Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Internationale Politik >

Nach Ende für INF-Vertrag: China warnt USA vor Stationierung von Mittelstreckenraketen

Nach Auflösung des INF-Vertrags  

China warnt USA vor Stationierung von Mittelstreckenraketen

06.08.2019, 09:16 Uhr | dpa

 (Quelle: imago images)
"Provokation": China warnt USA vor Stationierung von Mittelstreckenraketen

China hat die USA davor gewarnt, Mittelstreckenraketen in Asien zu stationieren. Dies wäre eine große Provokation und würde China zu Gegenmaßnahmen zwingen. (Quelle: t-online.de)

Mittelstreckenraketen des US-Militärs: China hat die USA davor gewarnt, weitere Raketen in Asien zu stationieren und mit Gegenmaßnahmen gedroht. (Quelle: t-online.de)


China und die USA liegen im Clinch. Nun warnt das Land im fernen Osten das Land im Westen vor der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Asien. Auslöser: Das Aus des INF-Abrüstungsvertrags.

Nach der Auflösung des wichtigen INF-Abrüstungsvertrags für Atomwaffen hat China die USA vor der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Asien gewarnt. China werde "alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die nationalen Sicherheitsinteressen entschlossen zu verteidigen", teilte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums mit. Man werde niemals untätig bleiben, um die eigenen Interessen zu schützen, und werde es keinem Land erlauben, Probleme in der Nachbarschaft zu verursachen.

Wenn die USA diesen Weg einschlügen, werde dies ernsthafte negative Auswirkungen auf die internationale und regionale Sicherheitslage haben, hieß es. Es bestünde jedoch die Hoffnung, dass die USA vorsichtig handelten und keine Maßnahmen ergriffen.

US-Verteidigungsminister Mark Esper hatte sich zuvor für eine Stationierung von landgestützten Mittelstreckenraketen im Asien-Pazifik-Raum ausgesprochen. Die US-Regierung wolle dies so schnell wie möglich realisieren, wenn möglich innerhalb von Monaten, sagte Esper laut US-Medienberichten.

Aufstrebende Militärmacht China rückt in den Fokus

Mit dem INF-Vertrag war vergangene Woche eines der weltweit wichtigsten Abrüstungsabkommen für Atomwaffen aufgelöst worden. Die Vereinbarung zwischen den USA und Russland war 1987 im Kalten Krieg geschlossen worden und sah vor, dass beide Seiten auf landgestützte atomare Mittelstreckenraketen verzichten. Nun wird ein neues Wettrüsten zwischen den beiden Ländern befürchtet.

Aber auch China, das bisher nicht Teil des Abkommens war, rückt in den Fokus. Als Grund für die Kündigung des Vertrages durch die USA gilt nämlich auch die Tatsache, dass der INF-Vertrag nur Amerikaner und Russen bindet, nicht aber aufstrebende Militärmächte wie China. China soll mittlerweile über knapp 2.000 ballistische Raketen und Marschflugkörper verfügen, die unter das Abkommen fallen würden.
 

 
US-Präsident Donald Trump hatte sich dafür ausgesprochen, bei neuen Verhandlungen auch China mit einzubeziehen. Peking hatte aber zuvor klar gemacht, dass es kein Interesse daran habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal