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Ukraine-Krieg: Bürgermeister Klitschko bestätigt Explosionen in Kiew


Russland bestätigt Angriff
Mehrere Explosionen in ukrainischer Hauptstadt Kiew

Von dpa, afp
Aktualisiert am 05.06.2022Lesedauer: 3 Min.
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Rauch steigt über Häusern in Kiew auf: Dort gab es mehrere Explosionen. (Quelle: reuters)
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Russische Truppen haben erneut einen Angriff auf Kiew gestartet: Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von mehreren Explosionen. Es soll einen Verletzten geben.

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs am Morgen die Hauptstadt Kiew und einen Vorort mit Raketen beschossen. Es seien militärische und zivile Infrastruktur getroffen worden, teilte die Militärführung in Kiew am Sonntag mit. Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete in seinem Telegram-Kanal von Raketenschlägen. Betroffen waren demnach die Stadtbezirke Darnyzja im Südosten und Dnipro im Westen der Millionenmetropole. Es gebe nach bisherigem Stand einen Verletzten, der im Krankenhaus behandelt werde, aber keine Toten, sagte Klitschko.

Einsatzkräfte waren demnach vor Ort. Auch der bereits mehrfach beschossene Vorort Browary wurde Behörden zufolge von Raketen getroffen. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. In der Region des Kiewer Vororts Obuchiw wurde den Militärangaben zufolge eine russische Rakete abgeschossen. Es gebe keine Zerstörungen oder Verletzten.

Das russische Militär hat in seinem Lagebericht zum Krieg gegen die Ukraine am Sonntag die Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew bestätigt. Zerstört worden seien am Rande Kiews von osteuropäischen Ländern gelieferte Panzer vom Typ T-72 und andere Militärtechnik. Sie waren in einem Werk für die Reparatur von Eisenbahnwaggons untergebracht, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, sagte.

"Sie bombardieren einfach alles"

AFP-Reporter sahen mehrere Gebäude mit zerstörten Fenstern in der Nähe einer der angegriffenen Anlagen. Leonid, ein 63-jähriger Anwohner, sagte, er habe drei oder vier Explosionen gehört. "Es gibt dort nichts Militärisches, sie bombardieren einfach alles", fügte er hinzu.

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In sozialen Netzwerken veröffentlichten Menschen Bilder und Videos von Bränden und Rauchwolken. Auch Geräusche von Einschlägen waren zu hören. Am Morgen hatte es fast zweieinhalb Stunden Luftalarm gegeben. Die Bewohner werden immer wieder aufgefordert, sich in diesem Fall in Schutzbunker zu begeben. Es handelte sich um den schwersten Angriff auf die Hauptstadtregion seit Wochen.

Der ukrainische Atomenergiekonzern teilte mit, dass eine russische Rakete gefährlich nah am Südukrainischen Kernkraftwerk geflogen sei. Russland erzeuge damit weiterhin die Gefahr einer nuklearen Katastrophe. Die russischen Angreifer begriffen "immer noch nicht, dass schon ein kleines Raketenstück, das in einen funktionierenden Energieblock einschlagen kann, zu einer atomaren Katastrophe und Austreten von Strahlung führen kann", teilte die Behörde mit. Sie warf Russland "atomaren Terrorismus" vor.

Kämpfe in Ostukraine halten an

In der Ostukraine wurde derweil weiter gekämpft. Die Ukraine verkündete Gebietsgewinne im heftig umkämpften Sjewjerodonezk. "Die Russen kontrollierten etwa 70 Prozent der Stadt, aber in den vergangenen zwei Tagen wurden sie zurückgedrängt", erklärte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Gajdaj. "Die Stadt ist in zwei Hälften geteilt, sie haben Angst, sich dort frei zu bewegen." Acht russische Soldaten seien festgenommen worden.

Die russische Seite hatte noch am Samstag den Abzug ukrainischer Soldaten aus Sjewjerodonezk gemeldet. "Einige Einheiten der ukrainischen Armee, die bei den Kämpfen um Sjewjerodonezk schwere Verluste (in einigen Einheiten bis zu 90 Prozent) erlitten haben, ziehen sich in Richtung Lyssytschansk zurück", teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Der Bürgermeister der Stadt, Oleksandr Striuk, erklärte später, dass die "Straßenkämpfe" weitergingen. Die ukrainischen Streitkräfte versuchten, "die vollständige Kontrolle" wiederherzustellen.

Sjewjerodonezk ist die letzte größere Stadt der Region Luhansk, die Russland noch nicht erobert hat. Erklärtes Ziel Moskaus ist es, die gesamte Donbass-Region, zu der noch die Region Donezk gehört, einzunehmen. Teile des Donbass werden bereits seit 2014 bereits von pro-russischen Separatisten kontrolliert.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen AFP und dpa
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