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Treffen in Helsinki: Ob Merkel oder Trump – Putin lässt sie alle warten

Psychologische Kriegsführung  

Ob Merkel oder Trump – Putin lässt sie alle warten

16.07.2018, 16:01 Uhr | Martin Küper, t-online.de

Treffen in Helsinki: Ob Merkel oder Trump – Putin lässt sie alle warten. Donald Trump und Wladimir Putin: Der russische Präsident ließ seinen amerikanischen Amtskollegen fast eine Stunde lang warten. (Quelle: AP/dpa/Pablo Martinez Monsivais)

Donald Trump und Wladimir Putin: Der russische Präsident ließ seinen amerikanischen Amtskollegen fast eine Stunde lang warten. (Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa)

Russlands Präsident Putin lässt seine Gesprächspartner gerne mal warten – eine Geste der Dominanz. Die Stunde, die US-Präsident Trump nun in Helsinki vertrödeln musste, ist bei weitem nicht der Gipfel der Dreistigkeit.

Wer andere mit Absicht warten lässt, will Dominanz herstellen. Ein begeisterter Anhänger dieser Verhandlungstaktik ist Wladimir Putin, wie sich am Montag wieder zeigte. Fast eine Stunde lang ließ er seinen amerikanischen Amtskollegen Trump vor dem Gipfeltreffen in Helsinki warten. Die offizielle Begründung des Kremls: eine verspätete Anreise des russischen Präsidenten.

Der Gipfel-Terminplan geriet deshalb durcheinander. 50 Minuten später als angesetzt begann das mit Spannung erwartete Vier-Augen-Gespräch der beiden Staatschefs im finnischen Präsidentenpalast. Dort war es dann allerdings Trump, der später eintraf und Putin warten ließ.

Für Putins Verhältnisse ist eine Stunde Wartezeit für Donald Trump allerdings noch moderat, wie aus einer Infografik von Statista hervorgeht (die Basisdaten stammen von Radio Free Europe).

Logbuch der Dreistigkeiten

Von Elisabeth II. bis Angela Merkel: Schon viele Staatsoberhäupter und Regierungschefs hatten die Freude, auf Wladimir Putin warten zu dürfen. (Quelle: Statista)Von Elisabeth II. bis Angela Merkel: Schon viele Staatsoberhäupter und Regierungschefs hatten die Freude, auf Wladimir Putin warten zu dürfen. (Quelle: Statista)

Die Grafik liest sich wie ein Logbuch der Dreistigkeiten: Papst Franziskus – 50 Minuten; Premierminister von Indien – eine Stunde; Premierminister von Japan – drei Stunden.

Unangefochten an der Spitze steht allerdings die deutsche Kanzlerin, die sich von Putin schon manche Unverschämtheit gefallen musste. Mehr als vier Stunden musste Angela Merkel im April 2014 auf Putin warten. Auf dem Höhepunkt der Ukraine-Krise waren die beiden in Mailand zum Abendessen verabredet. Der Grund für Putins Verspätung damals: eine Militärparade in Serbien.

Auch US-Präsident Donald Trump hat bei internationalen Gipfeltreffen  bereits Gesprächspartner warten lassen – zuletzt am Wochenende auf Schloss Windsor. Trump sollte bei seinem England-Besuch Queen Elizabeth treffen. Doch er kam zu spät. Die britische Monarchin wartete rund zehn Minuten auf die Ankunft des Präsidenten. 

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