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Nato: Stoltenberg hält US-Atomwaffen für Europa für unverzichtbar

Absage an Macron  

Nato: US-Atomwaffen sind für Europa unverzichtbar

23.12.2019, 13:17 Uhr | dpa

Nato: Stoltenberg hält US-Atomwaffen für Europa für unverzichtbar. Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Dem französischen Präsidenten Macron erteilte er eine klare Absage – Frankreich könne die USA bei der nuklearen Abschreckung nicht ersetzen.  (Quelle: dpa/Thierry Monasse)

Nato-Generalsekretär Stoltenberg: Dem französischen Präsidenten Macron erteilte er eine klare Absage – Frankreich könne die USA bei der nuklearen Abschreckung nicht ersetzen. (Quelle: Thierry Monasse/dpa)

Der französische Präsident Macron fordert mehr europäische Eigenständigkeit in Verteidigungsfragen. Nato-Generalsekretär Stoltenberg hat ihm nun eine Absage erteilt: Er hält die USA für unverzichtbar.

Die französischen Atomwaffen können nach Einschätzung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg keinen ausreichenden Schutzschirm für andere europäische Staaten bieten. Auf die Frage, ob die USA bei der nuklearen Abschreckung für die Europäer verzichtbar seien, antwortete der Norweger in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur mit einem klaren "Nein". Grund sei, dass es nur für die US-Atomwaffen in Europa gemeinsame Führungsstrukturen, strategische Konzepte und Übungen gebe.

Die Vereinigten Staaten hätten bereits seit Jahrzehnten Nuklearwaffen in Europa stationiert und die Alliierten stellten dafür Stützpunkte und Flugzeuge, sagte Stoltenberg. An all dem beteilige sich Frankreich nicht.

Stoltenberg reagierte mit den klaren Worten auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser wirbt für eine deutlich größere Eigenständigkeit der Europäer in Verteidigungsfragen und hatte zuletzt angedeutet, dass die französische Atomstreitkraft ("Force de frappe") aus seiner Sicht auch andere europäische Staaten schützen könnte. Die Nato bezeichnete er hingegen als hirntot und kritisierte, dass es bei wichtigen strategischen Entscheidungen keine Koordinierung unter Bündnispartnern gebe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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