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USA will Raketenabwehr im Baltikum stationieren

Provokation für Russland  

USA wollen Raketenabwehr im Baltikum stationieren

10.05.2017, 16:09 Uhr | AFP

USA will Raketenabwehr im Baltikum stationieren. Die Stationierung des Raktenabwehrsystems könnte auch als Reaktion auf die 2016 von Russland stationierten Iskander-Raketen bei Kaliningrad sein.   (Quelle: Reuters/Richard Chung)

Die Stationierung des Raktenabwehrsystems könnte auch als Reaktion auf die 2016 von Russland stationierten Iskander-Raketen bei Kaliningrad sein. (Quelle: Richard Chung/Reuters)

Die USA erwägen die vorübergehende Verlegung eines Patriot-Raketenabwehrsystems in die baltischen Staaten. Die Stationionierung findet inmitten angespannter diplomatischer Beziehungen zwischen Washington und Moskau statt.

Es gehe um die mögliche Stationierung einer Raketenbatterie im Zuge von Nato-Manövern im Sommer, sagten Vertreter des US-Militärs in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Russland hat für den September großangelegte Militärmanöver in Weißrussland und der russischen Exklave Kaliningrad angekündigt, die an Litauen und Polen grenzt.

US-Raketen als Antwort auf Bedrohung aus Kaliningrad?

Im vergangenen Jahr stationierte Moskau Iskander-Raketen bei Kaliningrad, die Atomsprengköpfe tragen können. Dies alarmierte die Nato-Mitglieder in der Region. "Solche Stationierungen sind einfach destabilisierend", sagte US-Verteidigungsminister James Mattis, der Litauen besuchte.

Mattis wollte sich allerdings nicht dazu äußern, ob Litauen eine dauerhafte Stationierung des Raketen- und Flugabwehrraketensystems angefragt habe. "Wir werden diese Entscheidungen in Abstimmung mit der litauischen Regierung treffen", sagte der Pentagon-Chef. "Jeder weiß, dass dies keine offensiven Waffensysteme sind."

Nato erhöht Truppenkontingent an russischer Grenze

Für Mattis ist es der erste Besuch in Osteuropa seit seinem Amtsantritt. Das Treffen mit Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite, einer entschiedenen Kritikerin des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin, kann als Signal an Moskau verstanden werden. Auf seinem Programm steht auch ein Besuch des von Deutschland geführten Nato-Bataillons in dem baltischen Land.

Die Nato hatte im vergangenen Jahr auf ihrem Gipfeltreffen in Warschau beschlossen, ihre Truppenpräsenz in Osteuropa zu erhöhen. Hintergrund ist die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und dessen Vorgehen in der Ostukraine. Zu dem Maßnahmenpaket gehört auch die Stationierung von vier sogenannten Battlegroups im Baltikum sowie in Polen.

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