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Türkischer Außenminister: "Was geht Dich das an?"

Von dpa
Aktualisiert am 03.09.2017Lesedauer: 2 Min.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte, Deutschland nehme sich der Festgenommenen an, bei denen es sich um mutmaßliche Unterstützer des Putschversuchs handele.
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte, Deutschland nehme sich der Festgenommenen an, bei denen es sich um mutmaßliche Unterstützer des Putschversuchs handele. (Quelle: Olivier Matthys/dpa-bilder)
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Nach der Festnahme von zwei Deutschen in Antalya hat sich der türkische Außenminister zur Kritik aus Berlin geäußert. Dessen deutscher Amtskollege Sigmar Gabriel kündigte unterdessen eine noch härtere Gangart an.

Deutschland rege sich auf, wenn man Anhänger der Gülen-Bewegung (Fetö) festnehme. "Was geht Dich das an?", sagte Mevlüt Cavusoglu laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagabend an die Adresse der Bundesregierung. Die Führung der Türkei macht die Bewegung um den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom vergangenen Jahr verantwortlich.

Cavusoglu sagte, Deutschland nehme sich der Festgenommenen an, bei denen es sich um mutmaßliche Unterstützer des Putschversuchs handele. "Warum störst Du Dich so sehr daran?" Die Justiz werde über Schuld oder Unschuld entscheiden. Cavusoglu warf Deutschland zudem erneut vor, Terrororganisationen zu unterstützen.

Die beiden Reisenden mit ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft und wahrscheinlich türkischen Wurzeln waren am Freitag am Flughafen des Urlaubsorts Antalya von der Polizei festgesetzt worden. Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sie wie zehn andere in den vergangenen Monaten inhaftierte Deutsche aus politischen Gründen festgenommen wurden.

Gabriel: Beitrittsverhandlungen sind eine Farce

Außenminister Sigmar Gabriel will unterdessen auch andere EU-Staaten dazu bewegen, den Druck auf Ankara zu erhöhen. Deutschland habe Reisehinweise verschärft und Wirtschaftshilfen reduziert, sagte der SPD-Politiker in Goslar. "Wir werden in Europa mit anderen reden, dass sie das Gleiche tun."

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Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nannte Gabriel zwar "weitgehend eine Farce", schloss sich den Forderungen nach einem Abbruch aber nicht an. Stattdessen gab er Erdogan die Schuld an der Entfremdung zwischen beiden Seiten.

"Er versucht ja, seinen Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck zu vermitteln, wir als Deutsche und Europäer würden uns von der Türkei entfernen. In Wahrheit entfernt er die Türkei in rasender Geschwindigkeit von Europa", sagte der Vizekanzler. "Er will seine innenpolitischen Konflikte überdecken, indem er sich einen äußeren Feind sucht - und das sind wir: Europa, gerne die Deutschen."

Nach der Festnahme zweier weiterer Deutscher aus politischen Gründen im Urlaubsort Antalya fordern CSU und Linke einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen. Dafür ist aber ein einstimmiger Beschluss der EU notwendig.

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