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Protest gegen Ukraine-Krieg: Russische TV-Redakteurin verurteilt


Zeichen gegen Krieg
Russische TV-Redakteurin nach Protestaktion verurteilt

Von t-online
Aktualisiert am 15.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Russland: Eine Redakteurin lief mit einem Plakat gegen den Ukraine-Krieg in die laufende Sendung. (Quelle: t-online)
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Vor laufender Kamera hatte Marina Owsjannikowa gegen den russischen Angriff auf die Ukraine protestiert. Dann verschwand sie zunÀchst spurlos. In der Zwischenzeit ist die TV-Journalistin wohl verurteilt worden.

Nach ihrem aufsehenerregenden Protest im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg in der Ukraine ist die Frau in Moskau zu 30.000 Rubel (226 Euro) Geldstrafe verurteilt worden. Das Urteil erging, weil Marina Owsjannikowa in einem Video zu Protesten gegen den Krieg von Kremlchef Wladimir Putin in der Ukraine aufgerufen habe, wie das BĂŒrgerrechtsportal OWD-Info meldete. Der prominente russische Journalist Alexej Wenediktow hatte zuvor ein Foto der Redakteurin mit ihrem Anwalt Anton Gaschinski in einem GerichtsgebĂ€ude veröffentlicht.

Owsjannikowa bekannte sich vor Gericht nicht schuldig. "Ich erkenne meine Schuld nicht an", sagte sie. "Ich bin ĂŒberzeugt, dass Russland ein Verbrechen begeht." Nach Angaben ihres Anwalts Daniil Berman droht Owsjannikowa weiterhin eine Anklage auf Grundlage des neuen Mediengesetzes. Das kĂŒrzlich verabschiedete Gesetz sieht bis zu 15 Jahre Haft fĂŒr die Verbreitung von "Falschnachrichten" ĂŒber das MilitĂ€r vor.

Redakteurin berichtet von 14-Stunden-Verhör

Der BBC sagte Owsjannikowa beim Verlassen des GerichtsgebÀude, sie sei mehr als 14 Stunden lang ohne Rechtsbeistand verhört worden und habe seit zwei Tagen nicht mehr geschlafen.

Die Redakteurin des Ersten Kanals des russischen Staatsfernsehens hatte am Montagabend in den Hauptnachrichten ein Protestplakat gegen den Krieg in der Ukraine in die Kamera gehalten. Auf dem Plakat war auch zu lesen, dass die Zuschauer "hier belogen" werden. Owsjannikowa bezeichnete den russischen Angriff auf die Ukraine zudem in einem Video als Verbrechen.

In den russischen Staatsmedien ist es untersagt, von einem Krieg zu sprechen. Die StaatsfĂŒhrung nennt das Vorgehen im Nachbarland eine "militĂ€rische Spezialoperation" zur "Entmilitarisierung" und zur "Entnazifizierung" der Ukraine. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj, der jĂŒdische Wurzeln hat, bedankte sich bei Owsjannikowa.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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