Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

"Herr Trump, Jerusalem ist die rote Linie": Erdogan droht den USA

Erdogan droht den USA  

"Jerusalem ist die rote Linie der Muslime"

05.12.2017, 18:42 Uhr | dpa-AFX , t-online.de , pdi

"Herr Trump, Jerusalem ist die rote Linie": Erdogan droht den USA. Recep Tayyip Erdogan hat mit dem Abbruch der Beziehungen zu Israel gedroht. (Quelle: AP/dpa/Yasin Bulbul/Presidency Press Service)

Recep Tayyip Erdogan hat mit dem Abbruch der Beziehungen zu Israel gedroht. (Quelle: Yasin Bulbul/Presidency Press Service/AP/dpa)

Im Streit um Jerusalem hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit Sanktionen gedroht. Falls die USA Jerusalem als Hauptstadt des Landes anerkennen sollten, will die Türkei die Beziehungen zu Israel abbrechen.

"Herr Trump, Jerusalem ist die rote Linie der Muslime", sagte Erdogan am Dienstag vor der Fraktion seiner AKP im Parlament in Ankara an die Adresse von US-Präsident Donald Trump. "Das kann soweit gehen, dass wir unsere diplomatischen Beziehungen zu Israel abbrechen."

"Wir können die gesamte islamische Welt in Bewegung setzen"

Erdogan sagte, eine Anerkennung Jerusalem als Hauptstadt Israels wäre nicht nur ein Verstoß gegen internationales Recht, sondern "ein harter Schlag gegen das Gewissen der Menschheit". Sollte es dazu kommen, werde er innerhalb weniger Tage einen Gipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Istanbul einberufen. "Auf diesem Gipfel werden wir die gesamte islamische Welt in Bewegung setzen." Die Türkei hat derzeit die OIC-Präsidentschaft inne.

Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass US-Präsident Donald Trump unmittelbar vor der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt stehe. Medienberichten zufolge plant Trump außerdem, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen – als derzeit einziges Land überhaupt. Mehrere Staaten unterhalten in Jerusalem Konsulate.

Der Streit um Jerusalem

Der künftige Status von Jerusalem gehört zu den strittigsten und komplexesten Fragen, die bislang eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern verhindert haben. Juden wie Muslimen ist die Stadt heilig. Die Palästinenser wollen im arabischen Ostteil der Stadt, den Israel 1967 besetzt und später annektiert hatte, die Hauptstadt eines unabhängigen Staates ausrufen. Israel beansprucht hingegen die ganze Stadt für sich. Erdogan versteht sich traditionell als Anwalt der Palästinenser.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal