Land auf humanitäre Hilfe angewiesen. Viele Libyer können sich demnach zudem den Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser nicht leisten.

Was wurde auf der Berliner Konferenz besprochen?

Deutschland und die UN haben Vertreter der beteiligten Länder in Berlin erneut an einen Tisch gebracht, darunter die Türkei und Russland, aber etwa auch die USA und Frankreich. Die Länder haben sich in einer Erklärung zum Abzug ausländischer Kämpfer verpflichtet und dazu, am 24. Dezember tatsächlich freie und faire Wahlen abzuhalten. Die Zusage vom Mittwoch, den Konflikt nicht von außen militärisch oder etwa durch die Rekrutierung von Söldnern anzuheizen, gab es allerdings auch schon bei der ersten Berliner Konferenz Anfang 2020.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Bastian Brauns
  • Hanna Klein
Von B. Brauns, H. Klein, I. Farukshina
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Dallas
BundesregierungHeiko MaasLibyenMilitärRusslandTripolisTürkeiÄgypten
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website