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Klimakonferenz in Madrid: Können die UN das Pariser Klimabkommen mit Leben füllen?

"Krieg gegen die Natur muss aufhören"  

Darum geht es bei der UN-Klimakonferenz in Madrid

02.12.2019, 07:52 Uhr | dpa

Klimakonferenz in Madrid: Können die UN das Pariser Klimabkommen mit Leben füllen?. UN-Generalsekretär Antonio Guterres: "Unser Krieg gegen die Natur muss aufhören – und wir wissen, dass das möglich ist." (Quelle: AP/dpa)

UN-Generalsekretär Antonio Guterres: "Unser Krieg gegen die Natur muss aufhören – und wir wissen, dass das möglich ist." (Quelle: AP/dpa)

In Paris haben sich die UN-Staaten 2015 auf maximal 1,5 Grad Erderwärmung geeinigt. Aber wie soll dieses Ziel erreicht werden? Darüber diskutieren ab Montag Dutzende Staatschefs in Madrid.

Unter den kritischen Blicken der "Fridays for Future"-Bewegung startet am Montag die 25. UN-Klimakonferenz in Madrid. Zum Auftakt werden UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Spaniens Hauptstadt erwartet. Insgesamt haben sich etwa 50 Staats- und Regierungschefs angekündigt.

Auf Ministerebene wird aber erst in der zweiten Konferenzwoche verhandelt. Allerdings gibt es große Zweifel, ob der Gipfel einen echten Durchbruch bringen kann. Den Vorsitz hat weiter Chile, denn ursprünglich sollte das Treffen in dem südamerikanischen Land stattfinden. Wegen der sozialen Proteste dort sprang kurzfristig Madrid als Gastgeber ein, wo der Gipfel in Rekordzeit auf dem Messegelände Ifema organisiert wurde.

Ziel: ehrgeizige nationale Klimaschutz-Pläne

Delegationen aus 196 Staaten sowie die EU und internationale Organisationen nehmen teil, das Ende ist für 13. Dezember geplant. 5.000 Sicherheitskräfte sollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Seit sich die Staaten 2015 im Abkommen von Paris vorgenommen haben, die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, dienen die UN-Gipfel der Umsetzung des Paktes.

Dieses Mal soll vor allem das Ziel vorangetrieben werden, 2020 ehrgeizigere nationale Klimaschutz-Pläne vorzulegen. Zudem wird diskutiert, nach welchen Regeln ein internationaler Markt im Klimaschutz funktionieren kann. Auch die Frage, wer die Behebung der durch den Klimawandel verursachten Schäden speziell in armen Ländern bezahlen soll, steht auf der Agenda.

"Unser Krieg gegen die Natur muss aufhören"

Nach derzeitigem Stand reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen bei Weitem nicht aus – und viele Länder schaffen nicht einmal das, was sie angekündigt haben. UN-Chef Guterres hatte am Sonntag in einer Rede moniert, dass die bisherigen Bemühungen um den Klimaschutz "absolut unzureichend" seien. Es mangele eindeutig an politischem Willen. "Unser Krieg gegen die Natur muss aufhören – und wir wissen, dass das möglich ist."
 


Mit Blick auf die "Fridays for Future"-Bewegung lobte der UN-Chef, dass gerade junge Menschen derzeit auf bemerkenswerte Weise die Führung in puncto Klimaschutz übernommen hätten. Die Initiatorin der Proteste, Greta Thunberg, rechnet damit, es noch rechtzeitig zum großen Klima-Marsch am Freitag nach Madrid zu schaffen. Nach ihrer Atlantik-Überfahrt auf dem Katamaran "La Vagabonde" werde sie voraussichtlich am Dienstag in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon anlanden, twitterte die 16-Jährige. Von dort sind es noch 600 Kilometer bis nach Madrid.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichhtenagentur dpa

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